<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Verenas Welt</title>
	<atom:link href="http://verena.henssen.org/feed" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://verena.henssen.org</link>
	<description>Was das Leben als Studentin in Wuppertal so bringt</description>
	<lastBuildDate>Sat, 31 Mar 2012 09:21:55 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.3.2</generator>
		<item>
		<title>Die schönsten Zitate vom LPT</title>
		<link>http://verena.henssen.org/die-schonsten-zitate-vom-lpt-1251</link>
		<comments>http://verena.henssen.org/die-schonsten-zitate-vom-lpt-1251#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 31 Mar 2012 09:21:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>verena</dc:creator>
				<category><![CDATA[Piraten]]></category>
		<category><![CDATA[LPT]]></category>
		<category><![CDATA[NRW]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://verena.henssen.org/?p=1251</guid>
		<description><![CDATA[Mein persönlicher Favorit war ja am Sonntag Morgen: &#8220;Achtung, eine Durchsage! Die Vertreter des Verfassungsschutzes bitte zum Akkreditierungstisch!&#8221; Dann gab es während der Kandidatenvorstellung dauernd Bezüge zu Familienstand, Kindern etc., und das z.T. in einer Ausführlichkeit, die an Ironie grenzte: &#8220;Hallo, ich bin xy, z Jahre alt, bin seit zehn Jahren verheiratet, habe zwei Kinder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mein persönlicher Favorit war ja am Sonntag Morgen: &#8220;Achtung, eine Durchsage! Die Vertreter des Verfassungsschutzes bitte zum Akkreditierungstisch!&#8221;</p>
<p>Dann gab es während der Kandidatenvorstellung dauernd Bezüge zu Familienstand, Kindern etc., und das z.T. in einer Ausführlichkeit, die an Ironie grenzte: &#8220;Hallo, ich bin xy, z Jahre alt, bin seit zehn Jahren verheiratet, habe zwei Kinder und eine Katze.&#8221;</p>
<p>Ein absolutes Highlight waren die beiden LINKE-Mitglieder, die vor der Halle demonstriert haben, und zwar gegen die angeblich so menschenverachtende Sozialpolitik der Piraten. Schön, dass ihnen erstmal Kaffe angeboten und beim Flicken des eingerissenen Plakats geholfen wurde. Nachdem ihnen dann dazu gratuliert worden war, dass sie tatsächlich den ganzen Landesverband der Linken &#8211; also alle beide &#8211; zu dieser Demo motiviert hätten, hatten sie irgendwann keine Lust mehr. *g*</p>
<p>Ansonsten war die <a href="http://www.nyan.cat/">Nyancat</a> ein beliebtes Mittel, um die Pausen zu verkürzen &#8211; bis die Technik nach einer halben Stunde non-stop Morddrohungen deswegen bekam ;-)</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://verena.henssen.org/die-schonsten-zitate-vom-lpt-1251/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>LPT NRW 2012.1</title>
		<link>http://verena.henssen.org/lpt-nrw-2012-1-1249</link>
		<comments>http://verena.henssen.org/lpt-nrw-2012-1-1249#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 31 Mar 2012 09:12:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>verena</dc:creator>
				<category><![CDATA[Piraten]]></category>
		<category><![CDATA[LPT]]></category>
		<category><![CDATA[NRW]]></category>
		<category><![CDATA[Wahl]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlkampf]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://verena.henssen.org/?p=1249</guid>
		<description><![CDATA[Nach dem Scheitern des Haushalts in NRW stehen nun für den 13.05. Neuwahlen an; eine große Herausforderung für alle Parteien, denn die Neuwahlen sind innerhalb von höchstens 60 Tagen abzuhalten. Das stellt insbesondere kleinere Parteien vor einen großen Berg Organisation und einen Wahlkampf in Rekordgeschwindigkeit. Besonders die Piratenpartei steht damit vor der wahrscheinlich größten Herausforderung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach dem Scheitern des Haushalts in NRW stehen nun für den 13.05. Neuwahlen an; eine große Herausforderung für alle Parteien, denn die Neuwahlen sind innerhalb von höchstens 60 Tagen abzuhalten. Das stellt insbesondere kleinere Parteien vor einen großen Berg Organisation und einen Wahlkampf in Rekordgeschwindigkeit. Besonders die Piratenpartei steht damit vor der wahrscheinlich größten Herausforderung ihres bisherigen Bestehens: drei Landtagswahlen in zwei Monaten (Saarland, Schleswig-Holstein und NRW), davon zwei unerwartet. Das bedeutet viel Aufwand und macht Engagement von allen Seiten notwendig: Wo möglich bieten Landesverbände und Einzelpersonen ihre Unterstützung an, sei es beim Sammeln von Unterschriften, dem Aufhängen der Plakate oder der Schulung des Presseteams. Da ist dann jedes bisschen Erfahrung, dass vor allem die Berliner Piraten seit ihrem Einzug ins Abgeordnetenhaus im September 2011 gesammelt haben, enorm wichtig. </p>
