Archive for the ‘Diverses’ Category

Das wiederspenstige Apfelgeleeglas

Samstag waren Malte, Lena und ich bei unserer Oma. Mittags kochten wir leckere Lasagne; zum Nachtisch sollte es Pudding mit eingekochten roten Pfirsichen und – extra für Malte – Apfelgelee geben. Das Dumme war nur: Das Glas mit dem Apfelgelee ließ sich nicht öffnen. Nicht mit den bloßen Händen, nicht mit diesen Öffnern speziell für solche Gläser, nicht mit einem unter den Rand geschobenen Löffel. Schließlich machten wir mit einem dicken Eierpiekser Löcher in den Deckel, doch auch das half nichts. Also mussten wir die Löcher durch weiteres Pieksen miteinander verbinden, um so eine Kante zu bekommen, die wir hochbiegen konnte. Dadurch versuchten wir dann, den Gelee aus dem Glas zu schütteln. Das ist bei einer relativ festen Masse nicht so trivial, wie es klingt… Jedenfalls hatten wir über 15 Minuten lang eine Menge Spaß dabei ;)

 

Eigene Handys speziell für Frauen?

Bei so einer Meldung frage ich mich, ob sowas ernsthaft als wissenschaftliche Untersuchung bezeichnet werden kann: Wie sollten Handys gestaltet sein, welche Funktionen sollten sie haben, um speziell auf weibliche Nutzer zugeschnitten zu sein.

Handys für ältere Leute mit großen Tasten und gut lesbarem Display – super Idee. Handys ohne jeden “Schnickschnack”, mit denen man einfach telefonieren und SMS verschicken kann – für viele Leute super. Aber Handys für Frauen?! Klingt eher nach Beschäftigungstherapie denn nach sinnvoller Forschung. Im Artikel werden spezielle Anforderungen wie das Twittern und Organisieren von Terminen etc. genannt. Die gibt es ja auch sonst für kein aktuelles Handy…

 

Belagerung

Hier in der Uni Wuppertal können wir gerade den Belagerungszustand ausrufen.

Schon als ich heute morgen ins Gebäude wollte, wurde ich von einem Wachmann ausgefragt, wo ich denn hin wollte und ob ich einen Studierendenausweis hätte und einen Lichtbildausweis; erst dann wurde ich ins Gebäude gelassen. Einen Grund nannte er nicht, sondern antwortete nur auf meine Frage: “Reine Vorsichtsmaßnahme.” Klar, weil er nun weiß, dass eine Studentin mit Ausweis das Gebäude betreten hat, schützt das vor Sabotage und “Schläfern”…?

Mittlerweile wissen wir, weshalb die Panik herrschte: Seit über einer Stunde werden wir hier im Gebäude B (Sitz von Rektorat, Studienberatung etc.) von einer Horde Kommunikationsdesigner belagert. Der Eingang zum Gebäude wurde mit Pappkartons zuge”mauert”, es gibt ein ohrenbetäubendes Pfeiffkonzert und kaum verständliche Parolen. Dank einiger Flyer, die den Weg durch offene Fenster gefunden haben, wissen wir jetzt auch, worum es geht: Das Fach Kommunikationsdesign fühlt sich schlecht behandelt (personell, finanziell, im Vergleich mit anderen Fächern usw.) und fordert nun bessere Studienbedingungen.

Die Presse ist vor Ort (Radio Wuppertal, mind. ein Fernsehteam); Rektor und einige andere höhere Angestellte haben sich den Studierenden draußen gestellt, sich die Forderungen angehört und diskutiert, Interviews gegeben. Im Moment herrscht einigermaßen Ruhe, abgebaut ist die Wand aus Kartons jedoch noch nicht. Dies gibt uns vielleicht einen kleinen Vorgeschmack auf die nächste Woche, wenn unsere Uni sich dem Bildungsstreik anschließen wird/soll. Ich bin ja mal gespannt, schließlich soll ich Montag eigentlich ein Referat halten. Ob ich wohl in die Uni reinkommen werde?

