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	<title>Verenas Welt</title>
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	<description>Was das Leben als Studentin in Wuppertal so bringt</description>
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		<title>Weihnachten &#8211; Lang, lang ist&#8217;s her &#8211; und was seitdem geschah</title>
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		<pubDate>Tue, 31 Jan 2012 21:58:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>verena</dc:creator>
				<category><![CDATA[der liebe Alltag]]></category>
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		<description><![CDATA[Ja, es ist tatsächlich schon wieder ewig her; die Zeit vergeht einfach zu schnell! Andererseits habe ich oft das Gefühl, dass es überhaupt nicht vorwärts geht &#8211; die Zeit verstreicht, man tut so viel (Arbeiten&#8230;), und trotzdem bleibt alles beim Alten. Natürlich passieren in der Welt weiterhin viele Dinge &#8211; der Skandal um Bundespräsident Wulff [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ja, es ist tatsächlich schon wieder ewig her; die Zeit vergeht einfach zu schnell! Andererseits habe ich oft das Gefühl, dass es überhaupt nicht vorwärts geht &#8211; die Zeit verstreicht, man tut so viel (Arbeiten&#8230;), und trotzdem bleibt alles beim Alten. Natürlich passieren in der Welt weiterhin viele Dinge &#8211; der Skandal um Bundespräsident Wulff nimmt jede Woche größere Form an, es sinkt ein Kreuzfahrtschiff und die USA rüsten offiziell gegen den Iran auf. Dagegen ist das, was bei mirs so geschehen ist, eher unspektakulär.</p>
<p>Weihnachten:<br />
Heiligabend im kleinen Familienkreis mit Eltern nund Bruder, am 25. dann große Feier mit dem weiteren Kreis. Alles sehr, sehr schön und vor allem sehr, sehr leckeres Essen. Ich bin nun mit neuer, kuscheliger Bettwäsche, Klamotten, Kosmetika und Büchern ausgestattet (der Dezember war mein Monat der Bücher &#8211; mind. zehn neue&#8230;). Dazu kommt noch das ein oder andere Gesellschaftsspiel; &#8220;Der Name der Rose&#8221;, Spiel zum Buch, kann ich absolut empfehlen!</p>
<p>28C3<br />
Wie jedes Jahr seit 2007 ging es nach den Familienfeiern nach Berlin zum 28. Chaos Communication Congress. Die Zugfahrt am 26. verlief unspektakulär, glücklicherweise ohne das befürchtete Verkehrschaos. Die nächsten Tage verliefen dann wie immer auf dem Congress: Lustig, chaotisch, interessant. Viele nette Leute, interessante Vorträge, unterhaltsame Shows. Und vor allem: Lange Nächte. Dies führte dazu, dass wir dis Anfang Januar einen verqueren Tag-Nacht-Rhythmus hatten &#8211; keine Nacht vor 6 im Bett, keinen Tag vor 12 aufgestanden. Nach Silvester musste sich das allerdings bald wieder ändern ;)</p>
<p>Silvester<br />
Unerwartet verbrachten wir Silvester in Berlin, auf der Party von Freunden. Es war ein netter Abend, auch wenn ich Berlin an Silvester nahezu unerträglich finde &#8211; ab dem 30. nachmittags geht die Böllerei los, und zwar richtig heftig, nicht nur ein gelegentliches Knallen&#8230; Mitternacht unten auf der Straße ersparten wir uns denn auch, nachdem wir vorgewarnt worden waren, dass dort &#8220;Krieg&#8221; herrsche. Stattdessen genossen wir den Ausblick vom Flachdach des fünfstöckigen Altbaus :-)</p>
<p>Projekt &#8220;ausbruchsicherer Degu-Käfig&#8221;<br />
Nachdem unsere beiden Degus es Ende November geschafft haben, aus ihrem Plastikkäfig auszubrechen (ja, ich weiß, man soll keinen Plastikkäfig nehmen, aber wir haben sie so bekommen und bis dahin lief alles gut&#8230;), mussten wir uns nun eine dauerhaft sichere Lösung überlegen. Hilfe kam von Bekannten, die mir ein altes Aquarium überließen. Mit Hilfe eines selbst gebauten Holzrahmens (dick und so stabil, dass es der Nagewut zumindest für einige Zeit standhalten wird), konnten wir das größere Gitteroberteil des alten Käfigs weiterhin benutzen. Nun haben die süßen Kleinen eine weitere Zwischenetage und unten im Aquarium die Möglichkeit zu buddeln. Nach anfänglichem Zögern (&#8220;Wer wohnt bloß da unten, und dürfen wir da auch hin?&#8221;) wurde das neue Domizil begeistert aufgenommen.</p>
<p>Januar 2012<br />
Neues Jahr, neues Glück &#8211; aber irgendwie läuft doch alles so weiter wie bisher! Arbeiten gehen, Hausarbeiten schreiben, Nachhilfe geben, Training. Und wenn die Hausarbeit fertig ist, wartet die nächste. Und danach wieder die nächste. Ich bin echt froh, wenn die blöden Hausarbeiten abgearbeitet sind und ich mich ans Examen machen kann. Unglaublich, dass schon wieder der erste Monat des neuen Jahres herum ist&#8230; Jetzt muss ich jedenfalls noch ein bisschen weiter arbeiten ;-)</p>
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		<title>Spaß am Arbeitsplatz</title>
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		<pubDate>Tue, 31 Jan 2012 21:29:20 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Zitat des Tages]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[zitat]]></category>

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		<description><![CDATA[Selbst im größten Stress kann man (meistens) noch seinen Spaß haben &#8211; und wenn es nur Galgenhumor ist. Wir jedenfalls haben heute eine neue Erklärung für das ganze Chaos gefunden: &#8220;Wir machen post-moderne Projekte, da ist De-Konstruktion normal!&#8221;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Selbst im größten Stress kann man (meistens) noch seinen Spaß haben &#8211; und wenn es nur Galgenhumor ist. Wir jedenfalls haben heute eine neue Erklärung für das ganze Chaos gefunden:<br />
&#8220;Wir machen post-moderne Projekte, da ist De-Konstruktion normal!&#8221;</p>
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		<title>Fünf Stunden mit Raja</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Dec 2011 09:46:27 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Wissenswert]]></category>
		<category><![CDATA[Al Jazeera]]></category>
		<category><![CDATA[Anenzephalie]]></category>
		<category><![CDATA[Doku]]></category>
		<category><![CDATA[Tod]]></category>

