Bescheuerter Trend at its best

China ist eines der Länder, dessen Trends uns Europäern oft sehr befremdlich vorkommen. Die Geschichte mit den lebenden Tieren in Schlüsselanhängern, die nunmal nach einer gewissen Zeit verhungern, ist ein besonders anschauliches Beispiel dafür. Was jetzt nicht heißen soll, dass es nicht auch in Deutschland tierquälende Spinner gibt – aber eine solche Idee könnte sich hier schon allein aufgrund von Tierschutzbestimmungen nicht entwickeln. Anders in China. Vor einiger Zeit viel ein bereits älterer Artikel in die Finger, der von dem Trend berichtet, seine Hunde zu stylen wie andere Tiere – also z.B. einen Golden Retriever mit Färbemittel in einen Tiger zu verwandeln oder kleine wuschelige Hunde zu Pandas umgestylt. Das ist offenbar Teil eines Trends, viel Geld in sein Haustier zu investieren – oft leider auf Kosten der Würde dieser Tiere. Guckt euch die Bilder in dem Artikel an, das ist echt übel.

Selektion in der Schule

Selektion in der Schule ist gerade in Deutschland ein heiß diskutiertes Thema: Da wird gerade in den letzten Jahren in NRW immer wieder von der Einheitsschule gesprochen – für die einen eine Horrorvision, für die anderen die Schulform der Zukunft. Persönlich denke ich, dass beide Modelle ihre Vor- und Nachteile haben; beide Formen können funktionieren, beide können schief gehen. In gewisser Hinsicht ist eine gewisse Sortierung der Schüler ohnehin nötig, denn sonst kann keine individuelle Förderung stattfinden, müssen die einen zwangsweise unter- oder andere überfordert sein.

Hier nun ein Beispiel, wie man es vielleicht besser nicht machen sollte. Und dann auch noch aus Großbritannien, wo ja die “Einheitsschule” eigentlich der Regelfall ist. Dort hat sich nämlich ein kluger Schulleiter ausgedacht, dass es doch Sinn macht, die Schüler nach Farbe ihrer Krawatten zu sortieren, damit sofort sichtbar ist, wo man hingehört: “Oh, du hast eine lilane Krawatte, du bist schlau” oder “Du hast nur ne blaue – dann bist du wohl zu dumm”. Dazu dann eigene Schulgebäude für die jeweiligen Farben und getrennte Schulhöfe. Während der Schulleiter und wohl auch einige Lehrer und Eltern ganz begeistert zu sein scheinen, berichten die Schülerinnen und Schüler von zunehmenden sozialen Problemen: Prügeleien, Hänseleien, Ausgrenzungen, richtiggehende Feindschaft zwischen den Teilschulen. Komisch aber auch…

Alles nur geklaut?!

Seit gut einer Woche beherrscht ein Thema die deutschen Medien wie kein anderes (zeitweise treten sogar die Geschehnisse in der arabischen Welt deswegen in den Hintergrund!): Verteidigungsminister zu Guttenberg, seine Doktorarbeit und eine ganze Reihe von (versehentlich nicht als solche gekennzeichneten) Zitaten. Den Titel hat er mittlerweile “freiwillig” abgegeben, und seit gestern ist er ihm nun offiziell aberkannt worden. Kein Wunder, wenn man sich ansieht, welche Ausmaße sein “Vergessen”, Zitate anzugeben, angenommen hat; eine (vielleicht nicht vollständige) Liste dieser “Versehen” findet man unter http://de.guttenplag.wikia.com/wiki/Plagiate.

So weit, so gut. Was mich grade etwas nervt, ist der Wirbel, den Guttenbergs Anhänger verbreiten. Sieht man sich z.B. auf Facebook um, so wird man auf die Fanpage “Gegen die Jagd auf Karl-Theodor zu Guttenberg” stoßen. Wenn man sich die Kommentare auf dieser Seite anschaut, so kann man eigentlich nur hysterisch zu lachen beginnen oder aber den Kopf vor die Wand schlagen. Ein großer Teil bedauert den armen, gejagten zu Guttenberg, der offenbar als Merkel-Nachfolger und Bundeskanzler in Spe schon feststeht, und beteuert seine Treue zu diesem Volkshelden (ich frage mich, womit er sich das eigentlich verdient hat?!). Dann gibt es eine Fraktion, die mit Bibelzitaten um sich wirft: “Wer ohne Schuld ist, der werfe den ersten Stein”. Und zu guter letzt gibt es einen guten Teil, der die Plagiatsvorwürfe herunterspielt: Wenn nie ein Mensch bei einem anderen abgeguckt hätte, säßen wir heute noch in der Höhle und würden Mammuts jagen. Ja liebe Leute, versteht ihr eigentlich nicht, worum es geht? Das hier hat nichts mit grandiosen Erfindungen der Menschheit zu tun, es geht um eine Doktorarbeit, bei der ziemlich offensichtlich abgekupfert wurde. Jeder Student oder Doktorand, der mit sowas erwischt wird, wird exmatrikuliert; der akademische Grad wird aberkannt; es können Schadensersatzansprüche des Autors, den man ohne Angabe zitiert hat, auf einen zu kommen. Da regt sich dann aber niemand drüber auf, in solchen Fällen ist das Vorgehen wohl gerechtfertigt; aber wenn es um einen Politiker geht, dann ist das auf einmal nur ungerechtfertigte Meinungsmache der Opposition gegen einen armen, verkannten Volkshelden. Fakt ist nunmal, dass zu Guttenberg Zitate in großem Umfang nicht als solche gekennzeichnet hat und deshalb zu recht seinen Doktortitel aberkannt bekommen hat. Ob er deshalb zurücktreten sollte, ist eine ganz andere Frage.