<p>In NRW ist nun die Hölle los. Auf einem ersten außerplanmäßigen Landesparteitag (LPT) am 24./25.03. in Münster wurde die Landesliste gewählt, auf einem zweiten am 14./15.04. wird das Wahlprogramm verfeinert. Entgegen gängiger Vorurteile hat die Piratenpartei nämlich sehr wohl ein Programm, und das ist alles andere als klein, wenn auch natürlich nicht allumfassend. Für mich als absolutes Neumitglied der Piraten (das &#8220;Warum&#8221; werde ich demnächst mal hier zusammenfassen) stand fest, dass dies nun meine erste Aktivität als Pirat in NRW sein würde. </p>
<p>Eine Halle mit ca. 400 stimmberechtigten Piraten, dazu noch diverse Besucher aus anderen Landesverbänden und natürlich Presse; davon kannte ich ca. 10 Personen. Ich muss sagen, ich habe mich trotzdem von Anfang an gut aufgehoben und vor allem ernst genommen gefühlt, denn jeder ist stimmberechtigt und hat das gleiche (Rede-) Recht wie alle andern auch. Die formellen Abläufe einer so großen Versammlung können einen allerdings erstmal überfahren &#8211; es wurde zunächst über das Wahlverfahren abgestimmt. Dem voran ging eine äußerst hitzige Diskussion, hinter der die Sorge stand, dass im üblichen &#8220;Approval-Voting&#8221; (jeder Kandidat, der auf die Liste soll, muss über 50% der Stimmen erreicht haben; die Liste kann also nicht in den vorgesehenen drei Wahlgängen von oben nach unten aufgefüllt werden) die Zeit nicht ausreichen würde. Diese Sorge schien sich schon bald zubestätigen: Alleine die Vorstellung der Kandidaten für die ersten Listenplätze dauerte Stunden (es darf nicht nur jeder wählen, es darf sich auch jeder aufstellen lassen, und das hatten gut 170 Leute auch getan), dann der erste Wahlgang, die Auszählung dauerte über zwei Stunden &#8211; erst abends um 19 Uhr kam das Ergebnis des 1. Wahlgangs. Leider stellte sich dabei dann heraus, dass viele der Wählenden das System nicht ganz verstanden hatten: Anstatt möglichst viele anzukreuzen, mit denen man ganz gut leben könnte, setzten viele nur zwei, vier oder sechs Kreuze &#8211; zu wenig, bei 55 Kandidaten, um die 50% zu knacken. So hatten wir denn am Abend des ersten Tages erst einen einzigen Listenplatz vergeben, und zwar an Joachim Paul.</p>
<p>Die Sorge war groß, wie es nun weitergehen sollte. In dem Tempo war es nicht unwahrscheinlich, dass wir am Ende des zweiten Tages nach drei Wahlgängen mit vielleicht 15 Leuten auf der Liste da stehen würden &#8211; und das könnte dann ganz schön knapp werden, wie die Berliner Piraten bewiesen haben. Ein weiterer Vorstoß, die Wahlordnung zu ändern, wurde dennoch vorläufig abgeschmettert. Um den Wahlprozess zu beschleunigen, meldeten sich einige neue Wahlhelfer, darunter auch Enno und ich. So bekamen wir den 2. Wahlgang für die Listenplätze 2-20 hautnah mit, zählten selber eine Urne aus. Wieder dauerte es ewig; das Ergebnis stand erst gegen 16 Uhr fest. Und das war dann eine Sensation, eine absolute Punktlandung: Entgegen aller Befürchtungen hatten genau 19 Pirat/innen die 50% geknackt &#8211; wir hatten also eine Landesliste von 20 Personen nach dem 2. Wahlgang :-) Die Freude war groß, die Erleichterung auch, und es wuchs die Spannung auf die ersten Hochrechnungen aus dem Saarland, die es ja um 18 Uhr geben sollte. Also schnell den 3. Wahlgang für die Plätze 21-42 durchgezogen, sodass er pünktlich um 17:45 durch war. Dann ab mit den Wahlurnen und den Wahlhelfern auf die Bühne, damit die die Hochrechnungen nicht verpassen. </p>
<p>Bewaffnet mit Tröten und Konfetti in der ersten Reihe &#8211; jetzt weiß ich, wie man die Aufmerksamkeit der Kameras auf sich zieht. Als die Ergebnisse auf der Leinwand erschienen, brach der Jubel schon beim Ergebnis der FDP los; als dann 8% für die Piraten verkündet wurden, war es vorbei. Minutenlanger Applaus, Jubel, Getröte und Gehüpfe, Umarmungen&#8230; Viertstärkste Kraft im Landtag, deutlich vor den Grünen &#8211; ein umwerfender Erfolg! Jetzt gilt es, dieses Ergebnis in NRW zu wiederholen, vielleicht sogar zu überbieten. Das erfordert allerdings viel Arbeit und Engagement von Seiten der Piraten vor Ort. Deswegen werde ich heute Mittag zum Infostand der Piraten in Wuppertal Barmen aufbrechen. Achja, und die Landesliste für NRW haben wir (im 4. Wahlgang) dann auch noch bis Platz 42 aufgefüllt. Wahlkampf und Wahl können kommen!</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://verena.henssen.org/lpt-nrw-2012-1-1249/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Deutsches Schwimmabzeichen trotz Behinderung?</title>
		<link>http://verena.henssen.org/deutsches-schwimmabzeichen-trotz-behinderung-1245</link>
		<comments>http://verena.henssen.org/deutsches-schwimmabzeichen-trotz-behinderung-1245#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 31 Mar 2012 08:33:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>verena</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schwimmen]]></category>
		<category><![CDATA[Menschen mit Behinderung]]></category>
		<category><![CDATA[Schwimmabzeichen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://verena.henssen.org/?p=1245</guid>
