Fun im StudiVZ

StudiVZ ist schon ne coole Sache, vor allem, weil man sich in den diversen Gruppen mit Unmengen an (schlechten) Witzen und anderen lustigen Dingen eindecken kann. Hier eine kleine Auswahl aus der letzten neuentdeckten Gruppe:

Sagt eine kleine zu einer großen Kerze: “Der wind ist aber ganz schön gefährlich.” Sagt die große Kerze: “Da kannste von ausgehen!”

Kommt ein Vampir auf einem Tandem in die Alkoholkontrolle. “Guten Abend. Haben sie etwas getrunken?” – “Ja, 2 Radler!”

Wenn Zwerge miteinander reden haben sie Smalltalk.

Was ist weiß, flauschig und weich und hockt meist auf dem Dach?
Na, ein Schafschütze!

Warum kann man DJs telefonisch nicht erreichen?
Weil die immer auflegen.

Warum wird die Dunkelheit verhaftet?
Wegen Einbruchs.

Zwei Tafeln Schokolade fallen aus dem Regal. Unten angekommen jammert die eine: “Ich hab mir ne Rippe gebrochen.” Darauf die andere: “Na und, ich bin auf meine Nüsse gefallen!”

Sinn und Unsinn des sprachlichen Purismus

Aus gegebenem Anlass (Klausur in Sprachwissenschaften zur Entwicklung und Veränderung der englischen Sprache) ein kleiner Exkurs zu sprachlichem Purismus, also zu Bestrebungen, eine Sprache so zu halten, wie sie ist, und äußere Einflüsse bloß fernzuhalten. Dieses Phänomen ist uns allen bekannt: Bei neuen Entwicklungen in einer Sprache gibt es immer eine Menge Leute, die etwas dagegen hat. Das sehen wir im Moment besonders bei der Aufnahme von Lehnwörtern aus anderen Sprachen, vor allem aus dem Englischen. Oft genug wird gegen Anglizismen gewetter, Wörter wie “Laptop” durch konstruierte deutsche Wörter wie “Klapprechner” zu ersetzen versucht. Doch warum eigentlich?

Einflüsse aus anderen Sprachen machen eine Sprache nicht “kaputt”. Im Gegenteil, sie bereichern sie sogar, zumal viele neue Ausdrücke für Dinge, die es vorher gar nicht gab, zusammen mit diesem Gegenstand übernommen werden. Spracheinflüsse kann man als ein Zeichen für Weltoffenheit, für rege Kontakte mit dem anderssprachigen Ausland verstehen. Ist das etwas negatives?

Jede Sprache verändert sich, nichts bleibt auf ewig gleich. In keiner Sprache. Auch Deutsch beinhaltet viele Wörter, die ursprünglich Lehnwörter waren, und zwar aus diversen Sprachen (z.B. Latein, Griechisch, Französisch, Englisch, Italienische, Spanisch und viele andere). Diese Worte haben geholfen, unsere Sprache zu dem zu machen, was sie heute ist. Außerdem: Sprache lässt sich zu nichts zwingen. Wenn eine Sprache sich verändert und Lehnwörter aufnimmt, dann nur, weil die Sprecher dieser Sprache dies tun. Wir sind also selber für die Veränderungen unserer Sprache verantwortlich, und wenn etwas neues von der Mehrheit der Sprecher akzeptiert worden und somit fester Teil der Sprache geworden ist, dann ist das weder “gut” noch “schlecht”, sondern einfach eine Tatsache.

Die Entstehung der Ernährungslehren

Am Anfang…

… bedeckte Gott die Erde mit Brokkoli, Blumenkohl und Spinat, mit Gemüse aller Art, dass Mann und Frau lange und gesund leben konnten.
Und Satan schuf Mövenpick und Bahlsen. Und er fragte: “Noch ein paar heiße Kirschen zum Eis?” Und der Mann antwortete: “Gerne”. Und die Frau wünschte sich eine Waffel dazu. So gewannen beide 5 Kilo.

Und Gott schuf den Joghurt, um der Frau jene Figur zu erhalten, die der Mann so an ihr liebte.
Und Satan brachte das weiße Mehl aus dem Weizen und den Zucker aus dem Zuckerrohr und kombinierte sie. Und die Frau änderte ihre Konfektionsgröße von 38 auf 46.

Also sagte Gott: “Versuch doch mal meinen frischen Gartensalat.”
Und der Teufel schuf das Sahnedressing und den Knoblauchtoast als Beilage. Und die Männer und Frauen öffneten ihre Gürtel nach dem Genuss um mindestens ein Loch.

Gott aber verkündete: “Ich habe euch frisches Gemüse gegeben und Olivenöl, um es darin zu garen.”
Und der Teufel steuerte kleine Bries und Camemberts, Hummerstücke in Butter und Hähnchenbrustfilets bei Und die Cholesterinwerte der Menschen gingen durch die Decke.

Also brachte Gott Laufschuhe, damit seine Kinder ein paar Pfunde verlieren würden.
Und der Teufel schuf das Kabelfernsehen mit Fernbedienung. Und Männer und Frauen lachten vor dem Bildschirm und fingen an, sich in Jogginganzüge aus Stretch zu kleiden.