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		<description><![CDATA[Was tun, wenn man erfährt, dass sein Baby kurz nach der Geburt sterben wird, weil es Anenzephalie hat? Eine schreckliche Frage, die sich mit Sicherheit niemand gerne stellt. Und doch gibt es werdende Eltern, die auf einmal mit der schrecklichen Gewissheit konfrontiert werden, dass sie ihr Baby nie mit nach Hause nehmen werden, dass es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was tun, wenn man erfährt, dass sein Baby kurz nach der Geburt sterben wird, weil es Anenzephalie hat? Eine schreckliche Frage, die sich mit Sicherheit niemand gerne stellt. Und doch gibt es werdende Eltern, die auf einmal mit der schrecklichen Gewissheit konfrontiert werden, dass sie ihr Baby nie mit nach Hause nehmen werden, dass es entweder tot geboren werden oder wenige Stunden oder Tage nach der Geburt sterben wird. <a href="http://www.aljazeera.com/programmes/witness/2011/12/201112148390546755.html">In dieser Doku von Al Jazeera</a> wird eine junge neuseeländische Familie durch diese schreckliche Zeit begleitet, von kurz nach der Diagnose bis zwei Jahre nach Geburt und Tod des kleinen Raja, der nur fünf Stunden zu leben hatte. Es ist eine herzzerreißende Geschichte, eine Geschichte von Freud und Leid, von Trauer und Tapferkeit, von Liebe und Stärke. Sie zeigt uns, dass der Tod zum Leben gehört, ob wir wollen oder nicht, und dass es immer Wege gibt, damit umzugehen zu lernen.</p>
<p>Mich erinnert das an meine eigene Kindheit. Als ich klein war, hatte ich eine sehr gut Freundin, Lydia. Wir haben alles miteinander gemacht, was kleine Mädchen nunmal so machen, waren die besten Freundinnen. Das einzige Problem: Lydia hatte einen angeborenen Herzfehler, war dadurch behindert. Hat mich nicht weiter gestört; sie konnte halt nicht schnell laufen, trug eine Windel und ging in einen anderen Kindergarten, alles nichts dramatisches. Oft war sie kränklich, aber so war das nunmal. Was mir damals nicht klar war: Die Ärzte hatten ihren Eltern schon bei Diagnose des Herzfehlers kurz nach der Geburt gesagt, dass ihr Baby wahrscheinlich nicht lange leben und das erste Jahr wohl nicht überstehen würde. Hat sie aber; allen Prognosen zum Trotz hat sie gelebt. Bis kurz vor ihrem sechsten Geburtstag.</p>
<p>Ich weiß noch genau, wie Lydias Mutter eines Samstag- oder Sonntagmorgens früh bei uns anrief. Sie wollte mit Mama sprechen, die noch im Bett lag und etwas länger schlafen wollte. Ihre Stimme klang seltsam am Telefon; wir wussten sofort, dass was nicht stimmt. Dann erzählte sie meiner Mutter, dass Lydia gestorben sei. Ich erinnere mich sehr genau daran, wie wir alle vier im Wohnzimmer standen und weinten, und dass meine Eltern meinem Bruder und mir versucht haben, begreiflich zu machen, was da passiert sei; ich war fünfeinhalb und erinnere mich nicht an viel aus dieser Zeit, aber daran ganz genau. Und ich erinnere mich auch an ihre Beerdigung. Genauso weiß ich aber auch, dass ich überhaupt nicht verstanden habe, was passiert war, was das alles bedeutete, dass ich wirklich nie wieder mit ihr würde spielen können. Das kam alles erst später.</p>
<p>Ich habe sie nie vergessen, und das werde ich auch nie. Es gibt Fotos von ihr, von uns zusammen. Ich habe nach wie vor ein Andenken an sie, ein kleines Geduldsspiel, dass ich auf ihrem letzten Geburtstag, ihrem fünften, bekam. Ich weiß (oder ahne zumindest) auch, welch schreckliche Belastungsprobe ihr Tod für ihre Familie war, wie ihre Eltern und ihr kleiner Bruder, der das alles ja noch weniger verstehen konnte als ich, darunter gelitten haben müssen. Aber es lässt sich nicht ändern, man kann den Tod nicht immer austricksen. Also müssen wir wohl alle lernen, ihm ins Auge zu blicken und damit umzugehen, wenn wir nicht daran zerbrechen wollen. Und wir können dankbar sein für unsere Gesundheit, und für jeden Tag, den wir mit geliebten Menschen verbringen dürfen.</p>
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		<title>Deutsche Spionagesoftware in totalitären Regimen im Einsatz</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Dec 2011 11:06:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>verena</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Überwachung]]></category>
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		<description><![CDATA[Es wundert einen nicht wirklich, trotzdem ist es immer wieder erschütternd, wie gewissenlos Wirtschaftsunternehmen vorgehen: Da wird Spionagesoftware für z.B. Laptops und Smartphones entwickelt und selbstverständlich an totalitäre Regime verkauft. Ist ja egal, ob damit Kriminelle oder einfach unliebsame politische Opposition ausgespäht wird; Hauptsache, es gibt Geld. Unterstützt übrigens offenbar (indirekt?) von Apple, das Sicherheitslücken [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es wundert einen nicht wirklich, trotzdem ist es immer wieder erschütternd, wie gewissenlos Wirtschaftsunternehmen vorgehen: Da wird Spionagesoftware für z.B. Laptops und Smartphones entwickelt und selbstverständlich an totalitäre Regime verkauft. Ist ja egal, ob damit Kriminelle oder einfach unliebsame politische Opposition ausgespäht wird; Hauptsache, es gibt Geld. Unterstützt übrigens offenbar (indirekt?) von Apple, das Sicherheitslücken bei iTunes zur Installation der Spionagesoftware benutzt wurden. <a href="http://www.taggesschau.de/inland/spionagesoftware104.html" target="_blank">Laut diesem Video der ARD</a> ist deutsche Spähsoftware z.B. in den letzten Jahren in Ägypten (unter Mubarak), Syrien, Iran und Bahrain im Einsatz gewesen.</p>
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		<title>Lesetipp zum Thema Kurdistan</title>
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		<pubDate>Sat, 03 Dec 2011 10:10:56 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Einen sehr interessanter Reisebericht durchs wilde und schöne Kurdistan gibt es hier. Viele der Beobachtungen kann ich nur bestätigen, z.B. die große Toleranz und das Vertrauen, Waren oder sogar über Nacht auf dem Markt stehen zu lassen; Diebstähle scheint es nicht oder kaum zu geben, denn alles, was nicht der Regierung gehört, wird prinzipiell nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Einen sehr interessanter Reisebericht durchs wilde und schöne Kurdistan gibt es <a href="http://bazonline.ch/leben/reisen/Wild-und-schoen-ist-Kurdistan-gefaehrlich-nicht/story/25812189">hier</a>. Viele der Beobachtungen kann ich nur bestätigen, z.B. die große Toleranz und das Vertrauen, Waren oder sogar über Nacht auf dem Markt stehen zu lassen; Diebstähle scheint es nicht oder kaum zu geben, denn alles, was nicht der Regierung gehört, wird prinzipiell nicht angerührt. Und nach Sulaymaniyah möchte ich beim nächsten Mal (wenn alles gut geht, im Frühling) auch gerne. Also: Wer bald nach Kurdistan reist, kann von sich behaupten, vor dem Massentourismus da gewesen zu sein. Es lohnt sich!</p>
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		<title>Abends im Supermarkt</title>