		<description><![CDATA[Gestern wanderte ein Gespräch zu der Frage, was denn eigentlich mit Kindern ist, die wegen einer Behinderung nicht in der Lage sind, die reguläre Prüfung für das Deutsche Jugendschwimmabzeichen abzulegen. Zur Erklärung: Dazu gehört immer ein Sprung ins Wasser vom Block und/oder Sprungturm, teilweise Dinge wie Transportschwimmen, und je nach Behinderung kann so etwas ja [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern wanderte ein Gespräch zu der Frage, was denn eigentlich mit Kindern ist, die wegen einer Behinderung nicht in der Lage sind, die reguläre Prüfung für das Deutsche Jugendschwimmabzeichen abzulegen. Zur Erklärung: Dazu gehört immer ein Sprung ins Wasser vom Block und/oder Sprungturm, teilweise Dinge wie Transportschwimmen, und je nach Behinderung kann so etwas ja unmöglich sein. Diesen Kindern zu sagen &#8220;Pech gehabt&#8221; wäre sicherlich diskriminierend &#8211; nur gibt es eine offizielle Regelung dazu oder liegt das im Ermessen des Abzeichenabnehmers?</p>
<p>Die Antwort lieferte Google: Selbstverständlich gibt es eine Regelung vom Deutschen Schimmverband, wir leben ja schließlich in Deutschland :-) Und diese Regelung ist sehr gut durchdacht und wird einzeln auf jedes Abzeichen übertragen. Das komplette Regelwerk inklusive der Bezüge zur Teilnahme von Personen mit Behinderungen ist z.B. <a href="http://www.dlrg.de/fileadmin/user_upload/DLRG.de/Fuer-Mitglieder/Ausbildung/Downloads/po1.pdf">hier beim DLRG</a> zu finden.</p>
<p>Der erste konkrete Bezug auf Menschen mit Behinderung kommt auf Seite 8. Er liefert sowohl einen Anspruch für die Behinderten, ebenfalls an den Prüfungen teilnehmen zu können, als auch Sicherheit für den Abnehmenden, der den Grad der Behinderung bzw. die Sporttauglichkeit der Person ggf. nicht selbst beurteilen kann:</p>
<p>&#8220;100 Allgemeine Bestimmungen<br />
100.1 Regelungen für Menschen mit Behinderung<br />
Behinderte werden in die Ausbildung einbezogen, soweit dies ihre Behinderung erlaubt. Eine ärztliche Bescheinigung muss über die allgemeine Sporttauglichkeit Auskunft geben. Für Menschen mit Behinderung können Sonderleistungen eingeräumt werden.&#8221;</p>
<p>Unter &#8220;Ausführungsbestimmungen&#8221; wird dann für jedes Schwimmabzeichen geregelt, welche Prüfung in welchem Fall wodurch ersetzt werden kann, also z.B. Weit-Tieftauchen statt dem Sprung vom Drei-Meter-Brett oder Kleiderschwimmen statt Transportschwimmen. Diese Liste ist beim Jugendschwimmabzeichen Gold dann schon richtig lang:</p>
<p>&#8220;Ausführungsbestimmungen:<br />
(&#8230;)<br />
Für Menschen mit Körperbehinderung können die praktischen Prüfungsbedingungen wie folgt geändert werden:<br />
50 m Schwimmen in beliebiger Technik in höchstens 1:20 Minuten (anstelle von: 50 m Brustschwimmen in höchstens 1:10 Minuten)<br />
25 m Schwimmen in einer anderen Technik als bei der vorstehenden Disziplin gewählt (anstelle von: 25 m Kraulschwimmen)<br />
50 m Rückenschwimmen (anstelle von: 50 m Rückenschwimmen mit Grätschschwung ohne Armtätigkeit)<br />
10 m Streckentauchen (für Behinderte mit doppeltem Arm- oder Beinschaden anstelle von: 15 m Streckentauchen)<br />
50 m Kleiderschwimmen (Hosenbein und Ärmel der Jacken entsprechend der Behinderung gekürzt; anstelle von: 50 m Transportschwimmen)<br />
Tieftauchen: Heraufholen von drei kleinen Tauchringen innerhalb von 4 Minuten in höchstens 4 Tauchversuchen (bei doppeltem Arm- oder Beinschaden anstelle von: innerhalb 3 Minuten in höchstens 3 Tauchversuchen)<br />
Weit-Tieftauchen (für Menschen mit Schwerstbehinderung, z. B. Querschnittgelähmte): Aus 8 m Entfernung ca. 2 m Tieftauchen mit Heraufholen eines Gegenstandes (anstelle von: Sprung aus 3 m Höhe)&#8221;</p>
<p>Wow, da scheint echt an alles gedacht worden zu sein! Oder wie seht Ihr das &#8211; fehlt was?</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://verena.henssen.org/deutsches-schwimmabzeichen-trotz-behinderung-1245/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Weihnachten &#8211; Lang, lang ist&#8217;s her &#8211; und was seitdem geschah</title>
		<link>http://verena.henssen.org/weihnachten-lang-lang-ists-her-1240</link>
		<comments>http://verena.henssen.org/weihnachten-lang-lang-ists-her-1240#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 31 Jan 2012 21:58:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>verena</dc:creator>
				<category><![CDATA[der liebe Alltag]]></category>
		<category><![CDATA[28C3]]></category>
		<category><![CDATA[Degus]]></category>
		<category><![CDATA[Silvester]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnachten]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://verena.henssen.org/?p=1240</guid>
