Praktikum

Seit Anfang der Woche mache ich nun mein Fachpraktikum Geschichte an einem Hagener Gymnasium. Mein Eindruck bisher ist ein sehr guter: Nette Lehrer, viele interessierte Schüler, mit denen man in Geschichte viel und engagiert diskutieren kann. Das Schulgebäude macht durch laufende Renovierungsarbeiten einen etwas chaotischen Eindruck, aber man findet sich eigentlich ganz gut zurecht. Ich hatte schon viel Spaß und habe viele Klassen kennen gelernt. Zwei Lehrer haben mir schon zugesagt, dass ich auch selber unterrichten darf. Jetzt habe ich mir ein Geschichtsbuch geschnappt und schaue mal, was für ein Thema sich anbietet :)

“Politische Gründe”

Wieso ist die Karotte eigentlich orange? Einen rein biologischen Grund gibt es dafür nicht, denn in der Natur kommt bzw. kam die Karotte in allen möglichen Farben vor – von weiß über gelb und rot bis hin zu violette. Erst seit dem 17. Jahrhundert hat sich die orange Farbe durchgesetzt. Und warum? Weil Wilhelm von Oranien Karotten in der Farbe seines Königshauses züchten ließ. So kam die Karotte aus politischen Gründen zu ihrer Farbe. Mehr Infos gibt es bei fh.

HAR 2009

Seit Sonntag sind wir zurück von Hacking at Random, dem großen Hackercamp vom 13. bis 16. August 2009 in Vierhouten, Niederlande. Vier Tage später als geplant kamen wir Mittwoch auf dem Campground an, Donnerstag fingen schon die ersten Vorträge und Workshops an. Unser Zelt stand glücklicherweise am Rand des Zeltplatzes (-> verhältnismäßig ruhig) und lag auf einem Hügel zwischen Bäumen (-> Schatten) – perfekt also.

Mein erstes Camp (nach zwei CCC Kongressen) hat mir gut gefallen und viel Spaß gemacht. Wir haben viel gelacht, und da ich jetzt auch einige Leute ein bisschen besser kenne, wird es auch immer interessanter für mich. Zugegeben, viele der Vorträge sind mir zu technisch, aber man ist ja vor allem wegen der Leute da :)

Meine persönlichen Highlights:
– mit Server, Monitor, Maus und Tastatur sowie Tisch und Stühlen zum Campen zu fahren (das Auto war gerappelt voll für die vier Tage)
– beim Lockpicken und Kopieren von Schlüsseln zuschauen
– am Infodesk stehen und keine Ahnung zu haben – aber man kann ja immer weiter verweisen; außerdem waren die Leute nett
– der arme Kerl, der von den Kontrolleuren am Eingang zum Infodesk geschickt wurde, um sein mitbestelltes T-Shirt abzuholen, von uns zum Eingang zurückgeschickt, dann wiederum zum Infodesk, von da aus an eine weitere Stelle lief, nur um dann beim T-Shirtshop (neben dem Infodesk) sein Shirt ausgehändigt zu bekommen
– Hacker Jeopardy in der ersten Reihe
– Party in der italienischen Botschaft
– Mate in rauen Mengen

Leider war am Sonntag schon wieder alles vorbei, und da keine für uns interessanten Vorträge mehr kamen und viele andere noch schliefen, machten wir uns gegen 13 Uhr auf den Heimweg.

Und weil mich ganz viele Leute fragen, was ich denn auf diesem Hackercamp gelernt habe: Nichts. Zumindest nichts, was viele Leute interessieren würde. Aber ich hatte viel Spaß und weiß jetzt, wie schlecht man ein Cartoon Quiz moderieren kann, dass kaum ein Schloss unknackbar und kaum ein Schlüssel unkopierbar ist, wie nett niederländische Polizisten sein können und dass man wirklich keine Ahnung von technischen Dingen haben muss, um am Infohelpdesk zumindest ein bisschen weiterzuhelfen oder aber an die richtigen Leute weiter zu verweisen. Achja, und ich habe mal wieder festgestellt, wie nett und offen doch die meisten Menschen in der Hackerszene sind. Das ist doch auch was :)

Peinlich, peinlich…

Sowas ist doch echt peinlich: Bei der Sprengung eines Fabrikgebäudes in der Türkei ist das Gebäude nicht, wie geplant, in sich zusammengestürzt, sondern hat sich stattdessen aufs Dach gedreht. Klingt abstrus, sieht aber umso witziger aus. Zum Glück haben die umstehenden Gebäude nichts abbekommen. Ein Video gibt es hier.

Partyspiel

Gestern auf einer Geburtstagsparty gespielt: Man sollte mindestens sieben oder acht Spieler haben, gerne auch mehr. Jeder Spieler bekommt eine Karte, auf der seine Rolle steht (Mörder, Detektiv oder Bürger). Diese Rolle muss er vor den anderen Spielern verheimlichen. Ziel des Spiels ist es, dass die Bürger die Mörder entlarven und ausschalten; der Detektiv muss Hinweise geben. Die Mörder kennen sich untereinander, der Detektiv weiß, wer die Mörder sind.

Ablauf: Jeder bekommt verdeckt eine Karte. Alle schließen die Augen. Die beiden Mörder öffnen die Augen, sehen sich an und schließen die Augen wieder. Dann heben sie die Hand, der Detektiv öffnet die Augen und sieht,w er die Mörder sind. Dann schließen alle wieder die Augen, nehmen ggf. die Hand runter. Nun öffnen alle die Augen und das Spiel beginnt. Moderiert wird diese Prozedur von einem Spielleiter.

In jeder Runde dürfen die Bürger einen Mitspieler als Mörder verdächtigen und hängen. Dies geschieht durch Diskussion, Denunziation, Verdächtigungen etc. Alle einigen sich per Mehrheitsbeschluss darauf, welcher Spieler gehängt wird. Die Mörder werden versuchen, sich gegenseitig zu decken, der Detektiv wird versuchen, den Mehrheitsbeschluss unauffällig in die “richtige” Richtung zu lenken.

Ist die erste Entscheidung gefallen, muss der Gehängte verraten, ob er Mörder war oder nicht. War er es, so ist nur noch ein Mörder im Spiel und die Bürger sind ihrem Ziel einen Schritt näher gekommen.

Nun dürfen die beiden Mörder entscheiden, welchen der Mitspieler sie als nächstes töten wollen. Dazu schließen alle die Augen, die Mörder einigen sich per Handzeichen auf ihr Opfer.

So geht es weiter, bis die Mörder gefasst sind oder aber genug Bürger ausgeschaltet haben, um per Mehrheitsbeschluss nicht mehr gehängt werden zu können.

Ein kurzweiliges Spiel, das auch gut für Runden ist, in denen sich nur wenige untereinander kennen. Wir hatten gestern abend jedenfalls viel Spaß damit!