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		<pubDate>Sat, 03 Dec 2011 01:37:57 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Dienstag Abend im Supermarkt stand ein wahrscheinlich türkischer Junge (etwa zehn Jahre alt) an der Kasse hinter mir. Er erzählte seinem Vater gerade, dass er ein neues deutsches Sprichwort gelernt habe: &#8220;Ein Apfel am Tag spendiert den Arzt!&#8220;. Der Vater war sichtlich skeptisch; ich konnte mir das Lachen nicht ganz verkneifen und erklärte, dass dieses [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dienstag Abend im Supermarkt stand ein wahrscheinlich türkischer Junge (etwa zehn Jahre alt) an der Kasse hinter mir. Er erzählte seinem Vater gerade, dass er ein neues deutsches Sprichwort gelernt habe: &#8220;<strong>Ein Apfel am Tag spendiert den Arzt!</strong>&#8220;. Der Vater war sichtlich skeptisch; ich konnte mir das Lachen nicht ganz verkneifen und erklärte, dass dieses Sprichwort mehr Sinn macht, wenn man das &#8220;spendiert&#8221; mit &#8220;spart&#8221; ersetzt. </p>
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		<title>Auf nach Kurdistan! Tag 7 &#8211; Arbil &#8211; Rückflug</title>
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		<pubDate>Sat, 03 Dec 2011 01:12:33 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Montag, 10.10.2011 So wunderbar die Reise bisher verlaufen war, so unerfreulich war der letzte Tag unseres Aufenthaltes für mich. Schon abends bemerkte ich das erste Grummeln und Ziehen im Bauch, und in der Nacht ging es dann so richtig los: Magen-Darm vom Feinsten, wie ich es noch nie erlebt habe. Die mitgebrachten Kohletabletten stellten sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Montag, 10.10.2011</strong></p>
<p>So wunderbar die Reise bisher verlaufen war, so unerfreulich war der letzte Tag unseres Aufenthaltes für mich. Schon abends bemerkte ich das erste Grummeln und Ziehen im Bauch, und in der Nacht ging es dann so richtig los: Magen-Darm vom Feinsten, wie ich es noch nie erlebt habe. Die mitgebrachten Kohletabletten stellten sich als unwirksam heraus, das von allen empfohlene Hammermittel wollte auch nicht so recht wirken. Solange ich nichts aß, schien es besser zu gehen, doch schon ein paar Löffel Hühnerbrühe bescherten dann den Rückfall. Und so verbrachte ich den letzten Urlaubstag im Dämmerzustand im Bett, abgesehen von einem kleinen Spaziergang gegen Abend. Mit der Aussicht, auf den Rückflug in der selben Nacht. Wie sollte ich so bloß eine gut zwölfstündige Reise durchstehen, noch dazu komplett alleine?</p>
<p>Immerhin gelang es uns, die wahrscheinlichste Quelle für die plötzliche Erkrankung zu lokalisieren: Es musste der achso leckere, frisch gepresste Orangensaft aus dem Shanidar Park sein, denn darin war Eis gewesen, das ganz offensichtlich aus Leitungswasser hergestellt war. Für die Einheimischen kein Problem, aber für uns, die wir die Keime vor Ort schlichtweg nicht gewohnt sein, eine heimtückische Quelle für eben jene Durchfallerkrankungen. Die Trinkwasserversorgung in Arbil ist ja an sich nicht schlecht, jedoch wird das Wasser nicht kontinuierlich durch die Leitungen gepumpt, sondern per Pumpe auf die Hausdächer befördert, wo es dann solange in Tanks aufbewahrt wird, bis es gebraucht wird. Bei 30 bis 50° und praller Sonne eine herrliche Brutstätte für Keime aller Art. Also:- in der Nacht Durchfall bekommen, wahrscheinlich vom Eis im O-Saft -> Tag über flach gelegen, Medis helfen kaum Finger weg von allem, was irgendwie mit Leitungswasser in Berührung gekommen sein könnte! </p>
<div id="attachment_1183" class="wp-caption aligncenter" style="width: 235px"><a href="http://verena.henssen.org/wp-content/uploads/2011/12/DSCI4042.jpg"><img src="http://verena.henssen.org/wp-content/uploads/2011/12/DSCI4042-225x300.jpg" alt="so lecker und unschuldig sah der Übeltäter aus" title="so lecker und unschuldig sah der Übeltäter aus" width="225" height="300" class="size-medium wp-image-1183" /></a><p class="wp-caption-text">so lecker und unschuldig sah der Übeltäter aus</p></div>
<p>Abends unternahmen wir den Versuch, zum Abschluss zusammen im Speed Centre zu Essen. Es war ein schöner Abend, auch wenn ich feststellen musste, dass ich von fester Nahrung doch vorerst lieber die Finger lassen sollte. Gegen Mitternacht ging es schließlich zum Flughafen, wo wir uns (mal wieder) die ersten Kontrollen sparen konnten und auch den Polizisten vor dem Flughafen klarmachen konnten, dass wir tatsächlich dort parken würden, obwohl wir kein Bus sind. Nach mehrfachen Sicherheitskontrollen und Check In gingen wir in den Wartebereich. Sehr früh wurde ich zum Boarding aufgerufen, sodass wir uns verabschiedeten und ich zum Gate ging. Dort wurde dann ein ganz besonders strenger Sicherheitscheck durchgeführt, schließlich ging es ja in die Türkei (der Direktflug nach München wurde viel lascher kontrolliert!). Die krasseste Kontrolle, die ich bis dato erlebt habe: Jeder wurde abgetastet, ich als Frau in einer separaten, fensterlosen Kammer, jedes Handgepäckstück wurde ausgeräumt (komplett! Sie hat ins Brillenetui und das Schmuckkästchen geguckt und sogar den Gameboy ausgiebig begutachtet!).</p>
<p>Danach hieß es dann eine gute Stunde warten bis zum Boarding. Mein Magen machte wieder Probleme; gute Aussichten für den Flug&#8230; Um 2:45 Uhr ging es dann schließlich los, ich döste die meiste Zeit, so gut das mit einem stark übergewichtigen Sitznachbar eben ging. Zum Glück spielte mein Magen einigermaßen mit, denn ich hatte einen Fensterplatz, und die andern in der Reihe schliefen die ganze Zeit. Das Frühstück, das an Bord serviert wurde, ließ ich lieber ausfallen; nichtmal das trockene Brötchen wollte meinem Magen zusagen.</p>
<div id="attachment_1185" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://verena.henssen.org/wp-content/uploads/2011/12/DSCI4054.jpg"><img src="http://verena.henssen.org/wp-content/uploads/2011/12/DSCI4054-300x225.jpg" alt="Arbil von oben" title="Arbil von oben" width="300" height="225" class="size-medium wp-image-1185" /></a><p class="wp-caption-text">Arbil von oben</p></div>
<p>5:10: Landung in Istanbul. Und was folgt? Natürlich &#8211; der nächste Sicherheitscheck. Man kommt ja schließlich aus Kurdistan. Blöde, unsinnige Schikane, aber naja&#8230; insgesamt kann ich nur sagen, dass ich mich während der gesamten Reise in Istanbul am unwohlsten gefühlt habe! Die Stadt möchte ich mir gerne mal genauer ansehen, aber nach Kurdistan fliege ich beim nächsten Mal lieber per Direktflug. In den über drei Stunden Aufenthalt hielt ich meinen Magen mit Wasser in Schach und kaufte einige Souvenirs. Um 8:00 Uhr ging schließlich mein Flug nach Düsseldorf, auf dem ich viel gedöst, mich aber auch angeregt mit den beiden Frauen neben mir unterhalten habe. Auch meinem Magen ging es deutlich besser, sodass ich vom Frühstück diesmal zumindest das Brötchen essen konnte. Um 10:30 Ortszeit kam ich endlich müde in Düsseldorf an, und per SBahn ging es dann weiter nach Wuppertal. Gewöhnungsbedürftig war allem der Temperatursturz &#8211; von 30° auf knappe 10°, das war hart. Aber es hat gut getan, eine Woche Sonne zu tanken!</p>
