Posted in Schule on 09/11/2009 12:17 pm by verena
Nun ist mein Fachpraktikum Geschichte schon wieder zu Ende. Fazit: Drei Wochen sind einfach zu kurz!
Es hat Spaß gemacht. Ich habe viele nette Leute kennen gelernt, weiß jetzt, dass die Nachbarstochter auf diese Schule geht und hatte ganz allgemein viel Spaß mit Kollegen, Mitpraktikanten und Schülern. Zwei eigene Unterrichtsstunden habe ich gemacht, die dritte folgt nächste Woche (nachgeschoben, weil der Kollege diese Woche auf Kursfahrt ist). Und für den 30.9. steht noch ein Museumsbesuch mit einer 6. Klasse an, darauf freue ich mich schon.
Wie schon nach dem letzten Praktikum fühle ich mich in meinem Berufswunsch bestätigt, denn auch wenn es manchmal sehr anstrengend ist, macht es doch eine Menge Spaß. Und: es wird nie langweilig, wie so viele Bürojobs mit jeden Tag gleicher Routine. Besonders schön sind die vielen Fragen und Antworten der Jüngeren, die für uns Erwachsene so lustig sind. Bei Gelegenheit werde ich davon mal ein paar aufschreiben und hier bloggen.
Posted in Schule, Zitat des Tages on 09/11/2009 12:03 pm by verena
Auf einer Treppe vor einem Schulgebäude steht in großen Kreidebuchstaben:
“We are the change”
Mir drängt sich dabei ja die Assoziation “Wir sind das Wechselgeld” auf…
Posted in Schule on 08/28/2009 01:18 pm by verena
Seit Anfang der Woche mache ich nun mein Fachpraktikum Geschichte an einem Hagener Gymnasium. Mein Eindruck bisher ist ein sehr guter: Nette Lehrer, viele interessierte Schüler, mit denen man in Geschichte viel und engagiert diskutieren kann. Das Schulgebäude macht durch laufende Renovierungsarbeiten einen etwas chaotischen Eindruck, aber man findet sich eigentlich ganz gut zurecht. Ich hatte schon viel Spaß und habe viele Klassen kennen gelernt. Zwei Lehrer haben mir schon zugesagt, dass ich auch selber unterrichten darf. Jetzt habe ich mir ein Geschichtsbuch geschnappt und schaue mal, was für ein Thema sich anbietet :)
Posted in Schule on 08/20/2009 09:03 am by verena
Auszug aus einem Brief, den ein Neunjähriger seiner kranken Lehrerin schrieb:
“… Wir alle vermissen Sie, sogar ich.”
Posted in Highlights aus der Uni, Schule on 07/07/2009 03:06 pm by verena
Heute im Didaktikseminar: Lernen mit Vokabelkarten. Toller Vorschlag eine Didaktikers zur Gestaltung dieser Kärtchen:
Vorderseite – Vokabel (Fremdsprache) + Beispielsätze
Rückseite – Vokabel (Muttersprache) + Grammatikdetails + Eselsbrücken + ähnlich Vokabeln + Gegenteile etc.
Kling ja alles ganz toll, aber
- wie soll dieser Wirrwarr noch übersichtlich und transparent sein,
- wie sollen die Schüler da noch durchblicken,
- wer soll das alles auf Korrektheit kontrollieren (sonst ist der Lerneffekt ja weg),
- wer soll überhaupt die Zeit investieren, in knappen Unterrichtsstunden all diese Zusatzinformationen an die Schüler weiterzugeben und darauf zu achten, dass die ihre Vokabelkarten ordentlich pflegen,
- und wer, bitte schön, ist so naiv zu glauben, dass auch nur ein einziger Schüler dieses umständliche und langwierige System länger als zwei Wochen durchziehen würde?!
Da sollte man sich doch lieber auf das Wesentliche konzentrieren und hoffen, dass die Schüler im Unterricht motiviert und konzentriert genug sind, um die feineren Details der neuen Vokabeln mitzubekommen.
