Weihnachtsmarktmarathon

Allein in der letzten Woche habe ich drei Weihnachtsmärkte in drei verschiedenen Städten abgeklappert, nächsten Samstag kommt noch einer dazu. Die Märkte in Wuppertal Elberfeld und Hagen sind kaum nennenswert; in 15-20 Minuten ist man komplett über beide gelaufen. Außer den obligatorischen Freßbuden und Glühweinständen, die mich persönlich überhaupt nicht reizen, gibt es einige der üblichen Krimskramsbuden, aber nur wenig, das wirklich zum genauen Hinschauen oder gar Kaufen einlädt. Highlight in Hagen ist das Riesenrad, in Wuppertal die Lebend-Krippe mit Gänsen, Schafen, Eseln und Ziegen.

Gestern Nachmittag waren wir dann mit einigen Freunden in Dortmund. Wieder extrem viele Fressbuden, aber immerhin auch eine Menge Stände mit hübschen Waren. Der 45m hohen Tannenbaum, bestehend aus vielen kleineren Tannen, fand ich persönlich allerdings ziemlich hässlich. Jetzt bin ich gespannt auf den Essener Weihnachtsmarkt; der ist eigentlich jedes Jahr schön.

Weihnachtsplätzchen backen

Gerade haben wir die ersten Weihnachtsplätzchen gebacken: Nougatherzen, meine absoluten Lieblingsweihnachtsplätzchen. Nun kühlen die Kekse aus, heute abend oder morgen werden sie dann mit geschmolzener Nougatmasse bestrichen, zusammengeklebt und schließlich mit Kuvertüre verziert. Lecker!

Ein kleines Erlebnis für sich waren allerdings die Ausstechformen, die ich in einem 1-Euro-Shop gekauft hatte (ich dachte mit, bei Ausstechförmchen könne man ja wohl nichts falsch machen): Der Stern hat sich so leicht verformt, dass die Plätzchen nun z.T. recht länglich gezackt sind.

Lernen im Schlaf?

Es ist wohl der Traum eines jeden Schülers: Die nervigen Vokabeln nicht mehr mühevoll pauken zu müssen, sondern sie einfach entspannt im Schlaf aufzunehmen. Völlig unrealistisch? Vielleicht doch nicht, denn Wissenschaftler haben nun festgestellt, dass die Erinnerungen schlafender Menschen durch akustische Signale gefestigt werden können. Noch fehlt allerdings die Forschung für eine entsprechende praktische Anwendung.

Kurzurlaub in Barcelona

Das letzte Wochenende (Samstag bis Montag) verbrachten Enno und ich in Barcelona; die erste Möglichkeit für uns seit August, dem Arbeitsalltag für einige Tage zu entfliehen. Kurz entschlossen suchten wir letzten Montag nach guten Last Minute-Angeboten und entschlossen uns schließlich für zweieinhalb Tage Barcelona.

Anreise
Samstag morgen sollte es losgehen. Schon um drei Uhr klingelte der Wecker, 30 Minuten später saßen wir im Taxi. Ohne Probleme kamen wir durch den Zoll und den Check In. Wie auf den Billigflügen (Air Berlin in diesem Fall) üblich, gab es kein brauchbares Essen mehr, aber zur Feier des Tages ein Sandwich umsonst. Das war sogar essbar, und wir kamen nach kaum zwei Stunden Flug in Palma de Mallorca an. Nach kurzem Aufenthalt ging es auf den 30minütigen Flug nach Barcelona, der an sich nur aus Steig- und Sinkflug bestand, diesmal mit Niki (Lauda) Air. Auch dort gab es ein Sandwich, welches aber kaum als essbar zu bezeichnen ist.

Samstag
Gelandet in Barcelona machten wir uns auf, das Fließband für die Koffer zu suchen. Da der Weg dorthin äußerst schlecht beschildert war, fanden wir das richtige band eher zufällig. Draußen gab es wenige aussagekräftige Schilder zum ÖPNV, sodass wir uns für ein Taxi entschieden. Das brachte uns schließlich zur richtigen Straße, aber im falschen Stadtteil (wir mussten in einen dem Flughafen näheren Vorort). Nachdem wir dies in einem Telefonat mit der Rezeptionistin herausgefunden hatten, entschieden wir uns, ab dort mit der Metro zu fahren. Das 3-Tage-Ticket für 15.20 Euro war eine gute Wahl, denn damit konnten wir alle Linien des ÖPNV in Barcelona nutzen.

