Nicht ganz dicht
Posted in Zitat des Tages on 01/18/2009 10:21 pm by verenaDozent nach einem verwirrenden Verhaspler: “Nehmen Sie es mir nicht übel, ich bin heute nicht ganz dicht.”
Dozent nach einem verwirrenden Verhaspler: “Nehmen Sie es mir nicht übel, ich bin heute nicht ganz dicht.”
Donnerstag im Kurs “Regionale, soziale und historische Variation des Englischen”. Der Dozent gab den Klausurtermin bekannt und sprach auch ein bisschen über den zu erwartenden Inhalt. In den letzten Wochen hatten wir uns mit der englischen Geschichte auseinandergesetzt, und er sagte: “Ich erwarte gar nicht so viel an Geschichtswissen von Ihnen. Aber ein paar Eckdaten sollten schon drin sein. Und wenn Sie mir, wie einer Ihrer Kommilitonen letztens, erzählen wollen, dass das Mittelalter 1850 endete, dann zerreiße ich Ihre Klausur!”
Es kann nie schaden, etwas über erste Hilfe zu wissen, deshalb habe ich schon in der Schule im Schulsanitätsdienst mitgewirkt. Man braucht dieses Wissen zwar im Allgemeinen nicht sehr oft, aber wenn dann doch mal was passiert, ist man doch sehr froh, wenn man wenigstens ein bisschen Ahnung hat.
Heute hatten wir in der Uni einen kleinen Notfall, bei dem mir meine Erste Hilfe-Ausbildung allerdings nicht viel helfen konnte. Ich stand gerade vor dem Büro und unterhielt mich mit zwei Kolleginnen, als eine dünne Stimme von der Mitte des Parkplatzes um Hilfe rief. Eine Frau stand dort halb zusammengesunken und konnte sich keinen Millimeter mehr vorwärts bewegen. Wir also zu dritt hin und erstmal gestützt. Es handelte sich anscheinend um sehr akute Rückenschmerzen. Meine Kollegin (die als einzige die Hände frei hatte) sollte dann den Notruf absetzen und wollte erstmal 110 anrufen (!?). Zum Glück hatte eine andere Kollegin aus dem Fenster alles beobachtet und schnell die Betriebssanitäterin alarmiert, die innerhalb von drei Minuten da war und uns half, die arme Frau ins warme Treppenhaus zu verfrachten. Sie vermutete dann aufgrund der Symptome (kaum bewegungsfähig, hinsetzen ging nicht, bei vorne aufstützen ging Stehen einigermaßen, ständig starke Schmerzen), dass die Lendenwirbel schuld seien und bestellte einen KTW. Den Ausgang bekam ich nicht mehr mit, weil ich zur Vorlesung musste, aber vielleicht erfahre ich morgen bei der Arbeit ja näheres. Ich wünsche auf jeden Fall gute Besserung!
In der Wenzelnbergschlucht in Remscheid Lüttringhausen fand am 13. April 1945, also wenige Tage vor der Befreiung durch die Alliierten, eines von vielen sogenannten “Kriegsendphaseverbrechen” statt: Über 70 Häftlinge wurden dort ohne Gerichtsurteil erschossen und verscharrt.
Noch in den 40er Jahren begann man, in der Wenzelnbergschlucht jährlich Gedenkveranstaltungen abzuhalten. Dabei wechseln sich die umliegenden Städte Wuppertal, Solingen und Remscheid mit der Ausrichtung der Veranstaltung ab. 2009 nun werden wir, ein kleiner Kurs des Historischen Seminars der Uni Wuppertal, an der Gedenkveranstaltung beteiligt sein. Zu diesem Zweck setzen wir uns gemeinsam mit Frau Schrader (Begegnungsstätte Alte Synagoge Wuppertal) genauer mit diesem Verbrechen auseinander.
Auf einige interessante Punkte, die wir aufgreifen möchten, sind wir bereits gestoßen (dazu später mehr). Diese passen aber nicht mit einigen weit verbreiteten Irrtümern zusammen. Nun stellen sich uns einige schwierige Fragen: Wie gestalten wir unseren Beitrag, ohne andere Teilnehmer vor den Kopf zu stoßen? Wie können wir trotzdem unsere aufklärerische und dennoch nachdenkliche Botschaft rüberbringen? Wie können wir eine ansprechende und nicht mit Informationen überladene Gedenkveranstaltung gestalten? Darauf und auf einige weitere Fragen werden wir versuchen, gute Antworten zu finden, umzusetzen und im April in der Wenzelnbergschlucht einem interessierten Publikum zu präsentieren.
