Kalifornien verbietet Einweg-Plastiktüten

Kalifornien hat als erster Bundesstaat der USA kostenlose Einweg-Plastiktüten verboten (deutschsprachige Quelle), wie sie dort im Einzelhandel üblich sind. Bisher wird selbstverständlich jeder Einkauf im Supermarkt vom Kassenpersonal in dünne, unbedruckte Plastiktüten verpackt. Diese Plastiktüten können einerseits nicht wiederverwertet werden, andererseits tragen sie einen durchaus beachtlichen Anteil an der Umweltverschmutzung, besonders an der Verschmutzung der Meere durch Plastik. Mit dem Verbot erhofft sich die Regierung eine Reduzierung der Berge an Plastikmüll in Nationalparks, an Stränden und im Meer.

Anstatt der kostenlose Tüten soll es nun ab 2015 wiederverwertbare Plastik- und Papiertüten zu 10 Cent pro Stück zu kaufen geben. Vorerst geht es dabei um “large grocery stores (…) and convenience stores and pharmacies”, also nicht gleich um Geschäfte aller Art. In verschiedenen US-Großstädten besteht ein solches Verbot schon seit längerem. Natürlich warnen nun Plastiktütenhersteller, dass die neue Gesetzgebung tausende Arbeitsplätze kosten würde, und kündigen Proteste an.

Auch in der EU gibt es ähnliche Bestrebungen zur Reduzierung der Zahl dünner Plastiktüten. Umweltminister Altmeier jedoch hatte ein Verbot kostenloser Plastiktüten für Deutschland im April 2013 noch abgelehnt, möchte lieber die Recyclingquote erhöhen. Nun stimmt es, dass es in Deutschland in Supermärkten nicht üblich ist, die Einkäufe komplett in Plastiktüten zu verstauen, insofern ist die Lage hier anders als in den USA. Doch auch wird gerade loses Obst und Gemüse zum Transport vielfach noch in die dünnen Tütchen gepackt. Und auch die landen dann zu häufig in der Natur, in Flüssen und im Meer, wenn sie z.B. von den Mülldeponien weggeweht werden.

Strom aus erneuerbaren Energien günstiger als Atomstrom :-)

Endlich gibt es neue Zahlen, die untermauern, dass Strom aus erneuerbaren Energien schon heute günstiger ist als Strom aus Atom- und Kohekraftwerken. Die neue Studie des Forums Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS) zeigt, dass das heutige Preisgefälle nur durch horrend hohe Förderungen aufrechterhalten wird. So tauchen die Zusatzkosten zwar nicht auf der Stromrechnung auf, werden aber über Steuern und Abgaben eingeholt. Wenn man die Folgekosten einrechnet, die der Atommüll verursacht hat und noch verursachen wird, sieht die Bilanz zappenduster aus. Da sollten die Förderungen doch lieber auf sinnvolle Bereiche, sprich: erneuerbare Enerien, umgewandelt werden. Klar, das gefällt der Atomlobby nicht – aber der Verbraucher würde es danken, wenn es endlich auch finanziell reizvoller wäre, auf Ökostrom umzusteigen, als an überholten Technologien festzuhalten.