<div id="attachment_1186" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://verena.henssen.org/wp-content/uploads/2011/12/DSCI4056.jpg"><img src="http://verena.henssen.org/wp-content/uploads/2011/12/DSCI4056-300x225.jpg" alt="Warten in Istanbul" title="Warten in Istanbul" width="300" height="225" class="size-medium wp-image-1186" /></a><p class="wp-caption-text">Warten in Istanbul</p></div>
<p>Eins ist sicher: Das war nicht meine letzte Reise nach Kurdistan. Ich habe in dieser knappen Woche so viel gesehen, so viel gelernt, wie ich es mir nicht hätte träumen lassen. Vor allem ist mir aufgefallen, wie wichtig es ist, gelegentlich einmal über den eigenen Tellerrand zu schauen und mal in Gegenden zu reisen, die man nicht kennt und die einem vielleicht sogar suspekt sind. Natürlich ist es sehr hilfreich, wenn man dort jemanden kennt, der einen berät und ein bisschen herumführen kann. Aber spätestens wenn im Frühling die ersten Pauschalreisen von Deutschland aus starten, kann sich jeder guten Gewissens nach Arbil trauen. Ein tolles Land mit einer komplizierten, aber dadurch umso interessanteren Geschichte, ein faszinierende Stadt und eine wunderschöne, wilde Landschaft. Beim nächsten Besuch möchten wir auf jeden Fall mehr vom Umland sehen. Und wenn es zeitlich passt, werde ich versuchen, ein bisschen Kurdisch zu lernen. Damit ich zumindest die Preisschilder lesen und dem Taxifahrer sagen kann, wo ich hin will.</p>
<p>Wie alles begann:<br />
<a href="http://verena.henssen.org/spontanreise-nach-arbil-kurdistan-nordirak-1007">Spontanreise nach Arbil (Kurdistan/Nordirak)</a><br />
<a href="http://verena.henssen.org/auf-nach-kurdistan-tag-1-hinflug-dusseldorf-istanbul-arbil-1032">Auf nach Kurdistan! Tag 1 – Hinflug (Düsseldorf – Istanbul – Arbil)</a><br />
<a href="http://verena.henssen.org/auf-nach-kurdistan-tag-2-arbil-1034">Auf nach Kurdistan! Tag 2 – Arbil</a><br />
<a href="http://verena.henssen.org/auf-nach-kurdistan-tag-3-arbil-1036">Auf nach Kurdistan! Tag 3 – Arbil</a><br />
<a href="http://verena.henssen.org/auf-nach-kurdistan-tag-4-arbil-1038">Auf nach Kurdistan! Tag 4 – Arbil</a><br />
<a href="http://verena.henssen.org/auf-nach-kurdistan-tag-5-dokan-1040">Auf nach Kurdistan! Tag 5 – Dokan</a><br />
<a href="http://verena.henssen.org/auf-nach-kurdistan-tag-6-arbil-1042">Auf nach Kurdistan! Tag 6 – Arbil</a></p>
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		<item>
		<title>Auf nach Kurdistan! Tag 6 &#8211; Arbil</title>
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		<pubDate>Sat, 03 Dec 2011 00:33:33 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Sonntag, 09.10.2011 Gegen Mittag machten wir uns auf den Weg in die Innenstadt, um das Erbil Civilisation Museum zu besuchen. Das ist ein kleines Museum über die archäologische Geschichte dieser uralten Stadt. Es stellte sich als gar nicht so einfach heraus, es ausfindig zu machen, denn es liegt versteckt in einem Hof, an der Fassade [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Sonntag, 09.10.2011</strong></p>
<p>Gegen Mittag machten wir uns auf den Weg in die Innenstadt, um das Erbil Civilisation Museum zu besuchen. Das ist ein kleines Museum über die archäologische Geschichte dieser uralten Stadt. Es stellte sich als gar nicht so einfach heraus, es ausfindig zu machen, denn es liegt versteckt in einem Hof, an der Fassade zur Straße hin gibt es kein Hinweisschild, sodass man es, wenn man von rechts kommt, überhaupt nicht wahrnehmen kann. Wir mussten uns bei Wachleuten und schließlich im Hotel nebenan durchfragen.</p>
<p>Dafür war da Museum selbst durchaus interessant. Wie im Assyrischen Museum waren die Beschriftungen dreisprachig, allerdings insgesamt eher spärlich; wenn man keine Ahnung von der Geschichte des Landes hat, wird man daraus leider nicht allzu viel erfahren können. Trotzdem war es liebevoll eingerichtet, gut in Ordnung und erstaunlicherweise kostenlos. Es gab englischsprachiges Personal, das auch gerne einige kleine Erklärungen beisteuert. Ich denke, sobald mehr europäischer und amerikanischer Tourismus in der Region ist (was bald der Fall sein dürfte; die ersten Pauschalreisen werden schon angeboten bzw. sollen nächstes Jahr starten), dürfte sich auch die Lage in den Museen ändern, denn stärkeres Interesse dürfte auch zur Weiterentwicklung des Angebots- frischer Orangensaft, Café führen, und für Nicht-Muttersprachler ist nunmal vor allem eine gute, ausführliche Beschriftung interessant. Besonders cooles Detail: Man darf zwar nicht fotografieren, aber dafür bekommt man am Ausgang einen ganzen Umschlag mit Postkarten (die einzigen, die wir in ganz Arbil gesehen haben!), Flyern und Broschüren sowie eine Rolle mit mehreren Postern in die Hand gedrückt.</p>
<div id="attachment_1174" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://verena.henssen.org/wp-content/uploads/2011/12/DSCI4022.jpg"><img src="http://verena.henssen.org/wp-content/uploads/2011/12/DSCI4022-300x225.jpg" alt="Eine der diversen Baustellen" title="Eine der diversen Baustellen" width="300" height="225" class="size-medium wp-image-1174" /></a><p class="wp-caption-text">Eine der diversen Baustellen</p></div>
<div id="attachment_1175" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://verena.henssen.org/wp-content/uploads/2011/12/DSCI4025.jpg"><img src="http://verena.henssen.org/wp-content/uploads/2011/12/DSCI4025-300x225.jpg" alt="Basar von Arbil" title="Basar von Arbil" width="300" height="225" class="size-medium wp-image-1175" /></a><p class="wp-caption-text">Basar von Arbil</p></div>
<p>Nach unserem Museumsbesuch spazierten wir durch die Stadt, wieder Richtung Basar, und sahen uns dort noch einmal genauer um. Schließlich machten wir uns zu Fuß auf Richtung Shanidar Park, verfransten uns dieses Mal jedoch hoffnungslos, sodass wir irgendwann ein Taxi riefen und uns hinfahren ließen. Dort angekommen, sahen wir uns zunächst die Überreste des alten Minarets im Minaret Park an und ließen es uns bei Keksen und Schokolade in der Sonne gut gehen. Dann ließen wir den Nachmittag bei einem frisch gepressten Orangensaft im Café im Shanidar Park ausklingen. Sehr lecker, aber dazu später mehr&#8230;</p>
<div id="attachment_1177" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://verena.henssen.org/wp-content/uploads/2011/12/DSCI4027.jpg"><img src="http://verena.henssen.org/wp-content/uploads/2011/12/DSCI4027-300x225.jpg" alt="Minaret Park" title="Minaret Park" width="300" height="225" class="size-medium wp-image-1177" /></a><p class="wp-caption-text">Minaret Park</p></div>