Gestern zogen Björn und ich ziellos durch die Uni, weil unser Translation-Kurs ausgefallen war. Da ich noch ins Geschichtssekretariat musse, machten wir uns auf den Weg dorthin. Kurz bevor wir unser Ziel erreichten, wurden wir angesprochen, ob wir nicht Kaffee und Kuchen wollten. Klar wollten wir! Also schnell ab ins Sekri und zurück in den kleinen Raum am Ende des Flures. Einladend waren kleine runde Tische mit Teelichtern und Süßigkeiten gedeckt, am andere Ende des Raumes gab es ein recht großes Kuchen- und Getränkebuffet, an dem man sich kostenlos bedienen konnte. Quasi das Paradies auf Erden ;)
Kaum hatten wir uns gesetzt, leisteten uns auch schon einige der Veranstalter Gesellschaft. Wir kamen ins Gespräch, und nun stellte sich auch heraus, wem wir diese angenehme Überraschung zu verdanken hatten: Einer Vereinigung christlicher Studierender, die einmal im Semester eine Woche lang nachmittags zum Zusammensitzen, Gespräche führen und Kuchen essen einladen. Eigentlich mache ich um solche Veranstaltungen bzw. Vereinigungen eher einen Bogen, da ich einige schlechte Erfahrungen gemacht habe und generell nciht viel mit der Kirche anfangen kann, doch diesmal war ich positiv überrascht: Niemand sollte “zwangsbekehrt”, niemandem etwas aufgedrängt werden, das Wort “Religion” fiel nur, wenn man nach der Veranstaltung fragte. Alles sehr zwanglos, offen und angenehm. Da könnte sich die Kirche öfter mal ein Beispiel dran nehmen!
…ist heutzutage ein seltenes Gut. Das musste auch eine Bekannte von mir feststellen, als sie vor einigen Tagen beim Einkaufen auf dem glatten Schneematsch ausrutschte und schmerzhaft auf dem Boden landete. Man könnte meinen, zumindest einer der Leute drumherum hätte sich um sie gekümmert oder ihr aufgeholfen. Nichts da – niemanden hat es interessiert, weder andere Einkäufer noch das Personal. Nun hat sie Abschürfungen an den Händen und ein geprelltes Steißbein. Schöne Welt, in der wir leben…
Was haben wir heute gemacht? Irgendwie nicht besonders viel… Wir sind aufgestanden und haben gefrühstückt. Und dann wars auch schon wieder dunkel ;)
Um 14 Uhr haben wir uns mit Freunden zum Essen gehen getroffen. Also erst von Bochum nach Mühlheim fahren und ab ins Restaurant (eine Reithalle mit Restaurant auf der Galerie). Dort haben wir dann über eine Stunde gewartet, bis das Essen kam. Mit Nachtisch und Rückfahrt dauerte es dann bis 18 Uhr, bis wir wieder zu Hause waren. Da ich mich nicht besonders gut fühle, haben wir danach bloß noch nen Film gesehen und gehen jetzt frühzeitig schlafen.
Google Maps ist eigentlich eine sehr gute und hiflreiche Orientierungshilfe, die ich gerne benutze. Problematisch kann es allerdings werden, wenn man die Funktion directions für Fußgänger verwendet. Da ist mir grade eine sehr umständliche Route von 12 Minuten Dauer für einen Weg von normalerweise kaum 3 Minuten angezeigt worden. Der Hintergrund: Google Maps kannte den Fußgängertunnel nicht und hat nach der nächsten Brücke über die Bahngleise gesucht…
Manchmal frage ich mich, wofür Dozenten sich die Mühe machen, bei Klausuren Aufgabenzettel für verschiedene Gruppen zu verteilen. Wer abschreiben oder spicken will, schafft das so oder so, und den meisten Dozenten ist das sogar recht egal. Dies ist mir gestern wieder bei einer Klausur aufgefallen: Besonders sinnlos sind unterschiedliche Aufgabenzettel dann, wenn nach 30 Sekunden alle Studierenden festgestellt haben, dass die Aufgaben identisch und sogar in der gleichen Reihenfolge sind; nur die Reihenfolge der Antworten, die man auf dem separaten Lösungsblatt ankreuzen muss, ist unterschiedlich. Für diesen hochsicheren Schummelschutz ist die Dozentin mit ihrer Hilfskraft über 5 Minuten durch den ganzen Hörsaal gezogen – was der jeweils anderen Hälfte des Hörsaals genügend Zeit zum gemeinschaftlichen Lösen der Aufgaben gab.
Dozent: “Stricher wurden im alten Rom ‘pueri delicati’ genannt.”
Kommilitonin: “Geiler Name!”
Daraufhin folgte dann ein kleiner Exkurs über die Grundbedeutung des Wörtchens “geil”…