 

“Allein gelassen”

So betitelt liest man die Geschichte des kleinen Florian, der sich am Wochenende auf einer erhitzten Metallplatte übel die Füße verbrannte. Als die Mutter die Feuerwehr anrief, um (not)ärztliche Hilfe für ihren 17 Monate alten Sohn zu bekommen, wurde ihr gesagt, man könne momentan für die verbrannten Füße keinen Wagen schicken; sie solle das Kind selbst ins Krankenhaus fahren. Klingt nach ner harten Entscheidung, aber das Beste kommt noch: Die Mutter beschwerte sich daraufhin und wandte sich an die Presse. Stellungnahme des Leiters des Bochumer Amtes für Feuerwehr und Rettungswesen dazu besagt folgendes: “Die vorliegende Indikation ließ nicht auf einen medizinischen Nofall schließen, der einen Notarzt gerechtfertigt hätte. Einen Krankenwagen hätten wir geschickt, aber der ist von der Anruferin nicht angefordert worden.”

Hätte da die Notrufzentrale nicht selbst auf die Idee kommen können, einen Krankenwagen zu schicken oder dies zumindest der Anruferin anbieten können? Kann man von einer aufgeregten Frau erwarten, dass sie sich über den Unterschied zwischen den beiden Bezeichnungen in dieser Situation überhaupt Gedanken macht? Auf jeden Fall wäre ein bisschen Mitdenken angebracht gewesen!

 

Wahlmaschinen

So viel dann zur “Sicherheit” von Wahlcomputern: In Finnland wurden in drei Wahlbezirken Neuwahlen nach der Kommunalwahl im Oktober 2008 angesetzt.

 

Der Durchschnittsdeutsche

Gestern abend lief im Fernsehen eine Sendung, in der der Durchschnittsdeutsche und sein durchschnittliches Leben vorgestellt wurden. An sich nichts besonderes und wenige Überraschungen. Nur eins hat uns wirklich verwundert: Was für seltsame Dinge die Deutschen im Klo entsorgen. Essensreste sind eine Sache, das dürfte weit verbreitet sein und ist ja auch nachvollziehbar. Dass aber regelmäßig Unmengen an Kondome, Binden, Tampons, Zahnbürsten und Damenstrümpfen über die Toilette entsorgt werden, fanden wir schon sehr seltsam. Wer bitte kommt auf solche Ideen?!

 

Seestärke steigern mit Killerspielen

Dies hier wird die Anti-Killerspiele-Fraktion nicht freuen: Videospiele mit viel Action bewirken eine deutliche Verbesserung des Kontrast-Sehvermögens, was besonders beim Autofahren nützlich ist.

 

Funkarmbänder für Kinder

Die Neuheit, wie man besser bzw. einfacher auf seine Kinder aufpassen kann (oder sollte man “überwachen” oder “bespitzeln” sagen?): Funkarmbänder für Kinder, mit denen Eltern ihren Aufenthaltsort orten können. Für 59,90€ kann man einstellen, in welchem Radius (15, 25 oder 50 Meter) sich das Kind aufhalten darf; bei Überschreitung der Linie piepen und blinken beide Armbänder. Schön, dann brauchen die Eltern ab jetzt überhaupt nicht mehr auf ihre Kinder zu achten, so lange kein Piepsen ertönt. Nur was, wenn die lieben Kleinen irgendwann auf die unglaubliche Idee kommen, das Armband abzunehmen…?

 

Geschlechtertrennung im Bus

In Jerusalem gibt es nun eine Buslinie, in der Männer und Frauen getrennt transportiert werden (Männer vorne, Frauen hinten). Zu verdanken ist das der ultraorthodoxen Bevölkerung, denn die nimmt “in der Heiligen Stadt (…) jedes Jahr weiter zu, ihre Normen und Sitten dominieren zunehmend das öffentliche Leben. Säkulare Israelis fühlen sich ausgegrenzt und bevormundet.”

Getrennter Transport in öffentlichen Verkehrsmitteln… Das sollte uns allen bekannt vorkommen! Männer und Frauen, Deutsche und Juden, Weiße und Schwarze – die Liste ließe sich fortsetzen. Ob es wohl bald eine “neue” Rosa Parks gibt?

 

Moderner Journalismus?!

Gestellte Interviews mit geschockten Jugendlichen für ein Taschengeld; Leitern an der Friedhofsmauer, um Beerdigungen mitzubekommen; Jagd auf redewillige Augenzeugen des Massakers – ist das unser moderner Journalismus?! In Winnenden sollen sich solche Szenen jedenfalls mehr als einmal abgespielt haben.