Sturm

Bis heute mittag schien hier noch die Sonne, nachmittags fing es dann an zu regnen. Während wir in Bochum mit Franzi, unserem Wochenend-Besuch aus Berlin das Bergbaumuseum anschauten, wurde der Wind stärker. Bei einer kurzen Essenspause im Bermudadreieck sah man schon viele umherwirbelnde Äste und Schirme. Am Bahnhof angekommen stellten wir dann fest, dass Franzis IC nach Leipzig 5 Minuten Verspätung haben sollte; der ICE auf dem Nachbargleis war mit deutlich mehr Verspätung angekündigt, und oben in der Anzeigetafel liefen mehrere ICEs mit Verspätung zwischen 100 und 130 Minuten. Während wir also frierend in Regen und Wind warteten, änderte sich die Anzeige für den IC in “5 Minuten Verspätung – dieser Zug fällt heute aus” – ein unschönes Paradoxon. Die Schlange vor dem Infozentrum wurde immer länger. Von dort hieß es dann, der IC würde wohl 10 Minuten später eintreffen; eine Frau erzählte, der ICE nach Berlin würde wohl nicht mehr kommen, denn er werde den Bahnmitarbeitern nicht mehr angezeigt. Wenige Minuten später meinte dann eine Frau, es würden gar keine Züge mehr fahren und wir sollten einfach morgen wieder kommen. Leichter gesagt als getan, wenn man am nächsten Morgen in Berlin arbeiten muss. Leider bestätigte sich diese Aussage sehr bald; immerhin bescheinigte der Bahnbeamte ohne zu zögern die Verspätung, hob die Zugbindung auf und bestätigte Franzi, dass sie morgen früh ab Hagen (statt Bochum) und auch mit dem ICE fahren kann. Immerhin etwas. Und zumindest mussten wir nicht erst stundenlang am Bahnhof warten, um die Gewissheit zu haben, dass wirklich kein Zug mehr kommt – und glücklicherweise steckt Franzi auch nicht im Zug fest, sondern kann die Nacht bequem bei uns auf der Schlafcouch verbringen. Dann heißt es morgen nur früh aufstehen und hoffen, dass die Züge bis dahin wieder planmäßig fahren und dass vor allem die Gleise frei sind…

Eichhörnchen auf dem Balkon

Eichhörnchen

Gerade lief dieses putzige Eichhörnchen fünf Minuten lang auf unserem Balkon hin und her. Offensichtlich fand es keinen Weg mehr zurück auf die Hausdächer. Erst als es über den Grill auf eine Querstrebe sprang, gelang die Flucht. Genug Zeit für mich, um einige Fotos zu schießen. Leider ist die Handykamera so langsam, dass das Eichhörnchen meistens schon wieder aus dem Bild gelaufen war, bis ich ausgelöst hatte.

Muffins backen

Für morgen habe ich meinen Schwimmkindern Kuchen versprochen, also war heute Backtag. Ich habe mir überlegt, dass Muffins viel praktischer sind als Kuchen – kein Messer, keine große Krümelei beim Verteilen, kein Gemotze à la “sein Stück ist aber größer als meins!”. Also habe ich das alte Muffin-Rezept meiner Mutter ausgegraben; das weckt Kindheitserinnerungen.

Und so geht’s:
1 Ei,
240g Mehl,
160g Zucker,
1/8l Milch,
1TL Backpulver,
100g Margarine.

Alle Zutaten mit dem Handrührgerät verrühren, mit Löffeln in Papierförmchen füllen (nicht zu viel Teig, sonst läuft es über) und ab in den Backofen. Bei 200°C ca. 15 Minuten backen. Die Mengenangabe reicht für etwa 20 Muffins.

Meiner Meinung nach das einfachste und leckerste Muffin-Rezet überhaupt. Nach Belieben mit Kakaopulver oder Aromen zu verfeinern. Ich mag sie am liebsten schwarz-weiß, also zur Hälfte mit Kakao. Und weil es ein schwedisches Rezept ist, werden diese Muffins auch nicht mit einem “a” ausgesprochen, sondern mit “ü”, also “Müffins”.