		<description><![CDATA[Ja, es ist tatsächlich schon wieder ewig her; die Zeit vergeht einfach zu schnell! Andererseits habe ich oft das Gefühl, dass es überhaupt nicht vorwärts geht &#8211; die Zeit verstreicht, man tut so viel (Arbeiten&#8230;), und trotzdem bleibt alles beim Alten. Natürlich passieren in der Welt weiterhin viele Dinge &#8211; der Skandal um Bundespräsident Wulff [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ja, es ist tatsächlich schon wieder ewig her; die Zeit vergeht einfach zu schnell! Andererseits habe ich oft das Gefühl, dass es überhaupt nicht vorwärts geht &#8211; die Zeit verstreicht, man tut so viel (Arbeiten&#8230;), und trotzdem bleibt alles beim Alten. Natürlich passieren in der Welt weiterhin viele Dinge &#8211; der Skandal um Bundespräsident Wulff nimmt jede Woche größere Form an, es sinkt ein Kreuzfahrtschiff und die USA rüsten offiziell gegen den Iran auf. Dagegen ist das, was bei mirs so geschehen ist, eher unspektakulär.</p>
<p>Weihnachten:<br />
Heiligabend im kleinen Familienkreis mit Eltern nund Bruder, am 25. dann große Feier mit dem weiteren Kreis. Alles sehr, sehr schön und vor allem sehr, sehr leckeres Essen. Ich bin nun mit neuer, kuscheliger Bettwäsche, Klamotten, Kosmetika und Büchern ausgestattet (der Dezember war mein Monat der Bücher &#8211; mind. zehn neue&#8230;). Dazu kommt noch das ein oder andere Gesellschaftsspiel; &#8220;Der Name der Rose&#8221;, Spiel zum Buch, kann ich absolut empfehlen!</p>
<p>28C3<br />
Wie jedes Jahr seit 2007 ging es nach den Familienfeiern nach Berlin zum 28. Chaos Communication Congress. Die Zugfahrt am 26. verlief unspektakulär, glücklicherweise ohne das befürchtete Verkehrschaos. Die nächsten Tage verliefen dann wie immer auf dem Congress: Lustig, chaotisch, interessant. Viele nette Leute, interessante Vorträge, unterhaltsame Shows. Und vor allem: Lange Nächte. Dies führte dazu, dass wir dis Anfang Januar einen verqueren Tag-Nacht-Rhythmus hatten &#8211; keine Nacht vor 6 im Bett, keinen Tag vor 12 aufgestanden. Nach Silvester musste sich das allerdings bald wieder ändern ;)</p>
<p>Silvester<br />
Unerwartet verbrachten wir Silvester in Berlin, auf der Party von Freunden. Es war ein netter Abend, auch wenn ich Berlin an Silvester nahezu unerträglich finde &#8211; ab dem 30. nachmittags geht die Böllerei los, und zwar richtig heftig, nicht nur ein gelegentliches Knallen&#8230; Mitternacht unten auf der Straße ersparten wir uns denn auch, nachdem wir vorgewarnt worden waren, dass dort &#8220;Krieg&#8221; herrsche. Stattdessen genossen wir den Ausblick vom Flachdach des fünfstöckigen Altbaus :-)</p>
<p>Projekt &#8220;ausbruchsicherer Degu-Käfig&#8221;<br />
Nachdem unsere beiden Degus es Ende November geschafft haben, aus ihrem Plastikkäfig auszubrechen (ja, ich weiß, man soll keinen Plastikkäfig nehmen, aber wir haben sie so bekommen und bis dahin lief alles gut&#8230;), mussten wir uns nun eine dauerhaft sichere Lösung überlegen. Hilfe kam von Bekannten, die mir ein altes Aquarium überließen. Mit Hilfe eines selbst gebauten Holzrahmens (dick und so stabil, dass es der Nagewut zumindest für einige Zeit standhalten wird), konnten wir das größere Gitteroberteil des alten Käfigs weiterhin benutzen. Nun haben die süßen Kleinen eine weitere Zwischenetage und unten im Aquarium die Möglichkeit zu buddeln. Nach anfänglichem Zögern (&#8220;Wer wohnt bloß da unten, und dürfen wir da auch hin?&#8221;) wurde das neue Domizil begeistert aufgenommen.</p>
<p>Januar 2012<br />
Neues Jahr, neues Glück &#8211; aber irgendwie läuft doch alles so weiter wie bisher! Arbeiten gehen, Hausarbeiten schreiben, Nachhilfe geben, Training. Und wenn die Hausarbeit fertig ist, wartet die nächste. Und danach wieder die nächste. Ich bin echt froh, wenn die blöden Hausarbeiten abgearbeitet sind und ich mich ans Examen machen kann. Unglaublich, dass schon wieder der erste Monat des neuen Jahres herum ist&#8230; Jetzt muss ich jedenfalls noch ein bisschen weiter arbeiten ;-)</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://verena.henssen.org/weihnachten-lang-lang-ists-her-1240/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Spaß am Arbeitsplatz</title>
		<link>http://verena.henssen.org/spas-am-arbeitsplatz-1238</link>
		<comments>http://verena.henssen.org/spas-am-arbeitsplatz-1238#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 31 Jan 2012 21:29:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>verena</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zitat des Tages]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[zitat]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://verena.henssen.org/?p=1238</guid>
		<description><![CDATA[Selbst im größten Stress kann man (meistens) noch seinen Spaß haben &#8211; und wenn es nur Galgenhumor ist. Wir jedenfalls haben heute eine neue Erklärung für das ganze Chaos gefunden: &#8220;Wir machen post-moderne Projekte, da ist De-Konstruktion normal!&#8221;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Selbst im größten Stress kann man (meistens) noch seinen Spaß haben &#8211; und wenn es nur Galgenhumor ist. Wir jedenfalls haben heute eine neue Erklärung für das ganze Chaos gefunden:<br />