Nach 3-4 Telefonaten mit der Rezeptionistin und drei Stunden nach der Landung kamen wir im Hotel an. Dieses ist zwar im ersten Anlauf nicht gut zu finden, liegt aber eigentlich sehr gut: Man läuft ca. 10 Minuten zur Metro und ist dann in 10 Minuten im Stadtzentrum. Die Rezeptionistin erkannte uns gleich, als wir durch die Tür kamen, und gab uns Bonbons und die Zimmerkarten. Nach einer erfrischenden Dusche zogen wir los, die Innenstadt und den Hafen zu erkunden. Gut 15 Kilometer liefen wir die Hauptstraßen entlang und erkundeten La Rambla, die Flaniermeile, auf der am Wochenende eine Unmenge Stände aufgebaut waren und die von Straßenkünstlern, Touristen und Dealern nur so wimmelte. Ich war fasziniert von all den schönen Gebäuden, die fast alle gut in Ordnung gehalten sind und oftmals sehr hübsch bemalt oder mit Stuck verziert sind. Gegen Abend hatten wir gegessen, eine Menge frischer Fruchtsäfte getrunken, die es auf einem großen Markt gab, waren am Hafen gewesen, hatten erbärmliche Crepes gegessen und La Rambla ausgiebigst erkundet. Anschließend waren wir sehr früh im Hotel und kippten eben so früh ins Bett, schließlich war die letzte Nacht nur sehr kurz gewesen.

Sonntag
Der nächste Morgen begann um 9. Das Frühstück im Hotel war sehr gut (kontinental und britisch); die Gästeliste verriet, dass nur gut 10 Zimmer belegt waren. Dies sollte sich am kommenden Tag ändern, als zwei Reisebusladungen voller Touristen ankamen. Da wir die Einkaufsmeile schon kannten, liefen wir zur berühmten Kathedrale, gingen aufgrund der langen Schlange davor aber nicht rein. Draußen konnten wir noch einen Polizeieinsatz beobachten, allerdings war nicht wirklich zu erkennen, um was es ging. Von dort liefen wir zum Strand, diesmal durch Straßen, die nicht von Touristen wimmelten. Unter anderem kamen wir an einer großen, bunt bemalten Synagoge vorbei. Anders als in Deutschland hatten wir dabei etwa 25 Grad und einen wolkenfreien Himmel, sodass wir bald ins Schwitzen gerieten und Unmengen Wasser tranken. Am Strand angekommen, zog ich die Schuhe aus und lief durch die Brandung. Das Wasser war nicht kalt und die Wellen schön stark – perfekt. Da Enno keine Sonnenmilch dabei hatte, konnte er nicht mit ins Wasser. Vom Hafen aus ging es dann über die La Rambla zur Metro in den Park Güell, welchen uns die Rezeptionistin empfohlen hatte. Dieser besteht aus ein paar spannenden Bauwerken mit Mosaiken, verschlungenen Wegen und großen Plätzen. Im Park (wie auch an allen anderen touristisch interessanten Plätzen) waren überall Sonnenbrillen- und Handtaschenverkäufer, welche ihre Ware auf Tüchern feilboten. An den Ecken der Tücher waren Schnüre befestigt, so dass man den ganzen Stand mit einem Griff auf dem Rücken hatte. Da macht der Begriff “Fliegende Händler” wieder Sinn, wenn die Polizei kommt. Um mal eine Wohngegend zu sehen, fuhren wir mit der L3 bis Trinitat Nova, doch dort war es eher langweilig. Auf der Suche nach Abendessen zog es uns wieder La Ramla entlang und dort wurden wir auch fündig. Anschließend ging es zum Cocktails trinken in die “My Bar”. Die Beine taten uns mittlerweile schon ziemlich weh, die Füße waren geschunden, aber ein Tag stand uns noch bevor. Ein heißes Bad und gegenseitige Fußmassagen halfen ein bisschen. Inzwischen hatten wir über 35 km zu Fuss zurück gelegt.

Montag
Wieder begann unser Tag morgens früh um 9. Nach einem weiteren reichhaltigen Frühstück checkten wir aus und zogen mit unseren Rucksäcken los, um den Weg zum Flughafen zu erkunden, damit wir für den Nachmittag schonmal den Weg und die Fahrzeit kannten. Am Hauptbahnhof fanden wir den Anschlusszug zum Flughafen, stellten fest, dass unsere Tickets auch für diese Strecke galten und suchten uns ein Schließfach, in dem wir einen Rucksack und allen unnöigen Ballast deponierten. Danach zog es uns mit einer Art Bergbahn auf zum Kastell auf dem Muntanya de Montjuic, ein Berg am Rande der Stadt am Hafen. Mit einer Seilbahn ging es das letzte Stück des Weges bergauf. Oben verbrachten wir über zwei Stunden damit, die Aussicht auf die Stadt und ihre Vororte zu genießen und zu beobachten, was im Hafen vor sich ging. Dieser war zwar im Vergleich mit anderen Hafenstädten wie Hamburg oder Rotterdam nicht unbedingt groß. aber trotzdem sehr beeindruckend. Unsere Position auf dem Berg verschaffte uns einen wunderbaren Überblick. Es war extrem warm für Ende November, meistens um die 25°, was sich in der prallen Sonne allerdings noch um einiges wärmer anfühlte.