Posted in Highlights aus der Uni, Schule on 05/15/2009 12:41 pm by verena
… ist bestimmt nicht immer einfach. Sätze wie “How do you felt about xy” kann man im Nachhilfeunterricht dementsprechend gerade noch verstehen (zumindest bei Unter- und evtl. noch Mittelstufe). Dass genau diese Formulierung aber in einem Fachdidaktik- Referat in der Uni von Englischstudenten verwendet wird, kann ich beim besten Willen nicht nachvollziehen! Das bestätigt nur wieder meinen Eindruck, dass ein guter der Leute, die Englisch studieren, sprachlich nicht wirklich sicher sind. Schlimm nur, dass ausgerechnet diese Leute auf Lehramt studieren.
Besonders schön sind auch immer die, die im Studium noch nicht kapiert haben, dass in der 3. Person Sg. im Präsens ein “s” ans Verb gehängt wird oder dass “information” auch im Plural nicht zu “informations” wird. Kann alles mal passieren, wenn man sich verspricht, aber dann sollte es einem wenigstens auffallen und nicht dreimal in einem Satz passieren. Auch immer wieder ein Highlight: Die Leute, die kein “th” aussprechen können oder ganz allgemein eine unglaublich schlechte Aussprache haben (ich sage nur Auslautverhärtung!). Und sowas soll dann Schülern Englisch beibringen…
Posted in Schule on 04/30/2009 05:15 am by verena
Neulich bei der Englisch-Nachhilfe hatten wir ein Stückchen vorgearbeitet und schonmal eine Bildergeschichte zur Invasion in England in 1066 besprochen. Gestern dann ärgerte sich meine Nachhilfeschülerin: “Dieses Steinzeitthema machen wir übrigens gar nicht.” Es hat einen Moment gedauert, bis ich geschnallt hatte, was sie meinte.
Posted in Schule on 04/22/2009 05:26 pm by verena
Manche Kommentare, die sich einige Lehrer leisten, sind leider völlig überflüssig, ungerecht und verletzend. Ein Mädchen, dem ich seit kurzem Nachhilfe in Englisch gebe, hat in der letzten Arbeit eine drei geschrieben. Weil ihr nur ein Punkt zu einer besseren Note fehlte, wollte sie sich auf die Suche nach dem fehlenden Punkt machen. Daraufhin meinte die Lehrerin nur: “Lass mich lieber nach mehr Fehlern suchen, es kann eh nicht sein, dass DU eine drei hast.” Sowas muss doch echt nicht sein!
Posted in der liebe Alltag, Schule on 04/22/2009 02:16 pm by verena
Ab Montag haben wir den Schlüssel für unsere neue (und erste gemeinsame) Wohnung. Damit wir beide gut zur Uni bzw. zur Arbeit kommen, haben wir uns auf der Mitte zwischen Wuppertal und Bochum getroffen, und das ist nunmal Hagen. Nächsten Freitag und Samstag soll es dann soweit sein, und ich bin schon sehr gespannt, schließlich ist es für mich der erste Umzug seit 10 Jahren und erst der dritte insgesamt.
Da ich im Sommer mein nächstes Praktikum an einer Schule machen möchte, hatte ich mich an einem Hagener Gymnasium beworben. Heute kam dann die Zusage. Das bedeutet für mich: 600m Fußweg von der neuen Wohnung zur Schule. Yehaaa :)
Posted in Schule on 04/14/2009 04:58 pm by verena
Lehrermangel ist ein leidliches Thema, dass auch Deutschland zur Genüge kennt. Großbritannien bzw. London hat jetzt eine neue Taktik, wie man am Besten damit umgeht: Man setzt Türsteher, ehemalige Soldaten oder Polizisten, Feuerwehrmänner oder Gefängniswärter (!!) ein, um Unterrichtsausfall zu vermeiden. Klar, die können ja auch gut mit Kinder und Jugendlichen umgehen, wozu da etwa eine pädagogische Ausbildung verlangen. Immerhin können sie die Klasse ruhig halten: “Baisley said some schools seemed to believe the job of supervising a lesson was about ‘crowd control and childminding; if you’re stern and loud, that’s what’s necessary to do the job’, he said.” Fachliche Kompetenzen? Nebensächlich!