<div id="attachment_1178" class="wp-caption aligncenter" style="width: 235px"><a href="http://verena.henssen.org/wp-content/uploads/2011/12/DSCI4034.jpg"><img src="http://verena.henssen.org/wp-content/uploads/2011/12/DSCI4034-225x300.jpg" alt="das Minaret, das dem Minaret Park seinen Namen gibt" title="das Minaret, das dem Minaret Park seinen Namen gibt" width="225" height="300" class="size-medium wp-image-1178" /></a><p class="wp-caption-text">das Minaret, das dem Minaret Park seinen Namen gibt</p></div>
<div id="attachment_1179" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://verena.henssen.org/wp-content/uploads/2011/12/DSCI4043.jpg"><img src="http://verena.henssen.org/wp-content/uploads/2011/12/DSCI4043-300x225.jpg" alt="Shanidar Park, Arbil" title="Shanidar Park, Arbil" width="300" height="225" class="size-medium wp-image-1179" /></a><p class="wp-caption-text">Shanidar Park, Arbil</p></div>
<p>Abends aßen wir zusammen, diesmal Hähnchen, was in Kurdistan das &#8220;Standard-Gericht&#8221; zu sein scheint: Hähnchen ist, im Gegensatz zu anderen Fleischsorten, sehr billig, was auf die Massenhaltung der Tiere in Legebatterien zurückzuführen ist. Eier beispielsweise werden im Supermarkt in 36er-Paletten verkauft. Ansonsten ist die Lebensmittelversorgung sehr gut; es gibt im Supermarkt oder auf dem Basar eigentlich alles zu kaufen, was man sich vorstellen kann. Auch diverse europäische und amerikanische Produkte gibt es dort. Insgesamt sind die Lebensmittel oft recht teuer, aber da es, wie wir erfuhren, in Kurdistan so gut wie keine Steuern gibt, haben die Menschen auch fast 100% ihres Lohnes in der Tasche. Zudem hat der Arbeitgeber für das leibliche Wohl seiner Angestellten zu sorgen, und die ärztliche Versorgung im Krankenhaus ist kostenlos. Der einheimischen Bevölkerung geht es im Schnitt so gut, dass man im Dienstleistungssektor fast kaum Kurden findet, sondern fast nur Gastarbeiter aus den Nachbarländern, anderen Teilen des Irak oder aus Nepal. Klingt alles gar nicht so schlecht, wie man sich das leben im Irak so vorstellt, hmm? ;-) Aber so läuft das wohl in einem Land, das von seinen Ölreserven profitiert.</p>
<p>Bei einem Abendspaziergang kauften wir frisches Obst am Stand vor dem Supermarkt in Ankawar. Interessantes Detail: Gemüse gibt es zum Pauschalpreis von 1000 Dinar pro Kilo, Obst für 2000 Dinar pro Kilo, egal, um welche Sorte es sich handelt. Dafür gibt es an diesen Ständen dann vor allem lokale Produkte. Schade nur, wenn man eine exotische Frucht probiert hat und leider den Namen nicht herausfinden kann, weil es ja leider keine Beschriftungen in lateinischen Buchstaben gibt und die Verkäufer kaum jemals Englisch sprechen. Eine andere Erfahrung haben wir übrigens in der Apotheke gemacht: Dort wurden wir in recht gutem Englisch bedient und bekamen auch das gewünschte Penizilin für unseren Gastgeber, wenn auch als Folienstreifen, nicht als ganze Packung. Dafür eben zum unschlagbaren Preis von einem knappen Euro für acht Tabletten. Und selbstverständlich ohne Rezept.</p>
<p>Wie alles begann:<br />
<a href="http://verena.henssen.org/spontanreise-nach-arbil-kurdistan-nordirak-1007">Spontanreise nach Arbil (Kurdistan/Nordirak)</a><br />
<a href="http://verena.henssen.org/auf-nach-kurdistan-tag-1-hinflug-dusseldorf-istanbul-arbil-1032">Auf nach Kurdistan! Tag 1 – Hinflug (Düsseldorf – Istanbul – Arbil)</a><br />
<a href="http://verena.henssen.org/auf-nach-kurdistan-tag-2-arbil-1034">Auf nach Kurdistan! Tag 2 – Arbil</a><br />
<a href="http://verena.henssen.org/auf-nach-kurdistan-tag-3-arbil-1036">Auf nach Kurdistan! Tag 3 – Arbil</a><br />
<a href="http://verena.henssen.org/auf-nach-kurdistan-tag-4-arbil-1038">Auf nach Kurdistan! Tag 4 – Arbil</a><br />
<a href="http://verena.henssen.org/auf-nach-kurdistan-tag-5-dokan-1040">Auf nach Kurdistan! Tag 5 – Dokan</a><br />
Wie es weiterging:<br />
<a href="http://verena.henssen.org/auf-nach-kurdistan-tag-7-arbil-ruckflug-1044">Auf nach Kurdistan! Tag 7 – Arbil – Rückflug</a></p>
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		<title>Auf nach Kurdistan! Tag 5 &#8211; Dokan</title>
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		<pubDate>Wed, 09 Nov 2011 09:52:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>verena</dc:creator>
				<category><![CDATA[Urlaub]]></category>
		<category><![CDATA[Arbil]]></category>
		<category><![CDATA[Dokan]]></category>
		<category><![CDATA[Irak]]></category>
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		<category><![CDATA[Reisebericht]]></category>

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		<description><![CDATA[Samstag, 08.10.2011 Nach einem gemütlichen Frühstück beschlossen wir, dass es an der Zeit war, sich auch die Gegend um Arbil herum anzuschauen. Wir entschlossen uns zu einem vergleichsweise kleinen Ausflug nach Dokan, ein Ort in den Bergen etwa 150km von Arbil entfernt. Mit dem Jeep und einem ortskundigen Fahrer, der keine Angst vor den heftigen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Samstag, 08.10.2011</strong></p>
<p>Nach einem gemütlichen Frühstück beschlossen wir, dass es an der Zeit war, sich auch die Gegend um Arbil herum anzuschauen. Wir entschlossen uns zu einem vergleichsweise kleinen Ausflug nach Dokan, ein Ort in den Bergen etwa 150km von Arbil entfernt. Mit dem Jeep und einem ortskundigen Fahrer, der keine Angst vor den heftigen Kurven und bedrohlichen Überholmanövern anderer Verkehrsteilnehmer hat, waren das gut zwei Stunden pro Richtung.</p>
<div id="attachment_1157" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://verena.henssen.org/wp-content/uploads/2011/11/DSCI3941.jpg"><img src="http://verena.henssen.org/wp-content/uploads/2011/11/DSCI3941-300x225.jpg" alt="Straße in die Berge" title="Straße in die Berge" width="300" height="225" class="size-medium wp-image-1157" /></a><p class="wp-caption-text">Straße in die Berge</p></div>
<div id="attachment_1158" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://verena.henssen.org/wp-content/uploads/2011/11/DSCI3944.jpg"><img src="http://verena.henssen.org/wp-content/uploads/2011/11/DSCI3944-300x225.jpg" alt="Blick ins Tal" title="Blick ins Tal" width="300" height="225" class="size-medium wp-image-1158" /></a><p class="wp-caption-text">Blick ins Tal</p></div>
<p>Die Fahrt durch die Berge war schlichtweg atemberaubend. Obwohl das Land vergleichsweise karg wirkt, ist es doch faszinierend und, finde ich zumindest, wunderschön. Ein bisschen hat es mich an Australiens Red Center erinnert, es ist aber doch deutlich fruchtbarer. Die Erde hat zumeist einen deutlich rötlichen Ton (auf den Fotos etwas blasser als in echt), an vielen Stellen wachsen Sträucher. Gerade auf den Berghängen wachsen auch viele Bäume, was damit zusammenhängt, dass dort im Frühling das Wasser (Schneeschmelze in den Bergen sowie &#8220;Regenzeit&#8221;) herunterfließt. Stellenweise sieht man kleine Oasen, wo durchgängig ein Bächlein fließt. Im Frühling muss es hier noch schöner sein, denn dann grünt und blüht hier alles.</p>
