Selektion in der Schule

Selektion in der Schule ist gerade in Deutschland ein heiß diskutiertes Thema: Da wird gerade in den letzten Jahren in NRW immer wieder von der Einheitsschule gesprochen – für die einen eine Horrorvision, für die anderen die Schulform der Zukunft. Persönlich denke ich, dass beide Modelle ihre Vor- und Nachteile haben; beide Formen können funktionieren, beide können schief gehen. In gewisser Hinsicht ist eine gewisse Sortierung der Schüler ohnehin nötig, denn sonst kann keine individuelle Förderung stattfinden, müssen die einen zwangsweise unter- oder andere überfordert sein.

Hier nun ein Beispiel, wie man es vielleicht besser nicht machen sollte. Und dann auch noch aus Großbritannien, wo ja die “Einheitsschule” eigentlich der Regelfall ist. Dort hat sich nämlich ein kluger Schulleiter ausgedacht, dass es doch Sinn macht, die Schüler nach Farbe ihrer Krawatten zu sortieren, damit sofort sichtbar ist, wo man hingehört: “Oh, du hast eine lilane Krawatte, du bist schlau” oder “Du hast nur ne blaue – dann bist du wohl zu dumm”. Dazu dann eigene Schulgebäude für die jeweiligen Farben und getrennte Schulhöfe. Während der Schulleiter und wohl auch einige Lehrer und Eltern ganz begeistert zu sein scheinen, berichten die Schülerinnen und Schüler von zunehmenden sozialen Problemen: Prügeleien, Hänseleien, Ausgrenzungen, richtiggehende Feindschaft zwischen den Teilschulen. Komisch aber auch…

One thought on “Selektion in der Schule

  1. Darf ich die Diskussion mal wieder aus meiner Sicht abkürzen? Macht Klassen mit 12 Schülern, maximal 15. Dann ist die Form egal und die Förderung funktioniert.

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