&#8220;Wir machen post-moderne Projekte, da ist De-Konstruktion normal!&#8221;</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://verena.henssen.org/spas-am-arbeitsplatz-1238/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Fünf Stunden mit Raja</title>
		<link>http://verena.henssen.org/funf-stunden-mit-raja-1231</link>
		<comments>http://verena.henssen.org/funf-stunden-mit-raja-1231#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 16 Dec 2011 09:46:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>verena</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wissenswert]]></category>
		<category><![CDATA[Al Jazeera]]></category>
		<category><![CDATA[Anenzephalie]]></category>
		<category><![CDATA[Doku]]></category>
		<category><![CDATA[Tod]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://verena.henssen.org/?p=1231</guid>
		<description><![CDATA[Was tun, wenn man erfährt, dass sein Baby kurz nach der Geburt sterben wird, weil es Anenzephalie hat? Eine schreckliche Frage, die sich mit Sicherheit niemand gerne stellt. Und doch gibt es werdende Eltern, die auf einmal mit der schrecklichen Gewissheit konfrontiert werden, dass sie ihr Baby nie mit nach Hause nehmen werden, dass es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was tun, wenn man erfährt, dass sein Baby kurz nach der Geburt sterben wird, weil es Anenzephalie hat? Eine schreckliche Frage, die sich mit Sicherheit niemand gerne stellt. Und doch gibt es werdende Eltern, die auf einmal mit der schrecklichen Gewissheit konfrontiert werden, dass sie ihr Baby nie mit nach Hause nehmen werden, dass es entweder tot geboren werden oder wenige Stunden oder Tage nach der Geburt sterben wird. <a href="http://www.aljazeera.com/programmes/witness/2011/12/201112148390546755.html">In dieser Doku von Al Jazeera</a> wird eine junge neuseeländische Familie durch diese schreckliche Zeit begleitet, von kurz nach der Diagnose bis zwei Jahre nach Geburt und Tod des kleinen Raja, der nur fünf Stunden zu leben hatte. Es ist eine herzzerreißende Geschichte, eine Geschichte von Freud und Leid, von Trauer und Tapferkeit, von Liebe und Stärke. Sie zeigt uns, dass der Tod zum Leben gehört, ob wir wollen oder nicht, und dass es immer Wege gibt, damit umzugehen zu lernen.</p>
<p>Mich erinnert das an meine eigene Kindheit. Als ich klein war, hatte ich eine sehr gut Freundin, Lydia. Wir haben alles miteinander gemacht, was kleine Mädchen nunmal so machen, waren die besten Freundinnen. Das einzige Problem: Lydia hatte einen angeborenen Herzfehler, war dadurch behindert. Hat mich nicht weiter gestört; sie konnte halt nicht schnell laufen, trug eine Windel und ging in einen anderen Kindergarten, alles nichts dramatisches. Oft war sie kränklich, aber so war das nunmal. Was mir damals nicht klar war: Die Ärzte hatten ihren Eltern schon bei Diagnose des Herzfehlers kurz nach der Geburt gesagt, dass ihr Baby wahrscheinlich nicht lange leben und das erste Jahr wohl nicht überstehen würde. Hat sie aber; allen Prognosen zum Trotz hat sie gelebt. Bis kurz vor ihrem sechsten Geburtstag.</p>
<p>Ich weiß noch genau, wie Lydias Mutter eines Samstag- oder Sonntagmorgens früh bei uns anrief. Sie wollte mit Mama sprechen, die noch im Bett lag und etwas länger schlafen wollte. Ihre Stimme klang seltsam am Telefon; wir wussten sofort, dass was nicht stimmt. Dann erzählte sie meiner Mutter, dass Lydia gestorben sei. Ich erinnere mich sehr genau daran, wie wir alle vier im Wohnzimmer standen und weinten, und dass meine Eltern meinem Bruder und mir versucht haben, begreiflich zu machen, was da passiert sei; ich war fünfeinhalb und erinnere mich nicht an viel aus dieser Zeit, aber daran ganz genau. Und ich erinnere mich auch an ihre Beerdigung. Genauso weiß ich aber auch, dass ich überhaupt nicht verstanden habe, was passiert war, was das alles bedeutete, dass ich wirklich nie wieder mit ihr würde spielen können. Das kam alles erst später.</p>
<p>Ich habe sie nie vergessen, und das werde ich auch nie. Es gibt Fotos von ihr, von uns zusammen. Ich habe nach wie vor ein Andenken an sie, ein kleines Geduldsspiel, dass ich auf ihrem letzten Geburtstag, ihrem fünften, bekam. Ich weiß (oder ahne zumindest) auch, welch schreckliche Belastungsprobe ihr Tod für ihre Familie war, wie ihre Eltern und ihr kleiner Bruder, der das alles ja noch weniger verstehen konnte als ich, darunter gelitten haben müssen. Aber es lässt sich nicht ändern, man kann den Tod nicht immer austricksen. Also müssen wir wohl alle lernen, ihm ins Auge zu blicken und damit umzugehen, wenn wir nicht daran zerbrechen wollen. Und wir können dankbar sein für unsere Gesundheit, und für jeden Tag, den wir mit geliebten Menschen verbringen dürfen.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://verena.henssen.org/funf-stunden-mit-raja-1231/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Deutsche Spionagesoftware in totalitären Regimen im Einsatz</title>