Gegen Nachmittag zogen wir weiter; wieder Richtung Innenstadt, aber diesmal zu Fuß. Unser Weg führte uns durch viele enge, verwinkelte Straßen; vor vielen Fenstern hingen Gestelle, auf denen Wäsche trocknete. Da uns beiden die Füße, Beine, Rücken etc. zunehmend weh taten, waren wir beide froh, am Nachmittag in dem gleichen Restaurant wie gestern abend zu Mittag essen zu können. Danach gingen wir noch einmal Richtung Strand, um zum Abschied noch einmal durch die Brandung zu laufen. An einer Stelle des Strandes tummelten sich vergleichsweise viele Leute, denn auf einer etwa 50 Meter vorgelagerten “Insel” konnte man ein junges Paar beobachten, das sich deutlich sichtbar für alle vergnügte. Schließlich kehrten wir gegen 16:30 Uhr um und zogen weiter Richtung Metro, um den Rucksack am Hauptbahnhof einzusammeln und uns auf den Weg zum Flughafen zu machen. Ohne große Probleme fanden wir dahin, auch die Sicherheitskontrolle lief unspektakulär ab. Einzig die Dose Mangosaft, die wir vergessen hatten, musste ich schnell runterkippen. Die Wartezeit im Transitbereich verbrachten wir damit, diesen Reisebericht zu schreiben, frisch gepressten Orangensaft zu trinken und Magdalenas und Cracker zu essen.

Als wir schließlich im Flieger saßen, verzögerte sich unser Abflug noch etwas: Plötzlich liefen vorne im Cockpit immer wieder Crewmitglieder und Herren in Warnwesten hin und her. Draußen evrsammelten sich Männer unter der Tragfläche, leuchteten mit Taschenlampen und packten eine Klappleiter aus. Hinter uns kam die lakonische Anmerkung: “Besser, sie bemerken jetzt, dass was nicht stimmt, als später.” Nach 20 Minuten dann die Durchsage des Piloten: Wir hätten lediglich einen späteren Startslot erhalten und würden nicht vor 21 Uhr starten (statt 20:25). Der Flug verlief dann recht ereignislos, umnebelt von großer Müdigkeit. Um 23 Uhr landeten wir wohlbehalten in Düsseldorf und wurden von unserem Shuttleservice eingesammelt, der uns kurz nach Mitternacht zu Hause absetzte.

Gedenkveranstaltung und Zeitzeugenbesuch

Anlässlich der Reichskristallnacht, die sich in der vergangenen Woche zum 71. Mal jährte, veranstalteten wir im Rahmen eines Seminars eine kleine Gedenkveranstaltung in der Begegnungsstätte Alte Synagoge Wuppertal. Auch wenn nicht sehr viele Leute da waren, so kam das etwa halbstündige Programm doch gut bei den Anwesenden an. Neben zwei kurzen Redebeiträgen, die die Geschehnisse der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 erläuterten, wurde aus dem Protokoll der Wuppertaler Feuerwehr vorgelesen. Den Abschluss des Abends bildete dann der Bericht einer älteren Dame, die die Ausschreitungen damals miterlebt hatte. Sie erzählte uns sehr bewegend von ihrem Leben als halbjüdisches Mädchen in Wuppertal während des Nationalsozialismus. Mich berühren solche Erlebnisberichte von Zeitzeugen immer wieder aufs Neue; wenn man hört, was diese Menschen durchgemacht haben, wird einem erst so richtig bewusst, wie gut es uns geht.

Jubiläum

Es ist zwar schon vier Tage her, aber meiner Meinung nach dennoch erwähnenswert: Dieses Blog ist am 13.11. ein Jahr alt geworden. Ich möchte mich herzlich bei allen Lesern für Eure Aufmerksamkeit und die lieben Kommentare bedanken!

Anleitung zum Hände waschen

In der Uni habe ich in einer Toilette eine bebilderte(!) Anleitung gefunden, die in fünf Schritten das richtige Vorgehen beim Hände waschen beschreibt:

1. Den Wasserhahn aufdrehen und die Hände darunter halten,
2. Den Seifenspender benutzen,
3. Die Hände gut einseifen, auch zwischen den Fingern,
4. Die Hände sorgfältig abspülen,
5. Und zu guter letzt noch alles gut abtrocknen.

Wow, wir wären verloren und würden alle ungehindert Viren verbreiten, wenn es keine solche hübsch bebilderte Anleitung gäbe!

Wenn Eltern ihre Kinder auf dem Spielplatz nicht mehr selbst beaufsichtigen dürfen…

In Watford (Great Britain) dürfen Eltern ihre Kinder auf zwei öffentlichen Spielplätzen nicht mehr selbst beaufsichtigen – es sei denn, sie können ein polizeiliches Führungszeugnis vorweisen. Stattdessen kümmern sich sogenannte play rangers um die Kinder; das Gelände ist von einem zwei Meter hohen Zaun umschlossen. Nun regen sich die Eltern auf, sie würden alle als potentielle Pädophile behandelt. Die Details sind schon spannend zu lesen