<p><a href="http://verena.henssen.org/wp-content/uploads/2011/11/DSCI3946.jpg"><img src="http://verena.henssen.org/wp-content/uploads/2011/11/DSCI3946-300x225.jpg" alt="Bergkette" title="Bergkette" width="300" height="225" class="aligncenter size-medium wp-image-1159" /></a></p>
<p>In der Nähe von Dörfern und kleinen Städten sieht man häufig Schaf- und Ziegenherden, die neben der Straße oder am Fuß der Berge weiden, oft auch Esel, Kühe und gelegentlich Pferde. Sie werden von Hirten betreut oder gehören zu Nomaden, die dort ihre Zelte aufgeschlagen haben oder in Hütten leben. Doch auch hier merkt man, wie sich das traditionelle Leben mit europäischen Einflüssen vermischt, sei es an Gebäuden oder der Kleidung der Menschen. Gelegentlich fährt man an einzelnen Ruinen vorbei; die traurigen Überreste von Dörfern, die nach den letzten Kriegen nicht wieder aufgebaut wurden. </p>
<div id="attachment_1160" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://verena.henssen.org/wp-content/uploads/2011/11/DSCI3947.jpg"><img src="http://verena.henssen.org/wp-content/uploads/2011/11/DSCI3947-300x225.jpg" alt="Blick ins Tal" title="Blick ins Tal" width="300" height="225" class="size-medium wp-image-1160" /></a><p class="wp-caption-text">Blick ins Tal</p></div>
<p>Gelegentlich kommt man an Check Points vorbei, an denen Polizisten Pass- und Fahrzeugkontrollen durchführen können, wenn ihnen etwas komisch vorkommt. Als Tourist kann man Glück oder Pech; viele Polizisten winken einen wegen des europäischen Äußeren gleich durch, andere wollen gerade deshalb die Ausweise sehen. Mehr können sie eigentlich nicht tun, aber der Anblick ihrer Maschinengewehre ist trotzdem etwas beängstigend. Für mich als jemand, der nie ernsthafte Grenzkontrollen erlebt hat, eine durchaus einschüchternde Erfahrung. </p>
<div id="attachment_1161" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://verena.henssen.org/wp-content/uploads/2011/11/DSCI3953.jpg"><img src="http://verena.henssen.org/wp-content/uploads/2011/11/DSCI3953-300x225.jpg" alt="Wir nähern uns der Bergkuppe" title="Wir nähern uns der Bergkuppe" width="300" height="225" class="size-medium wp-image-1161" /></a><p class="wp-caption-text">Wir nähern uns der Bergkuppe</p></div>
<p>Weiter geht es, hinein in die Berge. Die Straße wird schmaler, die Kurven enger, die Landschaft atemberaubend schön. Häufig überholen wir Lastwagen, sogar in den Kurven, teilweise sogar trotz Gegenverkehr (uwaaah!). So ist das eben dort, das machen alle so. Erstaunlicherweise ist die Straße ziemlich gut in Ordnung; sie ist noch recht neu. Wir überlegen, wie toll es hier zum Motorrad fahren sein muss wegen der Kurven, aber wenn ich mir die Fahrweise der Autos und LKW anschaue, bekomme ich Angst um mein Leben. Nur ein Ausrutscher, ein Verschätzen, ein unachtsames Überholmanöver des Gegenverkehrs, und der Abgrund ruft.</p>
<div id="attachment_1162" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://verena.henssen.org/wp-content/uploads/2011/11/DSCI3963.jpg"><img src="http://verena.henssen.org/wp-content/uploads/2011/11/DSCI3963-300x225.jpg" alt="atemberaubender Ausblick" title="atemberaubender Ausblick" width="300" height="225" class="size-medium wp-image-1162" /></a><p class="wp-caption-text">atemberaubender Ausblick</p></div>
<div id="attachment_1163" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://verena.henssen.org/wp-content/uploads/2011/11/DSCI3965.jpg"><img src="http://verena.henssen.org/wp-content/uploads/2011/11/DSCI3965-300x225.jpg" alt="Blick über Dokan und den Dokan-See" title="Blick über Dokan und den Dokan-See" width="300" height="225" class="size-medium wp-image-1163" /></a><p class="wp-caption-text">Blick über Dokan und den Dokan-See</p></div>
<p>Wir kommen in Dokan an, fahren durch den Ort und am Stausee vorbei zu einem Aussichtspunkt. Der Dokan-See ist erstaunlich groß, die kleine Stadt scheint ganz gut vom Fischfang zu leben. Es ist faszinierend, wie unachtsam offensichtlich mit der Umwelt umgegangen wird; obwohl es sich hier um ein beliebtes Ausflugsziel handelt, wird Müll gnadenlos fallen gelassen, wo man gerade steht. So entstehen regelrechte Müllhalden am Ufer des ansonsten schön gelegenen Stausees, oder auch mitten in der Stadt, im Rinnstein oder an Baustellen. </p>
<div id="attachment_1164" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://verena.henssen.org/wp-content/uploads/2011/11/DSCI3979.jpg"><img src="http://verena.henssen.org/wp-content/uploads/2011/11/DSCI3979-300x225.jpg" alt="Dokan-See" title="Dokan-See" width="300" height="225" class="size-medium wp-image-1164" /></a><p class="wp-caption-text">Dokan-See</p></div>
<div id="attachment_1165" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://verena.henssen.org/wp-content/uploads/2011/11/DSCI3985.jpg"><img src="http://verena.henssen.org/wp-content/uploads/2011/11/DSCI3985-300x225.jpg" alt="Hotelanlage am Dokan-See" title="Hotelanlage am Dokan-See" width="300" height="225" class="size-medium wp-image-1165" /></a><p class="wp-caption-text">Hotelanlage am Dokan-See</p></div>
<div id="attachment_1166" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://verena.henssen.org/wp-content/uploads/2011/11/DSCI3984.jpg"><img src="http://verena.henssen.org/wp-content/uploads/2011/11/DSCI3984-300x225.jpg" alt="Blick übern Dokan-See" title="Blick übern Dokan-See" width="300" height="225" class="size-medium wp-image-1166" /></a><p class="wp-caption-text">Blick übern Dokan-See</p></div>
<p>Direkt am See gelegen ist ein hübsches, kürzlich modernisiertes Hotel. Wir kehren dort auf eine Cola ein, schauen uns die Hotelanlage mit Swimming Pool, Tennisplatz, Casino und Ferienhütten an. Von vielen Zimmern aus muss man einen guten Blick über den See haben. Auch die Preise sind in Ordnung; für 100$, also etwa 80€, bekommt man ein Zimmer im Hauptgebäude, inklusive Frühstück, ein kleines Zimmer direkt am Hang mit Seeblick sogar für 80$. </p>
<div id="attachment_1167" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://verena.henssen.org/wp-content/uploads/2011/11/DSCI4003.jpg"><img src="http://verena.henssen.org/wp-content/uploads/2011/11/DSCI4003-300x225.jpg" alt="die Sonne geht unter" title="die Sonne geht unter" width="300" height="225" class="size-medium wp-image-1167" /></a><p class="wp-caption-text">die Sonne geht unter</p></div>