		<link>http://verena.henssen.org/deutsche-spionagesoftware-in-totalitaren-regimen-im-einsatz-1229</link>
		<comments>http://verena.henssen.org/deutsche-spionagesoftware-in-totalitaren-regimen-im-einsatz-1229#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 06 Dec 2011 11:06:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>verena</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wissenswert]]></category>
		<category><![CDATA[Überwachung]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://verena.henssen.org/?p=1229</guid>
		<description><![CDATA[Es wundert einen nicht wirklich, trotzdem ist es immer wieder erschütternd, wie gewissenlos Wirtschaftsunternehmen vorgehen: Da wird Spionagesoftware für z.B. Laptops und Smartphones entwickelt und selbstverständlich an totalitäre Regime verkauft. Ist ja egal, ob damit Kriminelle oder einfach unliebsame politische Opposition ausgespäht wird; Hauptsache, es gibt Geld. Unterstützt übrigens offenbar (indirekt?) von Apple, das Sicherheitslücken [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es wundert einen nicht wirklich, trotzdem ist es immer wieder erschütternd, wie gewissenlos Wirtschaftsunternehmen vorgehen: Da wird Spionagesoftware für z.B. Laptops und Smartphones entwickelt und selbstverständlich an totalitäre Regime verkauft. Ist ja egal, ob damit Kriminelle oder einfach unliebsame politische Opposition ausgespäht wird; Hauptsache, es gibt Geld. Unterstützt übrigens offenbar (indirekt?) von Apple, das Sicherheitslücken bei iTunes zur Installation der Spionagesoftware benutzt wurden. <a href="http://www.taggesschau.de/inland/spionagesoftware104.html" target="_blank">Laut diesem Video der ARD</a> ist deutsche Spähsoftware z.B. in den letzten Jahren in Ägypten (unter Mubarak), Syrien, Iran und Bahrain im Einsatz gewesen.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://verena.henssen.org/deutsche-spionagesoftware-in-totalitaren-regimen-im-einsatz-1229/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Lesetipp zum Thema Kurdistan</title>
		<link>http://verena.henssen.org/lesetipp-zum-thema-kurdistan-1209</link>
		<comments>http://verena.henssen.org/lesetipp-zum-thema-kurdistan-1209#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 03 Dec 2011 10:10:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>verena</dc:creator>
				<category><![CDATA[Urlaub]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenswert]]></category>
		<category><![CDATA[Arbil]]></category>
		<category><![CDATA[Irak]]></category>
		<category><![CDATA[Kurdistan]]></category>
		<category><![CDATA[Reisebericht]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://verena.henssen.org/?p=1209</guid>
		<description><![CDATA[Einen sehr interessanter Reisebericht durchs wilde und schöne Kurdistan gibt es hier. Viele der Beobachtungen kann ich nur bestätigen, z.B. die große Toleranz und das Vertrauen, Waren oder sogar über Nacht auf dem Markt stehen zu lassen; Diebstähle scheint es nicht oder kaum zu geben, denn alles, was nicht der Regierung gehört, wird prinzipiell nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Einen sehr interessanter Reisebericht durchs wilde und schöne Kurdistan gibt es <a href="http://bazonline.ch/leben/reisen/Wild-und-schoen-ist-Kurdistan-gefaehrlich-nicht/story/25812189">hier</a>. Viele der Beobachtungen kann ich nur bestätigen, z.B. die große Toleranz und das Vertrauen, Waren oder sogar über Nacht auf dem Markt stehen zu lassen; Diebstähle scheint es nicht oder kaum zu geben, denn alles, was nicht der Regierung gehört, wird prinzipiell nicht angerührt. Und nach Sulaymaniyah möchte ich beim nächsten Mal (wenn alles gut geht, im Frühling) auch gerne. Also: Wer bald nach Kurdistan reist, kann von sich behaupten, vor dem Massentourismus da gewesen zu sein. Es lohnt sich!</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://verena.henssen.org/lesetipp-zum-thema-kurdistan-1209/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Abends im Supermarkt</title>
		<link>http://verena.henssen.org/abends-im-supermarkt-1203</link>
		<comments>http://verena.henssen.org/abends-im-supermarkt-1203#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 03 Dec 2011 01:37:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>verena</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zitat des Tages]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://verena.henssen.org/?p=1203</guid>