Daraufhin schuf Gott die Kartoffel, arm an Fett und vor wertvollen Nährstoffen nur so strotzend.
Und der Teufel entfernte die gesunde Schale und zerteilte das Innere in Chips, briet sie in tierischem Fett unf bestreute sie mit Unmengen Salz. Und der Mensch gewann noch ein paar Pfunde mehr.

Dann schuf Gott mageres Fleisch, damit seine Kinder weniger Kalorien verzehren mussten, um satt zu werden.
Und der Teufel schuf MacDonald’s und Cheeseburger für 99 Cent.

Dann fragte Luzifer: “Pommes dazu?” Und der Mensch sagte: “Klar, ne extra große Portion mit Majo!” Und der Teufel sagte: “Es ist gut.” Und der Mensch erlitt einen Herzinfarkt. Gott seufzte und schuf die vierfache Bypassoperation am Herzen. Und der Teufel erfand die gesetzliche Krankenversicherung.

Karneval

Ich bin ein eingefleischter Karnevalsflüchtling und mache um alles, was damit zu tun hat, einen großen Bogen. Den ganzen Berichten im Radio kann man nicht so einfach entkommen (es sei denn, man verzichtet auf die Musik). So hörte ich eben eine Reihe von Interviews mit Kindern zum Thema Verkleidung. Es kam das typische: Die Mädchen gehen als Prinzessinen und Hexen, die Jungs als Cowboy, Pirat und mit allem, wo Waffen gerechtfertigt sind. Ein Junge sagte dann voller Stolz: “Ich gehe als Pirat, und ich habe ZWEI Augenklappen!” Darauf sein Freund: “Aber dann siehst du doch gar nichts mehr…” Es folgte konsterniertes Schweigen. Gut beobachtet, Sherlock :)

(Un)Rechtsprechung

Schon seit einiger Zeit wunderte man sich über den hohen Anteil an Gefängisstrafen, die ein Jugendrichter in Pennsylvania verteilte (ca. 25% seiner Urteile anstatt der durchschnittlichen 10%). Nun kam heraus, wieso Judge Ciavarella so erstaunlich streng vorging: Er und ein Kollege hatten Verträge mit zwei privaten youth detention centers (also privaten Jugendgefängnissen) abgeschlossen, die ihnen dafür mehr als 2,6 Millionen Dollar zahlten. Das lief seit 2003; viele der Verurteilten waren zum ersten Mal straffällig geworden, manche sitzen immer noch in Haft. Sowas passiert also, wenn man Gefängnisse privatisiert…

Immerhin scheint auf die beiden Richter nun eine empfindliche Strafe zu erwarten: 87 Monate Haft sowie Verlust ihres Amtes und ihrer Pensionsansprüche. Beide haben sich schon schuldig bekannt. Doch was ist mit all den Jugendlichen, die völlig überzogene Strafen über sich ergehen lassen mussten? Wer kann das begangene Unrecht jemals wiedergutmachen? Oder kommt jetzt wieder das “die werden es schon verdient haben”-Argument?

Falsche Erinnerungen

Gerade fand ich einen sehr interressanten Artikel darüber, wie Menschen falsche Erinnerungen implementiert werden können. An der University of Calfiornia, Irvine, konnte in einer Studie festgestellt werden, dass man z.B. sogar Folteropfern suggerieren kann, jemand anders habe die Folter durchgeführt: Nach dem “Verhör” kommt jemand anders durch die Tür in deine Zelle, hält dir ein Foto vor die Nase und fragt dich, ob dir dein inerrogator etwas zu essen gegeben habe. 85% der Soldaten identifizierten später den Mann auf dem Foto als ihren Folterer, nicht den wirklichen Täter. Sehr erschreckend!

Der Artikel informiert zudem über weitere Möglichkeiten, Leuten falsche Erinnerungen einzuprägen. Erstaunlich, was da alles möglich ist, ohne dass es hinterher nachweisbar wäre…

Ebenfalls einen Blick wert: Die Kommentare zu dem Artikel, denn dort gibt es genug Leute, die sich über die Formulierung “Guantanamo-style interrogation” aufregen. Klar, Folter in Guatanamo ist ja auch ein völlig abwegiger Gedanke!

Ein Kommentator schreibt dagegen etwas sehr interessantes: “The police have know this for years, thats why they spend so much money in the area of CSI. People do not spend enough time concentrating and making theirselfs remember. It takes a lot of effort to remember someones face, clothes, etc. However start at the top and work down, that helps. I’ve felt sorry for victims and witnesses who have to try to identify someone, the least reliable means of ID is a witness.”

Unerwartete Unfallfolgen

Die Amerikanerin Lee Redmond hat sich bei einem Autounfall die Fingernägel abgebrochen. Klingt nicht wirklich dramatisch, hat aber einen besonderen Hintergrund: Sie hatte sich seit 30 Jahren die Nägel nicht geschnitten, sodass sie sogar einen Eintrag ins Guiness-Buch der Rekorde bekam. Jetzt sind die Nägel ab, sie selbst ist auch recht schwer verletzt. Sehr ärgerlich nach der ganzen Mühe…