<div id="attachment_1168" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://verena.henssen.org/wp-content/uploads/2011/11/DSCI4009.jpg"><img src="http://verena.henssen.org/wp-content/uploads/2011/11/DSCI4009-300x225.jpg" alt="Sonnenuntergang" title="Sonnenuntergang" width="300" height="225" class="size-medium wp-image-1168" /></a><p class="wp-caption-text">Sonnenuntergang</p></div>
<p>Wir machen uns auf den Rückweg, der recht unspektakulär verläuft. Wir machen noch einige schöne Fotos, zumeist aus dem fahrenden Auto heraus, weil man ja nicht dauernd anhalten kann. Hinzu kommen einige spektakuläre Überholmanöver, eine Notbremsung wegen eines toten Tiers auf der Fahrbahn und eine Schrecksekunde, als uns während einer Ortsdurchfahrt beinahe ein kleines Mädchen vor&#8217;s Auto rennt.</p>
<div id="attachment_1169" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://verena.henssen.org/wp-content/uploads/2011/11/DSCI4015.jpg"><img src="http://verena.henssen.org/wp-content/uploads/2011/11/DSCI4015-300x225.jpg" alt="Sonnenuntergang" title="Sonnenuntergang" width="300" height="225" class="size-medium wp-image-1169" /></a><p class="wp-caption-text">Sonnenuntergang</p></div>
<p>Krönender Abschluss dieses tollen Tages wird das Abendessen im Restaurant Dawa 2. So etwas habe ich noch nie erlebt: Es gibt keine Speisekarten, denn man sucht sich sein Essen nicht aus; stattdessen wird einem von diversen Gerichten ein bisschen gebracht. Allein die Auswahl an Vorspeisen ist so reichhaltig, dass sie problemlos als Viergangmenü durchgehen würde! Ich komme kaum hinterher; dauernd packt mir ein Kellner noch mehr auf den Teller, ein bisschen hiervon, ein bisschen davon, eine Schale Suppe, und vor allem Fleisch, viel Fleisch. Spektakulärer Anblick: Auf einem Schwert aufgespießt wird Hähnchenfleisch mit Paprikaschoten gebracht, in einer mit Alufolie zugedeckten Amphore eine Art Gulasch. Es ist alles unglaublich lecker (okay, Linsensuppe mit Pflaumen ist nicht mein Fall, aber das meiste andere war super!), und es ist gut, dass ich all das probiert habe, was ich mich sonst wohl eher nicht getraut hätte. Als ich glaube, bald zu platzen, erfahre ich, dass wir den Hauptgang auslassen werden &#8211; alles bisherige war bloß die Vorspeise! Und nun folgt noch der Nachtisch, natürlich wieder eine Auswahl von leckeren Dingen. Als wir fertig sind, kann ich mich kaum noch bewegen, so lecker war alles. So ein Restaurant wünsche ich mir hier auch! Vor allem zu dem Preis; inklusive Getränken lagen wir, sofern ich das richtig mitbekommen habe, bei deutlich unter 20€ pro Person. Es wäre auch das Doppelte wert gewesen!</p>
<p>Wie alles begann:<br />
<a href="http://verena.henssen.org/spontanreise-nach-arbil-kurdistan-nordirak-1007">Spontanreise nach Arbil (Kurdistan/Nordirak)</a><br />
<a href="http://verena.henssen.org/auf-nach-kurdistan-tag-1-hinflug-dusseldorf-istanbul-arbil-1032">Auf nach Kurdistan! Tag 1 – Hinflug (Düsseldorf – Istanbul – Arbil)</a><br />
<a href="http://verena.henssen.org/auf-nach-kurdistan-tag-2-arbil-1034">Auf nach Kurdistan! Tag 2 – Arbil</a><br />
<a href="http://verena.henssen.org/auf-nach-kurdistan-tag-3-arbil-1036">Auf nach Kurdistan! Tag 3 – Arbil</a><br />
<a href="http://verena.henssen.org/auf-nach-kurdistan-tag-4-arbil-1038">Auf nach Kurdistan! Tag 4 – Arbil</a><br />
Wie es weiterging:<br />
<a href="http://verena.henssen.org/auf-nach-kurdistan-tag-6-arbil-1042">Auf nach Kurdistan! Tag 6 – Arbil</a><br />
<a href="http://verena.henssen.org/auf-nach-kurdistan-tag-7-arbil-ruckflug-1044">Auf nach Kurdistan! Tag 7 – Arbil – Rückflug</a></p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Auf nach Kurdistan! Tag 4 &#8211; Arbil</title>
		<link>http://verena.henssen.org/auf-nach-kurdistan-tag-4-arbil-1038</link>
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		<pubDate>Tue, 08 Nov 2011 23:07:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>verena</dc:creator>
				<category><![CDATA[Urlaub]]></category>
		<category><![CDATA[Arbil]]></category>
		<category><![CDATA[Irak]]></category>
		<category><![CDATA[Kuridstan]]></category>
		<category><![CDATA[Reisebericht]]></category>

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		<description><![CDATA[Freitag, 07.10.2011 Der Tag begann mit einem ausgiebigen Frühstück am Buffet des Hotel Rotana, dem (laut unseren Gastgebern) besten Hotel in Arbil. Es war definitiv ein gutes Brunchbuffet, mit allem, was man sich wünscht: frisches Obst, diverse Brot-, Gebäck- und Müslisorten und frisch zubereitete Pancakes und Rührei. Entsprechend war auch der Preis. Lustig ist immer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Freitag, 07.10.2011</strong></p>
<p>Der Tag begann mit einem ausgiebigen Frühstück am Buffet des Hotel Rotana, dem (laut unseren Gastgebern) besten Hotel in Arbil. Es war definitiv ein gutes Brunchbuffet, mit allem, was man sich wünscht: frisches Obst, diverse Brot-, Gebäck- und Müslisorten und frisch zubereitete Pancakes und Rührei. Entsprechend war auch der Preis. Lustig ist immer die Bezahlung solcher Rechnungen: Man kann oft in Dollar bezahlen (nicht auf dem Basar, aber in größeren Läden und Restaurants), natürlich zu einem entsprechend schlechten Kurs. Herausgegeben wird dann wiederum in Dinar, wiederum abgerundet und mit entsprechend schlechtem Kurs, sodass man doppelt und dreifach drauf zahlt. Aber selbst wenn man in Dinar bezahlt, wird wie selbstverständlich aufgerundet: Der kleinste Schein in dieser Währung ist ein 250er, Münzgeld gibt es nicht. Kauft man ein, kommt man leicht auf einen Betrag wie 10800, der dann selbstverständlich auf 11000 aufgerundet wird; das kann sich ganz schön läppern, zumal bei Touristen gerne auch mal Beträge wie 10550 auf 11000 aufgerundet werden. Und in kleineren Läden oder Taxen, in denen man keine Möglichkeit zur Verständigung hat, hält man dann notgedrungen einfach ein paar Scheine hin, die man für angemessen hält. Manchmal bekommt man was zurück, manchmal nicht, aber am zufriedenen Grinsen des Händlers/Fahrers erkennt man dann meistens, wenn man grade &#8220;freiwillig&#8221; das Doppelte bezahlt hat. Aber was soll&#8217;s; auf die paar Cent Unterschied kommt es uns in den meisten Fällen kaum an.</p>
<div id="attachment_1140" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://verena.henssen.org/wp-content/uploads/2011/11/DSCI3876.jpg"><img src="http://verena.henssen.org/wp-content/uploads/2011/11/DSCI3876-300x225.jpg" alt="großzügige Parkanlagen in Arbil" title="großzügige Parkanlagen in Arbil" width="300" height="225" class="size-medium wp-image-1140" /></a><p class="wp-caption-text">großzügige Parkanlagen in Arbil</p></div>
<div id="attachment_1141" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://verena.henssen.org/wp-content/uploads/2011/11/DSCI3879.jpg"><img src="http://verena.henssen.org/wp-content/uploads/2011/11/DSCI3879-300x225.jpg" alt="Teichanlagen" title="Teichanlagen" width="300" height="225" class="size-medium wp-image-1141" /></a><p class="wp-caption-text">Teichanlagen</p></div>