		<description><![CDATA[Dienstag Abend im Supermarkt stand ein wahrscheinlich türkischer Junge (etwa zehn Jahre alt) an der Kasse hinter mir. Er erzählte seinem Vater gerade, dass er ein neues deutsches Sprichwort gelernt habe: &#8220;Ein Apfel am Tag spendiert den Arzt!&#8220;. Der Vater war sichtlich skeptisch; ich konnte mir das Lachen nicht ganz verkneifen und erklärte, dass dieses [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dienstag Abend im Supermarkt stand ein wahrscheinlich türkischer Junge (etwa zehn Jahre alt) an der Kasse hinter mir. Er erzählte seinem Vater gerade, dass er ein neues deutsches Sprichwort gelernt habe: &#8220;<strong>Ein Apfel am Tag spendiert den Arzt!</strong>&#8220;. Der Vater war sichtlich skeptisch; ich konnte mir das Lachen nicht ganz verkneifen und erklärte, dass dieses Sprichwort mehr Sinn macht, wenn man das &#8220;spendiert&#8221; mit &#8220;spart&#8221; ersetzt. </p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://verena.henssen.org/abends-im-supermarkt-1203/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Auf nach Kurdistan! Tag 7 &#8211; Arbil &#8211; Rückflug</title>
		<link>http://verena.henssen.org/auf-nach-kurdistan-tag-7-arbil-ruckflug-1044</link>
		<comments>http://verena.henssen.org/auf-nach-kurdistan-tag-7-arbil-ruckflug-1044#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 03 Dec 2011 01:12:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>verena</dc:creator>
				<category><![CDATA[Urlaub]]></category>
		<category><![CDATA[Arbil]]></category>
		<category><![CDATA[Irak]]></category>
		<category><![CDATA[Kurdistan]]></category>
		<category><![CDATA[Reisebericht]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://verena.henssen.org/?p=1044</guid>
		<description><![CDATA[Montag, 10.10.2011 So wunderbar die Reise bisher verlaufen war, so unerfreulich war der letzte Tag unseres Aufenthaltes für mich. Schon abends bemerkte ich das erste Grummeln und Ziehen im Bauch, und in der Nacht ging es dann so richtig los: Magen-Darm vom Feinsten, wie ich es noch nie erlebt habe. Die mitgebrachten Kohletabletten stellten sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Montag, 10.10.2011</strong></p>
<p>So wunderbar die Reise bisher verlaufen war, so unerfreulich war der letzte Tag unseres Aufenthaltes für mich. Schon abends bemerkte ich das erste Grummeln und Ziehen im Bauch, und in der Nacht ging es dann so richtig los: Magen-Darm vom Feinsten, wie ich es noch nie erlebt habe. Die mitgebrachten Kohletabletten stellten sich als unwirksam heraus, das von allen empfohlene Hammermittel wollte auch nicht so recht wirken. Solange ich nichts aß, schien es besser zu gehen, doch schon ein paar Löffel Hühnerbrühe bescherten dann den Rückfall. Und so verbrachte ich den letzten Urlaubstag im Dämmerzustand im Bett, abgesehen von einem kleinen Spaziergang gegen Abend. Mit der Aussicht, auf den Rückflug in der selben Nacht. Wie sollte ich so bloß eine gut zwölfstündige Reise durchstehen, noch dazu komplett alleine?</p>
<p>Immerhin gelang es uns, die wahrscheinlichste Quelle für die plötzliche Erkrankung zu lokalisieren: Es musste der achso leckere, frisch gepresste Orangensaft aus dem Shanidar Park sein, denn darin war Eis gewesen, das ganz offensichtlich aus Leitungswasser hergestellt war. Für die Einheimischen kein Problem, aber für uns, die wir die Keime vor Ort schlichtweg nicht gewohnt sein, eine heimtückische Quelle für eben jene Durchfallerkrankungen. Die Trinkwasserversorgung in Arbil ist ja an sich nicht schlecht, jedoch wird das Wasser nicht kontinuierlich durch die Leitungen gepumpt, sondern per Pumpe auf die Hausdächer befördert, wo es dann solange in Tanks aufbewahrt wird, bis es gebraucht wird. Bei 30 bis 50° und praller Sonne eine herrliche Brutstätte für Keime aller Art. Also:- in der Nacht Durchfall bekommen, wahrscheinlich vom Eis im O-Saft -> Tag über flach gelegen, Medis helfen kaum Finger weg von allem, was irgendwie mit Leitungswasser in Berührung gekommen sein könnte! </p>
<div id="attachment_1183" class="wp-caption aligncenter" style="width: 235px"><a href="http://verena.henssen.org/wp-content/uploads/2011/12/DSCI4042.jpg"><img src="http://verena.henssen.org/wp-content/uploads/2011/12/DSCI4042-225x300.jpg" alt="so lecker und unschuldig sah der Übeltäter aus" title="so lecker und unschuldig sah der Übeltäter aus" width="225" height="300" class="size-medium wp-image-1183" /></a><p class="wp-caption-text">so lecker und unschuldig sah der Übeltäter aus</p></div>
<p>Abends unternahmen wir den Versuch, zum Abschluss zusammen im Speed Centre zu Essen. Es war ein schöner Abend, auch wenn ich feststellen musste, dass ich von fester Nahrung doch vorerst lieber die Finger lassen sollte. Gegen Mitternacht ging es schließlich zum Flughafen, wo wir uns (mal wieder) die ersten Kontrollen sparen konnten und auch den Polizisten vor dem Flughafen klarmachen konnten, dass wir tatsächlich dort parken würden, obwohl wir kein Bus sind. Nach mehrfachen Sicherheitskontrollen und Check In gingen wir in den Wartebereich. Sehr früh wurde ich zum Boarding aufgerufen, sodass wir uns verabschiedeten und ich zum Gate ging. Dort wurde dann ein ganz besonders strenger Sicherheitscheck durchgeführt, schließlich ging es ja in die Türkei (der Direktflug nach München wurde viel lascher kontrolliert!). Die krasseste Kontrolle, die ich bis dato erlebt habe: Jeder wurde abgetastet, ich als Frau in einer separaten, fensterlosen Kammer, jedes Handgepäckstück wurde ausgeräumt (komplett! Sie hat ins Brillenetui und das Schmuckkästchen geguckt und sogar den Gameboy ausgiebig begutachtet!).</p>
