Archive for the ‘Highlights aus der Uni’ Category

Anleitung zum Hände waschen

In der Uni habe ich in einer Toilette eine bebilderte(!) Anleitung gefunden, die in fünf Schritten das richtige Vorgehen beim Hände waschen beschreibt:

1. Den Wasserhahn aufdrehen und die Hände darunter halten,
2. Den Seifenspender benutzen,
3. Die Hände gut einseifen, auch zwischen den Fingern,
4. Die Hände sorgfältig abspülen,
5. Und zu guter letzt noch alles gut abtrocknen.

Wow, wir wären verloren und würden alle ungehindert Viren verbreiten, wenn es keine solche hübsch bebilderte Anleitung gäbe!

 

Fisch für morgen?

Heute zieht aus Richtung Mensa der ekelerregende Geruch von bratendem Fisch zu unserem Büro hoch. Auf der Speisekarte der Mensa ist das Lachsfilet allerdings erst für morgen angekündigt…

Update: Der Fisch ist wohl doch für die Cafeteria bestimmt, denn da gibt es heute Fisch. Puuuuh ^^

 

Vokabelkarten

Heute im Didaktikseminar: Lernen mit Vokabelkarten. Toller Vorschlag eine Didaktikers zur Gestaltung dieser Kärtchen:

Vorderseite – Vokabel (Fremdsprache) + Beispielsätze
Rückseite – Vokabel (Muttersprache) + Grammatikdetails + Eselsbrücken + ähnlich Vokabeln + Gegenteile etc.

Kling ja alles ganz toll, aber
- wie soll dieser Wirrwarr noch übersichtlich und transparent sein,
- wie sollen die Schüler da noch durchblicken,
- wer soll das alles auf Korrektheit kontrollieren (sonst ist der Lerneffekt ja weg),
- wer soll überhaupt die Zeit investieren, in knappen Unterrichtsstunden all diese Zusatzinformationen an die Schüler weiterzugeben und darauf zu achten, dass die ihre Vokabelkarten ordentlich pflegen,
- und wer, bitte schön, ist so naiv zu glauben, dass auch nur ein einziger Schüler dieses umständliche und langwierige System länger als zwei Wochen durchziehen würde?!

Da sollte man sich doch lieber auf das Wesentliche konzentrieren und hoffen, dass die Schüler im Unterricht motiviert und konzentriert genug sind, um die feineren Details der neuen Vokabeln mitzubekommen.

 

Was Wortwahl ausmachen kann…

Heute im Englischkurs, Text über Zuckerherstellung etc.

Dozent: “What does sugar contain (apart from sugar cain)?”
Studentin: “… dirt?!”
Dozent: “Well, yes, but the technical term is ‘impurities’…”

Auf Deutsch etwa:
Dozent: “Was enthält Zucker noch (von Zuckerrohr einmal abgesehen)?
Studentin: “… Dreck?!”
Dozent: “Nunja, stimmt schon, aber der Fachausdruck ist ‘Verunreinigungen’.”

 

Spezialexperten

Man sieht sie immer wieder – im Anglistikstudium fallen sie auf als die Leute, die eine grauenvolle Aussprache und Grammatik haben, leider aber Englischlehrer werden wollen. Neues Highlight aus der Fachdidaktik: Kleine Übersetzungsaufgabe für 12jährige. “Ich habe Geburtstag” wurde von unserem angehenden Lehrer mit “I have birthday” übersetzt. Na dann Herzlichen Glückwunsch!

 

Neues vom Semesterticket

Ich hatte bereits von unserem neuen, DIN A4-Semesterticket zum selber ausdrucken berichtet und auch von ersten kleinen Komplikationen hiermit.

Nun gibt es wieder Neuigkeiten: Es war seit Mai erlaubt, den Teil des Tickets mit dem ablesbaren Code auszuschneiden und in eine spezielle Hülle zu packen. Sieht sehr komisch aus, ist aber praktischer als ein dauernd verknitterter Zettel. Da sich aber die Kontrolleure in den Bahnen zunehmend darüber aufgeregt haben, dass man Tickets in keiner Weise verändern darf (verkleinern und einschweißen war ja schon vorher verboten), ist das nun auch wieder abgeschafft worden. Hätte man das nicht vorher klären können? Und warum müssen wir uns überhaupt mit diesen blöden Zetteln rumschlagen? Ich will mein altes Semesterticket zurück…

 

Autsch!

