Steinzeit

Neulich bei der Englisch-Nachhilfe hatten wir ein Stückchen vorgearbeitet und schonmal eine Bildergeschichte zur Invasion in England in 1066 besprochen. Gestern dann ärgerte sich meine Nachhilfeschülerin: “Dieses Steinzeitthema machen wir übrigens gar nicht.” Es hat einen Moment gedauert, bis ich geschnallt hatte, was sie meinte.

Schreibfaul

Ich habe grade erstaunt festgestellt, dass ich hier seit fast einer Woche nichts geschrieben habe. Im Moment war bzw. bin ich allerdings viel mit Packen für den Umzug, Hausaufgaben für die Uni und der Vorbereitung unseres Beitrags zu einer Gedenkveranstaltung am letzten Sonntag (Bericht folgt) beschäftigt. Ab Donnerstag wird es dann richtig ernst, Freitag steht die meiste Arbeit an und Samstag und Sonntag heißt es dann hoffentlich “nur” noch Einräumen. Heute abend gehts zum ersten Mal mit der neugierigen Familie in die Wohnung.

Überflüssige Lehrerkommentare

Manche Kommentare, die sich einige Lehrer leisten, sind leider völlig überflüssig, ungerecht und verletzend. Ein Mädchen, dem ich seit kurzem Nachhilfe in Englisch gebe, hat in der letzten Arbeit eine drei geschrieben. Weil ihr nur ein Punkt zu einer besseren Note fehlte, wollte sie sich auf die Suche nach dem fehlenden Punkt machen. Daraufhin meinte die Lehrerin nur: “Lass mich lieber nach mehr Fehlern suchen, es kann eh nicht sein, dass DU eine drei hast.” Sowas muss doch echt nicht sein!

Wochenende

Ich habe ganz vergessen, von unserem Wochenende zu berichten: Neben den ersten Texten und Hausaufgaben für das neue Semester (meine Englisch-Dozenten sind mit sowas sehr großzügig…) hatten wir auch die Zeit, am Sonntag für den HAR Field Day nach Vierhouten in den Niederlanden zu fahren. Einen kleinen Bericht und weitere Infos liefert Enno. Es ist ein sehr schönes Gelände, wenn auch etwas klein, und die vielen netten und lustigen Leute, die ebenfalls dort waren, versprechen eine sehr witzige Woche im August. Ich bin schon sehr gespannt, schließlich ist das nach zwei CCC-Kongressen mein erstes Hacker-Camp.

Hagen, ich komme!

Ab Montag haben wir den Schlüssel für unsere neue (und erste gemeinsame) Wohnung. Damit wir beide gut zur Uni bzw. zur Arbeit kommen, haben wir uns auf der Mitte zwischen Wuppertal und Bochum getroffen, und das ist nunmal Hagen. Nächsten Freitag und Samstag soll es dann soweit sein, und ich bin schon sehr gespannt, schließlich ist es für mich der erste Umzug seit 10 Jahren und erst der dritte insgesamt.

Da ich im Sommer mein nächstes Praktikum an einer Schule machen möchte, hatte ich mich an einem Hagener Gymnasium beworben. Heute kam dann die Zusage. Das bedeutet für mich: 600m Fußweg von der neuen Wohnung zur Schule. Yehaaa :)

Update zum Semesterticket

Ich hatte hier schon von unserem neuen NRW-Semesterticket berichtet: Ein selbst ausgedrucktes Blatt Papier in DinA4 Format mit einer Menge Text und einem Codefeld wie bei Online Tickets der Bahn. Mein Fazit bisher: insgesamt unhandlich und nervig.

Ich bin in den letzten drei Wochen ungewöhnlich häufig kontrolliert worden, und die meisten Kontrolleure haben das Ticket nach einem irritierten Blick akzeptiert. Es dauert extrem lange, bis man das Ticket hervorgekramt hat, die Kontrolle dauert auch länger als gewöhnlich, weil so viel Text auf dem Ticket steht und viele Kontrolleure dann noch ihr Lesegerät auspacken und nach dem Ausweis fragen. Ist ja alles nicht schlimm, aber nervig. Heute bin ich nun zum ersten Mal von einem Schaffner der Bahn kontrolliert worden, der mir nicht glauben wollte, dass dieser Zettel mein Semesterticket sei. Er meinte, dass sei ja selbst ausgedruckt und alleine nicht gültig; ich müsste ja noch einen Fahrausweis bei mir haben, damit die Verkehrsverbünde das akzeptieren können. Tja, Studierendenausweis und Semesterticket in einem war einmal! Mir war das alte System ja auch lieber, aber es wäre schon sinnvoll, wenn auch alle Kontrolleure über die neue Regelung Bescheid wüssten, bevor sie den Fahrgästen falsche Informationen geben.

Standesgemäßes Ableben…

1. Der Gärtner beißt ins Gras.
3. Der Koch gibt den Löffel ab.
4. Der Turner verreckt.
5. Den Elektriker trifft der Schlag.
6. Der Pfarrer segnet das Zeitliche.
7. Der Spachtelfabrikant kratzt ab.
8. Der Schaffner liegt in den letzten Zügen.
9. Der Beamte entschläft sanft.
10. Der Religiöse muss dran glauben.
11. Der Zahnarzt hinterlasst eine schmerzliche Lücke.
12. Der Gemüsehändler schaut sich die Radieschen von unten an.
13. Der Fechter springt über die Klinge.
14. Die Putzfrau kehrt nie wieder.
15. Der Anwalt steht vor dem jüngsten Gericht.
16. Der Autohändler kommt unter die Räder.
17. Der Kfz-Mechaniker schmiert ab.
18. Der Förster geht in die ewigen Jagdgründe ein.
19. Der Gynäkologe scheidet dahin.
20. Der Schornsteinfeger erbleicht.
21. Der Rabbi geht über den Jordan.
22. Der Optiker schließt für immer die Augen.
23. Der Eremit wird heim gerufen.
24. Der Tenor hört die Englein singen.
25. Der Spanner ist weg vom Fenster.

Danke an Malte für diese Aufstellung!

Urlaubserlebnisse

Malte und Lena haben im Oster-Urlaub einiges erlebt. Eine (un)schöne Geschichte: Nachts ist Malte im Prater eine seiner Kontaktlinsen plötzlich aus dem Auge gefallen. Keine schöne Sache, wenn man da steht und nichts mehr sieht; passiert zum Glück aber nur selten, wäre auf Dauer auch ein teures Vergnügen. Die Geschichte erzählte er eben mit folgendem Kommentar:

“Was meinst du, wie das ist, wenn dir 700€ aus dem Auge fallen – und soooo klein!”

Seltsame Moralvorstellungen

Ich finde, der Begriff “Moral” ist immer problematisch und hat viel zu oft einen dogmatischen Charakter. Besonders, wenn ich solche Meldungen lese, kann ich die Scheinheiligkeit der Menschheit kaum fassen: In Afghanistan ist ein junges Pärchen (sie 19 und er 21) nach einem “Prozess” vor einem “konservativen Klerikerrat” der Taliban öffentlich erschossen worden. Der Grund: “Übertretung der islamischen Moralgesetze”. Ganz toll sowas!