25c3, Tag 2-4

28.12., 2. Tag 25c3

Da es nach dem Bowlen spät geworden war, schliefen wir heute erstmal aus, sodass wir auf dem Kongress erst gegen 15 Uhr aufliefen. Nach der üblichen Begrüßungsrunde sahen wir uns den Vortrag von Ray zum Thema Handschellen hacken an. Sehr informativ, sehr gut gemacht, sehr lustig. Besonders, dass selbst bei den Hochsicherheitshandschellen oftmals zwar das Schloss sehr sicher ist, sich die Dinger an anderen Stellen jedoch sehr wohl knacken lassen.

Danach gingen wir was essen (im Alexa, dem Einkaufszentrum nebenan, denn obwohl das Essen im Kongressgebäude besser und günstiger war als in den vergangenen Jahren, gab es im Alexa immer noch die bessere Auswahl) und danach in einen Vortrag über Scalable Swarm Robotics, also kleine Roboter, die wie Insekten durch die Gegend fliegen und Essen einsammeln. Viele der Anwesenden fanden es faszinierend, ich konnte damit nicht so wirklich viel anfangen (vielleicht weil die technischen Feinheiten an mir vorbeigingen…).

Nach einem interessanten Vortrag über DNA-Sequenzierung quatschten wir noch ein paar Stunden mit diversen Leuten und machten uns dann auf den Heimweg.

29.12., 3. Tag 25c3

Wieder Zeit zum Auschlafen, wieder recht spät auf dem Kongress, aber so, dass wir den Vortrag über neue Möglichkeiten des eVoting sehen konnten. Auch ein spannender Vortrag, der wiedermal die Schwierigkeiten und Absurditäten der eVoting-Systeme offenlegte; selbst wenn man dachte, man hätte eine Möglichkeit zu recht großer Transparenz und Validität gefunden, folgte bald darauf die Ernüchterung. Ob das jemals was wird? Ich bin jedenfalls nicht scharf auf Wahlcomputer!

Der nächste Vortrag von maha hatte den vielversprechenden Titel “Neusprech im Überwachungsstaat. Politikersprache zwischen Orwell und Online”. Der meiner Meinung nach beste Vortrag, den ich dieses jahr gehört habe! Sehr witzig wurden die sprachlichen Gewohnheiten verschiedener Politiker dargestellt; ein Highlight war Angela Merkel, die in einer Rede über Videoüberwachung (ach wie gut, dass es die CDu gibt, die sowas möglich macht) bemerkte, dass die CDU es möglich gemacht habe, dass Videoüberwachung nötig sei. Nicht sehr geschickt ausgedrückt…

Um uns frühzeitig einen Platz fürs Hackerjeopardy sichern zu können,
blieben wir nach unserem Mittagessen direkt in Saal 1 und sahen uns die Vorrtäge dort an. Beide für mich nicht sehr spannend, aber man kann sich ja anderweitig beschäftigen. Dafür war das Hackerjeopardy sehr lustig, auch wenn ich nicht alle technischen Feinheiten verstand, aber ich hatte ja meinen Dolmetscher neben mir sitzen.

30.12., 4. Tag 25c3

Da wir Nachmittags wieder nach Bochum aufbrechen würden, nahmen wir unser Gepäck mittags direkt mit ins Kongressgebäude. Viele für uns interessante Vorträge liefen nicht mehr, und die Security Nightmares fingen erst an als schon weg waren. Deshalb verabschiedeten wir uns von diversen Leuten und schlugen um 15:30 Uhr am Bahnhof auf. Um 21 Uhr waren wir zu Hause.

Berlin, ich komme!

Gestern ging es los Richtung Osten. Passend zum zweiten Weihnachtstag begann meine Zugfahrt mit einer 20minütigen Verspätung wegen eines Personenschadens zwischen Köln und Wuppertal, aufgrunddessen der gesamte Zugverkehr auf dieser Strecke über Düsseldorf umgeleitet werden musste.

In Berlin angekommen, schauten wir schonmal beim Kongress vorbei und trafen viele Leute. An (geschätzte) 10 Leute konnte ich mich sogar vom letzten Jahr erinnern bzw. erkannte sie wieder. Sehr schön war Telmichs Reaktion auf unser Wiedersehen: Begrüßt erst Enno, fällt mir dann um den Hals, umarmt mich ausgiebig und fragt dann “Bist du die gleiche Freundin wie im letzten Jahr?”

Abends ging es dann zu einer Party und entsprechend spät ins Bett, sodass wir heute erst gegen 13 Uhr aufstanden, ausgiebig frühstückten und gegen 15 Uhr im Kongressgebäude eintrafen. Dort sahen wir dann auch unseren ersten Vortrag des Jahres über “Terrorismus”-Fälle aus aller Welt. Neben interessanten Darstellungen wurden uns auch einige andere lustige Dinge geboten: Eine Reihe vor uns saß ein Mann mit einem äußerst attraktiven Bauarbeiterdekolltée, und sein Nachbar demolierte während des Vortrags seinen Stuhl, indem er beim Zurücklehnen die Lehne zum Nachgeben brachte und dabei fast rücklings vom Stuhl gekippt wäre.

Danach waren wir noch mit Freunden bowlen und sitzen jetzt mit Pizza zu Hause. Morgen gehts weiter :)

25C3

Vom 27. – 30.12. findet in der Berlin der 25. Chaos Communication Congress statt. Letztes Jahr war cool, dieses Jahr wird bestimmt noch cooler. Seit gestern gibt es endlich den neuen Fahrplan. Sind wieder spannende Vorträge bei :)