Edit
Gerade gefunden: Einen offenen Brief von Doktorand/innen an Angela Merkel, in der die Vorwürfe aus akademischer Sicht bewertet werden. Lesenswert! Und wer selber Doktorand/in ist oder bereits einen Doktortitel hat, der ist herzlich eingeladen,den Brief ebenfalls zu unterzeichnen.

E-Postbrief – Alternative zur E-Mail?

Den Grund für die Einführung des E-Postbriefs habe ich ja von Anfang nicht nachvollziehen können – warum sollte ich für das Versenden von E-Mails Porto zahlen?! Aber okay, vielleicht gibt’s ja wirklich eine Zielgruppe dafür, die das Internet und E-Mails für undurchsichtig und unsicher genug halten, um stattdessen den ziemlichen teuren Betrag von 55 Cent pro Nachricht zu entrichten. Schließlich kann man das ganze ja auch ausdrucken und von der Post als herkömmlichen Brief zustellen lassen, wenn der Empfänger noch kein entsprechendes Kono bei der Post hat.

Heute dann bekam ich einen Testbericht zum E-Postbrief in die Hände, der mich in meiner Meinung, dass das alles Unsinn und Abzocke sei, voll und ganz bestätigt. Auf Test.de ist zu lesen, wie unausgereift das System noch ist; es wird von Problemen beim Aktivieren und Einstellen berichtet, von Problemen beim Versand und beim Ausdrucken der Mails und derer Anhänge. Sehr schön: auch für weiße Ausdrucke anstelle der angehängten Fotos scheint die Post das erhöhte Porto zu verlangen. Wow, was für ein gelungener Start…

Weihnachtsplätzchen backen

Gerade haben wir die ersten Weihnachtsplätzchen gebacken: Nougatherzen, meine absoluten Lieblingsweihnachtsplätzchen. Nun kühlen die Kekse aus, heute abend oder morgen werden sie dann mit geschmolzener Nougatmasse bestrichen, zusammengeklebt und schließlich mit Kuvertüre verziert. Lecker!

Ein kleines Erlebnis für sich waren allerdings die Ausstechformen, die ich in einem 1-Euro-Shop gekauft hatte (ich dachte mit, bei Ausstechförmchen könne man ja wohl nichts falsch machen): Der Stern hat sich so leicht verformt, dass die Plätzchen nun z.T. recht länglich gezackt sind.

Jubiläum

Es ist zwar schon vier Tage her, aber meiner Meinung nach dennoch erwähnenswert: Dieses Blog ist am 13.11. ein Jahr alt geworden. Ich möchte mich herzlich bei allen Lesern für Eure Aufmerksamkeit und die lieben Kommentare bedanken!

Wenn Eltern ihre Kinder auf dem Spielplatz nicht mehr selbst beaufsichtigen dürfen…

In Watford (Great Britain) dürfen Eltern ihre Kinder auf zwei öffentlichen Spielplätzen nicht mehr selbst beaufsichtigen – es sei denn, sie können ein polizeiliches Führungszeugnis vorweisen. Stattdessen kümmern sich sogenannte play rangers um die Kinder; das Gelände ist von einem zwei Meter hohen Zaun umschlossen. Nun regen sich die Eltern auf, sie würden alle als potentielle Pädophile behandelt. Die Details sind schon spannend zu lesen

Leckeres Rezept

Gefunden in einer Zeitschrift, gestern nachgekocht: Überbackene Minutensteaks mit Brokkoli auf Tomatensauce. Sehr empfehlenswert!

Zutaten für 4 Personen:
1 Dose Tomaten (850ml),
2 EL Tomatenmark,
400g Brokkoli,
Minutensteaks (ca. 500g),
125g Mozarella (gerne auch mehr)

Tomaten und Tomatenmark grob pürieren, erhitzen und 10 Minuten köcheln lassen, mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken. Brokkoli putzen, waschen, in Röschen teilen und in kochendem Salzwasser 5-10 Minuten garen. Fleisch waschen, trockentupfen, mit Salz und Pfeffer würzen und von jeder Seite ca. 1 Minute braten.

Die Tomatensauce in eine Auflaufform geben. Brokkoli und Fleisch darauf verteilen, den Mozzarella grob gewürfelt darüber streuen. Im Backofen ca. 15 Minuten überbacken und mit Basilikum garniert servieren.

Wir hatten dazu Kroketten, aber es schmeckt bestimmt jede Kartoffelvariation dazu.

Peinlich, peinlich…

Sowas ist doch echt peinlich: Bei der Sprengung eines Fabrikgebäudes in der Türkei ist das Gebäude nicht, wie geplant, in sich zusammengestürzt, sondern hat sich stattdessen aufs Dach gedreht. Klingt abstrus, sieht aber umso witziger aus. Zum Glück haben die umstehenden Gebäude nichts abbekommen. Ein Video gibt es hier.