Archive for April, 2009

Lehrermangel

Lehrermangel ist ein leidliches Thema, dass auch Deutschland zur Genüge kennt. Großbritannien bzw. London hat jetzt eine neue Taktik, wie man am Besten damit umgeht: Man setzt Türsteher, ehemalige Soldaten oder Polizisten, Feuerwehrmänner oder Gefängniswärter (!!) ein, um Unterrichtsausfall zu vermeiden. Klar, die können ja auch gut mit Kinder und Jugendlichen umgehen, wozu da etwa eine pädagogische Ausbildung verlangen. Immerhin können sie die Klasse ruhig halten: “Baisley said some schools seemed to believe the job of supervising a lesson was about ‘crowd control and childminding; if you’re stern and loud, that’s what’s necessary to do the job’, he said.” Fachliche Kompetenzen? Nebensächlich!

 

Coole Katzen

 

Karfreitag

Ich wollte es ja gar nicht glauben, als Enno eben meinte, dass man am Karfreitag ja laut Gesetz nicht tanzen dürfe. Das klang für mich nach einer uralten Regelung, die spätestens seit den 1970er Jahren abgeschafft gehört. Doch nein:

Viele Nichtchristen kritisieren das am Karfreitag wie auch an anderen „stillen Tagen“ geltende Tanzverbot in Deutschland. Es verbietet verschiedenartige öffentliche Veranstaltungen, wie zum Beispiel Tanz- oder Sportveranstaltungen, an diesem Tag abzuhalten. Auch Theater müssen in ihrem Spielplan den Karfreitag berücksichtigen, reine Komödien dürfen nicht gespielt werden.

Ja, sind wir denn noch im Mittelalter??

 

Neues Semesterticket

Seit ich im Wintersemester 2006/07 mit dem Studium begonnen habe, galt mein Studierendenausweis auch als Semesterticket für den gesamten VRR. Handliches Kartenformat, allerdings aus labberigem Material und schnell abgegriffen.

Seit diesem Sommersemester haben wir nun ein NRW-Ticket, was an sich sehr praktisch und günstig ist. Das einzig blöde: Das Ticket ist nicht mehr im Studierendenausweis enthalten, sondern muss von jedem Studierenden selbst ausgedruckt werden. So läuft man dann mit einem DIN A4 Blatt mit einem Code wie auf Onlinetickets der Bahn drauf herum. Völlig unpraktisch, weil man es kaum transportieren kann, ohne das Blatt zu verknicken; verkleinern oder einschweißen darf man es auch nicht. Von den Kontrolleuren in Bus und Bahn gab es auch schon einige irritierte Blicke. Besonders toll ist es übrigens, wenn man in einer der Städte wohnt, in denen man beim Busfahrer sein Ticket vorzeigen muss… Da fragt man sich doch: Warum hat man es nciht gelassen, wie es in den letzten Jahren ganz gut funktioniert hat?

 

Der Durchschnittsdeutsche

Gestern abend lief im Fernsehen eine Sendung, in der der Durchschnittsdeutsche und sein durchschnittliches Leben vorgestellt wurden. An sich nichts besonderes und wenige Überraschungen. Nur eins hat uns wirklich verwundert: Was für seltsame Dinge die Deutschen im Klo entsorgen. Essensreste sind eine Sache, das dürfte weit verbreitet sein und ist ja auch nachvollziehbar. Dass aber regelmäßig Unmengen an Kondome, Binden, Tampons, Zahnbürsten und Damenstrümpfen über die Toilette entsorgt werden, fanden wir schon sehr seltsam. Wer bitte kommt auf solche Ideen?!

 

Argh!

Gestern in der Schwebebahn. Eine junge Frau, die sich insgesamt unmöglich aufführte und dauernd rummeckerte, unterhielt sich irgendwann mit ihrem Begleiter: “… und dann waren da diese Zeugen Jehovas mit ihrem Leuchtturm…”

 

Haushaltsauflösungen

… sind meistens mit viel Arbeit verbunden, und man ist froh, wenn man jemanden findet, der einem einen Teil der Dinge abnimmt. Da Enno und ich bald zusammen ziehen, können wir eh eine Menge Dachen gut gebrauchen, und da mein Bruder Malte und seine Freundin Lena ebenfalls noch auf der Suche nach Haushaltsgegenständen sind, waren wir heute morgen zu viert dabei. Unsere Ausbeute ist ganz ordentlich: diverse Töpfe (u.a. ein Schnellkochtopf) und Schüsseln, Küchenmesser, Dekotierchen, Sektgläser und Dessertschälchen, aber auch Blumenvasen, Tischdecken und Gesellschaftsspiele. Der Morgen hat sich gelohnt! :)

 

Antiaggressionstraining

Ein Bekannter erzählte von einem Antiaggressionstraining, dass vor einiger Zeit an seiner Schule durchgeführt worden war, weil seine Klasse als besonders aggressiv eingeschätzt wurde. Zum einen hatte die gesamte Klasse keine Lust auf das Training, sodass die Motivation und Arbeitsbereitschaft entsprechend gering war. Nun dauerte das Training allerdings auch von morgens um 9 bis 18 Uhr abends. Da hat sich die Klasse natürlich besonders gefreut. Nach 9 Stunden waren die Aggressionen in der Klasse um einiges gestiegen und richteten sich – natürlich – gegen den Trainer. Klarer Fall von dumm gelaufen!

 

“Mein Sohn…”

Gerade im Bus unterhielten sich zwei ältere Damen über ihre Kinder. Nach einiger Zeit meinte dann die eine von ihnen: “Ach, meiner ist ja auch schon 53.” In einem ziemlich verwunderten Tonfall. Da musste ich schon ein bisschen grinsen.