<div id="attachment_1143" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://verena.henssen.org/wp-content/uploads/2011/11/DSCI3898.jpg"><img src="http://verena.henssen.org/wp-content/uploads/2011/11/DSCI3898-300x225.jpg" alt="Leuchtreklame Arbil Style" title="Leuchtreklame Arbil Style" width="300" height="225" class="size-medium wp-image-1143" /></a><p class="wp-caption-text">Leuchtreklame Arbil Style</p></div>
<p>Nach dem Frühstück wurden wir im Park Sami Abdulrahman abgesetzt, einer riesigen Parkanlage nordwestlich des Stadtzentrums. Wir liefen den letzten Teilnehmern des 1st International Erbil Marathon for Peace and [den Rest hab ich vergessen] über den Weg; meine Hochachtung an all jene, die da bei guten 30° mitgelaufen sind! Der Park ist schön angelegt, von den großen Straßen ringsum bekommt man nichts mit. Es gibt breite asphaltierte Wege zwischen den Bäumen, die Rasenflächen werden mit viel Mühe und Unmengen Wasser grün gehalten, es gibt blühende Blumen und Büsche. Hinzu kommen zwei große Teiche, auf denen man Tretboot fahren kann. Überhaupt wird hier mit Wasser geradezu geaast: Überall in der Stadt gibt es Springbrunnen, mehrere große Parkanlagen, die Menschen verbrauchen unglaublich viel Wasser. Beim Putzen scheint es z.B. üblich zu sein, einfach zwei Eimer Wasser in den zu putzenden Raum zu schütten, eine halbe Flasche Putzmittel reinzukippen und dann einmal durchzuwischen (so geschehen bei unseren Gastgebern mit diversen einheimischen Putzfrauen, sogar in Räumen mit frisch verlegtem Teppichboden&#8230;).</p>
<div id="attachment_1142" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://verena.henssen.org/wp-content/uploads/2011/11/DSCI3889.jpg"><img src="http://verena.henssen.org/wp-content/uploads/2011/11/DSCI3889-300x225.jpg" alt="Springbrunnen in Arbil" title="Springbrunnen in Arbil" width="300" height="225" class="size-medium wp-image-1142" /></a><p class="wp-caption-text">Springbrunnen in Arbil</p></div>
<div id="attachment_1144" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://verena.henssen.org/wp-content/uploads/2011/11/DSCI3902.jpg"><img src="http://verena.henssen.org/wp-content/uploads/2011/11/DSCI3902-300x225.jpg" alt="Zitadelle" title="Zitadelle" width="300" height="225" class="size-medium wp-image-1144" /></a><p class="wp-caption-text">Zitadelle</p></div>
<div id="attachment_1145" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://verena.henssen.org/wp-content/uploads/2011/11/DSCI3907.jpg"><img src="http://verena.henssen.org/wp-content/uploads/2011/11/DSCI3907-300x225.jpg" alt="Blick über Arbil" title="Blick über Arbil" width="300" height="225" class="size-medium wp-image-1145" /></a><p class="wp-caption-text">Blick über Arbil</p></div>
<p>Nachdem wir quer durch den Park gelaufen waren, suchten wir zu Fuß nach einem Weg in die Innenstadt, um uns dort weiter umzusehen. Das ist ohne Karte gar nicht so einfach (es gibt scheinbar keine guten Karten der Stadt), aber zum Glück ist die Zitadelle an den großen Straßen häufig beschildert. Wieder erklommen wir die Zitadelle, sahen uns auf dem Basar und dem Markt in den kleinen Straßen um die Zitadelle herum an. Da der Freitag schon Wochenende ist, war nicht allzu viel los, sodass man ohne großes Gedränge durchkam. Man bekommt hier alles, von Lebensmitteln über Gewürze und Elektrogeräten bis hin zu Kinderspielzeug. Immer in einer seltsam anmutenden Mischung aus Tradition und Anpassung an europäische Gepflogenheiten.</p>
<div id="attachment_1146" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://verena.henssen.org/wp-content/uploads/2011/11/DSCI3916.jpg"><img src="http://verena.henssen.org/wp-content/uploads/2011/11/DSCI3916-300x225.jpg" alt="auf der Zitadelle" title="auf der Zitadelle" width="300" height="225" class="size-medium wp-image-1146" /></a><p class="wp-caption-text">auf der Zitadelle</p></div>
<div id="attachment_1147" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://verena.henssen.org/wp-content/uploads/2011/11/DSCI3919.jpg"><img src="http://verena.henssen.org/wp-content/uploads/2011/11/DSCI3919-300x225.jpg" alt="Blick von der Zitadelle" title="Blick von der Zitadelle" width="300" height="225" class="size-medium wp-image-1147" /></a><p class="wp-caption-text">Blick von der Zitadelle</p></div>
<p>Als wir müde wurden, machten wir uns auf den Weg zurück in den Park, in dem wir morgens gewesen waren. Dort machten wir es uns für einige Stunden an den Teichen bequem und ruhten uns aus. Da Wochenende war, füllte sich der Park zunehmend mit Einheimischen, die sich in kleinen und größeren Grüppchen und bei lauter Musik (es tut mir echt leid, aber für mich klingt es eher nach Gejammer&#8230;) amüsierten. Auf den Teichen wurden sogar Bootsfahrten angeboten, entweder in kleinen Tretbooten oder auf einem erstaunlich großen Motorboot, das recht heftige Wellen verursachte.</p>
<div id="attachment_1148" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://verena.henssen.org/wp-content/uploads/2011/11/DSCI3931.jpg"><img src="http://verena.henssen.org/wp-content/uploads/2011/11/DSCI3931-300x225.jpg" alt="riesiger Spielplatz im Park" title="riesiger Spielplatz im Park" width="300" height="225" class="size-medium wp-image-1148" /></a><p class="wp-caption-text">riesiger Spielplatz im Park</p></div>
<p>Der Rückweg war nicht ganz unkompliziert; ohne Plan verliert man leicht den Überblick, wo man sich in etwa befindet, aber schließlich fanden wir doch den Weg zur nächsten großen Kreuzung und von da aus ein Taxi nach Hause. </p>
<p>Wie alles begann:<br />
<a href="http://verena.henssen.org/spontanreise-nach-arbil-kurdistan-nordirak-1007">Spontanreise nach Arbil (Kurdistan/Nordirak)</a><br />
<a href="http://verena.henssen.org/auf-nach-kurdistan-tag-1-hinflug-dusseldorf-istanbul-arbil-1032">Auf nach Kurdistan! Tag 1 – Hinflug (Düsseldorf – Istanbul – Arbil)</a><br />
<a href="http://verena.henssen.org/auf-nach-kurdistan-tag-2-arbil-1034">Auf nach Kurdistan! Tag 2 – Arbil</a><br />
<a href="http://verena.henssen.org/auf-nach-kurdistan-tag-3-arbil-1036">Auf nach Kurdistan! Tag 3 – Arbil</a><br />
Wie es weiterging:<br />
<a href="http://verena.henssen.org/auf-nach-kurdistan-tag-5-dokan-1040">Auf nach Kurdistan! Tag 5 – Dokan</a><br />
<a href="http://verena.henssen.org/auf-nach-kurdistan-tag-6-arbil-1042">Auf nach Kurdistan! Tag 6 – Arbil</a><br />
<a href="http://verena.henssen.org/auf-nach-kurdistan-tag-7-arbil-ruckflug-1044">Auf nach Kurdistan! Tag 7 – Arbil – Rückflug</a></p>
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