<p>Danach hieß es dann eine gute Stunde warten bis zum Boarding. Mein Magen machte wieder Probleme; gute Aussichten für den Flug&#8230; Um 2:45 Uhr ging es dann schließlich los, ich döste die meiste Zeit, so gut das mit einem stark übergewichtigen Sitznachbar eben ging. Zum Glück spielte mein Magen einigermaßen mit, denn ich hatte einen Fensterplatz, und die andern in der Reihe schliefen die ganze Zeit. Das Frühstück, das an Bord serviert wurde, ließ ich lieber ausfallen; nichtmal das trockene Brötchen wollte meinem Magen zusagen.</p>
<div id="attachment_1185" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://verena.henssen.org/wp-content/uploads/2011/12/DSCI4054.jpg"><img src="http://verena.henssen.org/wp-content/uploads/2011/12/DSCI4054-300x225.jpg" alt="Arbil von oben" title="Arbil von oben" width="300" height="225" class="size-medium wp-image-1185" /></a><p class="wp-caption-text">Arbil von oben</p></div>
<p>5:10: Landung in Istanbul. Und was folgt? Natürlich &#8211; der nächste Sicherheitscheck. Man kommt ja schließlich aus Kurdistan. Blöde, unsinnige Schikane, aber naja&#8230; insgesamt kann ich nur sagen, dass ich mich während der gesamten Reise in Istanbul am unwohlsten gefühlt habe! Die Stadt möchte ich mir gerne mal genauer ansehen, aber nach Kurdistan fliege ich beim nächsten Mal lieber per Direktflug. In den über drei Stunden Aufenthalt hielt ich meinen Magen mit Wasser in Schach und kaufte einige Souvenirs. Um 8:00 Uhr ging schließlich mein Flug nach Düsseldorf, auf dem ich viel gedöst, mich aber auch angeregt mit den beiden Frauen neben mir unterhalten habe. Auch meinem Magen ging es deutlich besser, sodass ich vom Frühstück diesmal zumindest das Brötchen essen konnte. Um 10:30 Ortszeit kam ich endlich müde in Düsseldorf an, und per SBahn ging es dann weiter nach Wuppertal. Gewöhnungsbedürftig war allem der Temperatursturz &#8211; von 30° auf knappe 10°, das war hart. Aber es hat gut getan, eine Woche Sonne zu tanken!</p>
<div id="attachment_1186" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://verena.henssen.org/wp-content/uploads/2011/12/DSCI4056.jpg"><img src="http://verena.henssen.org/wp-content/uploads/2011/12/DSCI4056-300x225.jpg" alt="Warten in Istanbul" title="Warten in Istanbul" width="300" height="225" class="size-medium wp-image-1186" /></a><p class="wp-caption-text">Warten in Istanbul</p></div>
<p>Eins ist sicher: Das war nicht meine letzte Reise nach Kurdistan. Ich habe in dieser knappen Woche so viel gesehen, so viel gelernt, wie ich es mir nicht hätte träumen lassen. Vor allem ist mir aufgefallen, wie wichtig es ist, gelegentlich einmal über den eigenen Tellerrand zu schauen und mal in Gegenden zu reisen, die man nicht kennt und die einem vielleicht sogar suspekt sind. Natürlich ist es sehr hilfreich, wenn man dort jemanden kennt, der einen berät und ein bisschen herumführen kann. Aber spätestens wenn im Frühling die ersten Pauschalreisen von Deutschland aus starten, kann sich jeder guten Gewissens nach Arbil trauen. Ein tolles Land mit einer komplizierten, aber dadurch umso interessanteren Geschichte, ein faszinierende Stadt und eine wunderschöne, wilde Landschaft. Beim nächsten Besuch möchten wir auf jeden Fall mehr vom Umland sehen. Und wenn es zeitlich passt, werde ich versuchen, ein bisschen Kurdisch zu lernen. Damit ich zumindest die Preisschilder lesen und dem Taxifahrer sagen kann, wo ich hin will.</p>
<p>Wie alles begann:<br />
<a href="http://verena.henssen.org/spontanreise-nach-arbil-kurdistan-nordirak-1007">Spontanreise nach Arbil (Kurdistan/Nordirak)</a><br />
<a href="http://verena.henssen.org/auf-nach-kurdistan-tag-1-hinflug-dusseldorf-istanbul-arbil-1032">Auf nach Kurdistan! Tag 1 – Hinflug (Düsseldorf – Istanbul – Arbil)</a><br />
<a href="http://verena.henssen.org/auf-nach-kurdistan-tag-2-arbil-1034">Auf nach Kurdistan! Tag 2 – Arbil</a><br />
<a href="http://verena.henssen.org/auf-nach-kurdistan-tag-3-arbil-1036">Auf nach Kurdistan! Tag 3 – Arbil</a><br />
<a href="http://verena.henssen.org/auf-nach-kurdistan-tag-4-arbil-1038">Auf nach Kurdistan! Tag 4 – Arbil</a><br />
<a href="http://verena.henssen.org/auf-nach-kurdistan-tag-5-dokan-1040">Auf nach Kurdistan! Tag 5 – Dokan</a><br />
<a href="http://verena.henssen.org/auf-nach-kurdistan-tag-6-arbil-1042">Auf nach Kurdistan! Tag 6 – Arbil</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://verena.henssen.org/auf-nach-kurdistan-tag-7-arbil-ruckflug-1044/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