Im Moment herrscht ja der Bildungsstreik an der Uni Wuppertal (dazu bei Gelegenheit mehr). Um überhaupt ins Gebäude zu kommen trotz der Blockaden, musste man am Montag und Dienstag einen Passierschein vorweisen, den man sich beim AStA ausstellen lassen konnte, wenn man gute Gründe hatte, ins Gebäude zu müssen (genau so bürokratisch wie die Verwaltung, die sie deshalb kritisieren, aber das ist ein anderes Thema).

Am nächsten Tag kam es zu folgendem Dialog über das Thema Passierscheine:

Student x: ich hab nen passierschein *g*
Student y: nee, den hol ich mir nicht extra für die dozentin z
Student x: ich werde meinen auch nciht über gebühr beanspruchen
sonst steh ich ja alleine da bei den kursen ^^
Student y: was da muss man noch ne gebühr bezahlen?

 

Überstanden

Das erste Referat diese Woche (das zweite folgt morgen) ist nun überstanden, und trotz katastrophaler Gruppenarbeit im Vorfeld (die ich hier nicht näher ausführen möchte, die aber u.a. “verschollene” bzw. dauerhaft nicht erreichbare Mitglieder und fünf Seiten umfassende Handouts beinhaltete) ist alles gut über die Bühne gegangen :) Auch die Feedback-Zettelchen, die danach von Kommilitonen und Dozentin kamen, waren fast durchweg positiv; die wenigen Kritikpunkte meist hilfreich und sinnvoll. Natürlich gab es auch die üblichen Diskrepanzen: Die einen wollten zur mündlichen Beantwortung von Fragen viel mehr Zeit haben, andere bemängelten die ewiglangen Wartezeiten, die man lieber abkürzen und einfach jemanden drannehmen sollte.

Mein absolutes Highlight war aber der folgende Kommentar, versehen mit einem Minus: Unser Handout sei ja stellenweise ausführlicher gewesen als unsere Präsentation. Jaaaa, und genau das ist ja auch der Sinn, der hinter Handout und Präsentation steht – der gesamte Text des Handouts in der Präsentation selber kommt zwar oft genug vor, ist aber methodisch und didaktisch gesehen der größte Schwachsinn überhaupt. Sollte man als Lehramtsstudent irgendwann kapiert haben…

 

Argh!

Referate sind immer eine besonders schöne Sache, wenn man unter Zeitdruck steht. Noch schlimmer ist es aber erfahrungsgemäß, wenn die Mitglieder einer Gruppe sich untereinander nicht kennen, denn dann klappt oft genug die Koordination nicht. So etwas erlebe ich grade mal wieder: Eins der Mitglieder hat sich bis eine Woche nach Abgabetermin(!) nicht gerührt, ihren Teil abzugeben, und auch auf Mails etc. nicht reagiert.

Nach einigem Hin und Her und einer bösen Mail der Dozentin, kam gestern endlich Bewegung in die Sache. Nun gibt es eine neue Deadline bis allerspätestens Sonntag zum Abgeben der Präsentation. Was kommt da als Vorschlag fürs dringend nötige Treffen? Der Montag!

 

Englische Grammatik

… ist bestimmt nicht immer einfach. Sätze wie “How do you felt about xy” kann man im Nachhilfeunterricht dementsprechend gerade noch verstehen (zumindest bei Unter- und evtl. noch Mittelstufe). Dass genau diese Formulierung aber in einem Fachdidaktik- Referat in der Uni von Englischstudenten verwendet wird, kann ich beim besten Willen nicht nachvollziehen! Das bestätigt nur wieder meinen Eindruck, dass ein guter der Leute, die Englisch studieren, sprachlich nicht wirklich sicher sind. Schlimm nur, dass ausgerechnet diese Leute auf Lehramt studieren.

Besonders schön sind auch immer die, die im Studium noch nicht kapiert haben, dass in der 3. Person Sg. im Präsens ein “s” ans Verb gehängt wird oder dass “information” auch im Plural nicht zu “informations” wird. Kann alles mal passieren, wenn man sich verspricht, aber dann sollte es einem wenigstens auffallen und nicht dreimal in einem Satz passieren. Auch immer wieder ein Highlight: Die Leute, die kein “th” aussprechen können oder ganz allgemein eine unglaublich schlechte Aussprache haben (ich sage nur Auslautverhärtung!). Und sowas soll dann Schülern Englisch beibringen…