Berlin im Februar

Freitag ging es für uns nach Berlin, da Ennos Vater Geburtstag hatte und zur großen Party einlud. Dank einer langen, von Schnee, Glatteis, Staus, Vollsperrungen und Umleitungen geprägten Fahrt bekamen wir davon allerdings nicht mehr viel mit. Dafür verbrachten wir ein vergnügliches Wochenende in Berlin: Von gemütlichem Frühstück am Samstag, anschließendem Treffen mit der Verwandtschaft und einem Besuch des Dinner-Krimis im Berlin Story Salon bis zu Party im Fritzclub am Ostbahnhof. Sonntag ging es weiter mit einem ausgedehnten Brunch mit unserer örtlichen Motorradfahrertruppe und Kartfahren mit fh. Ausklingen ließen wir das Wochenende mit einem beschaulichen Videoabend: Auf einen eher schlechten, da vorhersehbaren und nicht besonders gut gedrehten Vampirfilm folgte die geniale dänische Komödie “Adams Äpfel”.

Die Rückfahrt am Rosenmontag war dann wieder geprägt von Glatteis, Staus und Unfällen. Diesmal brauchten wir allerdings nur 6 Stunden, trotz kurzzeitiger Vollsperrung bei Wolfsburg nach einem heftigen Unfall. Und heute hat uns der Alltag schon wieder. Schade, ich könnte ruhig ein bisschen Urlaub vertragen.

Karneval

Ich mag Karneval nicht. als Kind fand ich das sich-verkleiden-müssen doof und dass man dauernd buntes Haarspray abbekam, mittlerweile nerven vor allem die ganzen Besoffenen, die einem zwischen Weiberfastnacht und Aschermittwoch ständig über den Weg laufen.

Dieses Jahr habe ich von Karneval glücklicherweise nur sehr wenig mitbekommen. An Weiberfastnacht waren zwar der Bahnhof und die Züge voll von Verkleideten, die laut durch die Gegend schrien und lachten und z.T. schon morgens um 8 flaschenweise Bier oder Sekt intus hatten, dafür fuhren Enno und ich allerdings am Freitag nach Berlin. Dort war erwartungsgemäß von Karnevalsstimmung überhaupt nichts zu spüren. Einzige Erinnerung an die närrische Zeit: Sonntags zum Brunch kam einer der Berliner mit Tonsur. Allerdings nur mit einer “Vier-Fünftel-Tonsur”, denn über der Stirn waren nciht genügend haare vorhanden… Montag auf dem Rückweg waren dann zwar diverse Berichte im Radio, aber mehr auch nicht. Wohin flüchten wir wohl nächstes Jahr vor den Jecken? Hat jemand Vorschläge?

Achja, mir ist aufgefallen, dass nun alle Welt Partyfotos in Communities wie studivz oder facebook einstellt. Auch von den ersten “Ausrutschern” (alle in Bezug auf Alkohol bzw. unter Alkoholeinfluss – welch ein Zufall…) habe ich schon gehört.

Umzug

Nun ist es endgültig klar: Am 8. März 2010 wird das Schwimmbad Röttgen wegen der anstehenden Renovierungsarbeiten geschlossen. Das bedeutet für uns Schwimmer, dass wir mit Kind und Kegel in die Schwimmoper umziehen müssen, die dann (hoffentlich!) endlich wieder geöffnet wird. Wir sind sehr gespannt auf die völlig umgestaltete Schwimmoper, wären aber viel lieber im beschaulichen Röttgen geblieben, wo wir die Kinder, je nach Andrang im öffentlichen Badebetrieb, auch mal vom Turm springen lassen konnten. Das wird wohl nun unmöglich, wenn wir zusammen mit fünf oder sechs weiteren Vereinen zeitgleich im Becken trainieren müssen. Auch bekommen wir wahrscheinlich “nur” eine Innenbahn, was für die größeren kein großes Problem darstellt, für die jüngeren aber schon. Für uns Trainer heißt das: viel Rennerei um das halbe Becken herum (man kann z.B. die Sechsjährigen ja nicht immer zwei Bahnen am Stück schwimmen lassen), nicht mehr neben unsicheren Kindern hergehen können oder während des Schwimmens Verbesserungsvorschläge geben können. Außerdem wird es bestimmt “lustig”, wenn unsere Kinder zum ersten Mal alleine durch ein ihnen unbekanntes Schwimmbad finden müssen – da werden sich bestimmt einige verlaufen. Bin mal gespannt, wie es dann ab März tatsächlich wird…